Hamburg - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im Kampf um die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika vergeblich auf finnische Schützenhilfe gehofft. Verfolger Russland gab sich beim 3:0 (1:0)-Sieg in Helsinki keine Blöße und bleibt dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der Europa-Gruppe 4 dicht auf den Fersen.
Die russische Mannschaft von Trainer Guus Hiddink verkürzte mit nunmehr 15 Punkten den Rückstand auf nur noch einen Zähler. Am vorletzten Spieltag kommt es am 10. Oktober in Moskau zum möglicherweise vorentscheidenden Duell beider Teams.
Vor den Augen von DFB-Chef-Scout Urs Siegenthaler und Hansi Flick, Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, war Alexander Kerschakow in Helsinki der Matchwinner der Russen. Der Stürmer von Dynamo Moskau erzielte in der 26. und 53. Minute die ersten beiden Tore der Gäste, bevor Konstantin Syrianow (71.) von Zenit St. Petersburg die Entscheidung gelang. Die Finnen, die zehn Punkte auf dem Konto haben, können damit fast alle ihre WM-Hoffnungen begraben. Nur der Tabellenführer qualifiziert sich direkt für die WM 2010 in Südafrika. Die acht besten Zweiten der neun Gruppen spielen im November in Playoff-Spielen die letzten vier europäischen WM-Plätze aus.
So gut wie sicher in Südafrika dabei ist England. Die Mannschaft des italienischen Teamchefs Fabio Capello gewann im Wembley-Stadion gegen Andorra 6:0 (3:0). Damit setzte sie ihren Durchmarsch mit dem siebten Sieg im siebten Spiel fort und vergrößerte den Vorsprung auf den Zweiten Kroatien auf neun Punkte. Wayne Rooney (4. und 38.), Frank Lampard (29.), Jermaine Defoe (73., 75.) und Peter Coruch (80.) erzielten die Tore für die Engländer.
Als einziges europäisches Land qualifiziert sind bislang die Niederlande. Nachdem die Oranje-Kicker am vergangenen Samstag das WM-Ticket gelöst hatten, kamen sie beim 2:0 (1:0) in Rotterdam gegen Norwegen wie die Engländer zum siebten Sieg im siebten Spiel. Andre Oijer (32. ) und Arjen Robben (50.) trafen für die Gastgeber.
Serbien hat seine zweite WM-Teilnahme nacheinander dicht vor Augen. Das Team von Trainer Radomir Antic verbuchte auf den Färöer Inseln einen 2:0 (1:0)-Erfolg und setzt im Kampf um das direkte Ticket Ex-Weltmeister Frankreich in der Europa-Gruppe 7 immer stärker unter Druck. Die Serben führen die Gruppe mit 18 Punkten an. Die Franzosen haben zwar zwei Spiele weniger auf dem Konto, liegen aber bereits acht Punkte zurück. Milan Jovanovic (43.) und Neven Subotic vom Bundesligisten Borussia Dortmund (61.) erzielten in Torshavn die Tore für die Gäste.
25 Länder haben sich schon neben WM-Gastgeber Südafrika qualifiziert.
ASIEN (4)
- Australien
- Japan
- Nordkorea
- Südkorea
EUROPA (9)
- Deutschland
- Niederlande
- England
- Spanien
- Dänemark
- Serbien
- Italien
- Schweiz
- Slowakei
SÜDAMERIKA (4)
- Brasilien
- Paraguay
- Chile
- Argentinien
AFRIKA (5)
- Südafrika
- Ghana
- Elfenbeinküste
- Nigeria
- Kamerun
AMERIKA (3)
- Mexiko
- USA
- Honduras
Ozeanien (1)
- Neuseeland
Auch Mazedonien darf in der Gruppe 9, in der sich die Niederlande bereits das WM-Ticket gesichert haben, nach einem 2:0 gegen Island zumindest noch auf Rang zwei hoffen, den derzeit die punktgleichen Schotten belegen.
In Asien behielt Iran die WM-Teilnahme in Sichtweite. Nach einem Tor des ehemaligen Bayern-Profis Ali Karimi in der 53. Minute bezwangen die Gastgeber in Teheran die Vereinigten Arabischen Emirate mit 1:0 (1:0) und haben damit in der Asien-Gruppe B die Qualifikation für die Endrunde wieder selbst in der Hand.
wit/sid
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