Sonntag, 22. November 2009

Sport



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15.06.2009
 

Wechsel nach Stuttgart

Demba Ba fordert Vertragsauflösung in Hoffenheim

Von Mike Glindmeier

"Möchte aus Hoffenheim weg": Demba Ba will 1899 unbedingt in Richtung VfB Stuttgart verlassen. Der Stürmer forcierte seinen Wechsel mit einem eindeutigen Interview, das der Vereinsführung nur noch eine Wahl lässt: Transfer oder Tribüne.

Hoffenheim - Zahlreiche Trainer haben es vorgemacht, jetzt widmen sich die ersten Spieler dem Bundesliga-Trend der Sommerpause: Vertragsbruch. Demba Ba und 1899 Hoffenheim waren seit zwei Jahren eine Erfolgsgeschichte, die jetzt kurz vor dem Ende steht. Denn der Senegalese ist auf Konfrontationskurs mit seinem Club gegangenen und hat in einem Interview mit einem französischen Internetportal (Mercato365.com) noch einmal seine Wechselabsichten zum Hoffenheimer Lokalrivalen VfB Stuttgart unterstrichen.

1899-Stürmer Ba: "Ich brauche einen Tapetenwechsel"
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ddp

1899-Stürmer Ba: "Ich brauche einen Tapetenwechsel"

Dabei ließ Ba kaum noch Spielraum für eine Erfüllung seiner Vertragspflichten bei seinem derzeitigen Arbeitgeber. "Ich möchte aus Hoffenheim weg und in Stuttgart unterschreiben. Ich habe seit vier, fünf Monaten darüber nachgedacht, ob ich gehen oder bleiben soll. Seit einigen Tagen bin ich mir nun sicher, dass ich den Verein verlassen möchte. Das Angebot aus Stuttgart hat dies beschleunigt", sagte Ba, der in der vergangenen Saison in 33 Spielen 14 Treffer erzielt und sieben Torvorlagen gegeben hatte.

"Sie haben mir gesagt, dass sie mich nicht gehen lassen. Aber auch wenn ich noch zwei Jahre Vertrag in Hoffenheim habe, brauche ich einen Tapetenwechsel und eine neue Herausforderung", erklärte Ba. Beim Verein ist man mittlerweile genervt von den Eskapaden Bas und dessen Berater. "Der Spieler wird am Mittwoch in Hoffenheim erwartet. Wir werden ihn mit diesen Aussagen konfrontieren", sagte ein 1899-Sprecher auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.

Ba wird nach der Rückkehr aus dem Urlaub direkt bei Trainer Ralf Rangnick und Manager Jan Schindelmeiser zum Rapport antreten. Schon im Vorfeld des Treffens lehnte Schindelmeiser einen Transfer allerdings kategorisch ab: "Demba bekommt keine Freigabe." Ba seinerseits hat sich aber bereits Argumente für einen Wechsel zurechtgelegt. "Wir werden versuchen, uns im Guten zu trennen. Ich habe Hoffenheim viel gegeben, zusammen mit den anderen den Verein bekannt gemacht und dafür gesorgt, dass der Club in die Bundesliga aufgestiegen ist", sagte der 24-Jährige.

Durch diese Aussagen bleiben den Clubverantwortlichen nur zwei Möglichkeiten. Dietmar Hopp bekräftigt seine Aussage: "Es ist ausgeschlossen, dass wir Ba die Freigabe erteilen." In diesem Fall müssten die Verantwortlichen Bas vereinsschädigendes Verhalten sanktionieren - entweder durch eine sehr hohe Geldstrafe oder einen Platz auf der Tribüne. Angesichts der zu erwartenden Ablösesumme im zweistelligen Millionenbereich dürfte diese Variante allerdings die unwahrscheinlichere sein.

Der im französischen Sevres geborene Ba, der im Sommer 2007 zu den Kraichgauern wechselte und es in dieser Zeit in das Nationalteam seines Heimatlandes geschafft hat, soll beim VfB die Nachfolge von Mario Gomez antreten. Der Nationalstürmer war zum FC Bayern gewechselt. Ba reizt nach eigenen Angaben vor allem die mögliche Teilnahme an der Champions League - für die sich der VfB allerdings zunächst noch qualifizieren muss. "Ich will mit dabei sein. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Es ist die Herausforderung Champions League, die mich fesselt. Außerdem ist das Spielsystem der Stuttgarter ideal für mich", sagte der Torjäger.

Allerdings wollen die Schwaben nicht die Hälfte der rund 35 Millionen Euro, die sie für Gomez kassierte haben, ins benachbarte Kraichgau überweisen. "Die Summe, die wir eventuell bereit wären, für einen neuen Spieler zu zahlen, bewegt sich nicht in dieser Größenordnung", erklärte VfB-Manager Horst Heldt, der Hoffenheim noch kein konkretes Angebot für Ba unterbreitet hat. Am Interesse der Stuttgarter lässt Heldt aber keinen Zweifel: "Er ist ein sehr interessanter Spieler."

Mit Material vom sid

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