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17.06.2009
 

Stiller Protest

Iranische Nationalspieler bekennen sich zu Mussawi

Große Geste auf großer Bühne: Im WM-Qualifikationsspiel gegen Südkorea haben mehrere Nationalspieler Irans grüne Armbänder getragen, die Farbe des Oppositionsführers Hossein Mussawi. Auch ein aktueller und ein ehemaliger Bundesliga-Profi beteiligten sich.

Hamburg - Für Iran gab es zwei schlechte Nachrichten am Mittwoch: In Südkorea reichte es für die Fußball-Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel nur zu einem 1:1-(0:0)-Remis - gleichzeitig verpasste Iran in der Gruppe B den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Dong Jin Kim (51./Eigentor) und Ji Sung Park (81.) vom englischen Meister Manchester United erzielten in Seoul die Tore.

Nationalspieler Karimi: Politische DemonstrationZur Großansicht
AP

Nationalspieler Karimi: Politische Demonstration

Doch all das verblasst gegen eine Geste, die derzeit um die Welt geht: Einige iranische Spieler nutzten die Partie zu einer politischen Demonstration und liefen mit grünen Armbändern auf. Grün ist die Farbe des iranischen Oppositionsführers Hossein Mussawi, dessen Anhänger eine Wiederholung der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Freitag erreichen wollen. Die Demonstration mit grünen Schweißbändern, an der sich nicht alle Spieler beteiligten, wurde in Iran als sensationelle Parteinahme gewertet. Mit grünem Band wurden unter anderem der Frankfurter Bundesliga-Profi Mehdi Mahdavikia und der frühere Bayern-Spieler Ali Karimi gesehen.

Das Bild soll sich aber in der zweiten Halbzeit geändert haben, heißt es unter anderem im Newsblog des englischen Guardian über die Situation in Iran. Die Spieler seien aufs Feld gelaufen und plötzlich habe keiner von ihnen mehr eines der Armbänder getragen. Spekulationen, die Kicker könnten in der Halbzeitpause zur Abnahme der Bänder gezwungen worden sein, machten die Runde.

Südkorea hatte sich ebenso wie Australien und Japan schon zuvor für die WM 2010 in Südafrika qualifiziert. Die Australier besiegten Japan am Mittwoch 2:1 und schlossen die Qualifikationsgruppe A ungeschlagen mit 20 Punkten als Erster vor Japan (15 Punkte) ab.

goe/dpa

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