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20.06.2009
 

Kurzpässe

Teves wechselt, HSV streitet

In der Führung des Hamburger SV gibt es Streit zwischen Clubchef Bernd Hoffmann und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Nun soll der Aufsichtsrat vermitteln. Die südafrikanischen Fans ärgern sich über Transportprobleme. Carlos Tevez verlässt Manchester United.

Hamburg - "Es gibt unterschiedliche Bewertungen der letzten Saison", bestätigte Hoffmann am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Während Beiersdorfer mit dem Erreichen der Europa League zufrieden war, äußerte sich Hoffmann mehrfach enttäuscht über das Verpassen dreier möglicher Titel und bemängelte öffentlich "fehlende Leidenschaft". Laut Beiersdorfer, der als Sportdirektor der HSV-Führung angehört, betreffen die Differenzen auch "Arbeitsweise und Abgrenzung der Kompetenzbereiche".

Stürmer Tevez: Bye-bye, Manchester UnitedZur Großansicht
dpa

Stürmer Tevez: Bye-bye, Manchester United

Die Probleme seien "auf der Ebene des Vorstands nicht mehr zu regeln gewesen", sagte Beiersdorfer dem "Hamburger Abendblatt". Der frühere HSV-Profi hat sich deshalb an den Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Becker gewandt, der vermitteln soll. Hoffmann ("Unterschiedliche Standpunkte gab es auch in der Vergangenheit") und Beiersdorfer ("Mein Rücktritt ist ausgeschlossen") arbeiten beim HSV seit 2003 zusammen. Der Aufsichtsrat will sich bis spätestens Dienstag mit dem Zwist in der Führungsetage beschäftigen.

Der argentinische Nationalspieler Carlos Tevez verlässt nach zwei Jahren Manchester United. Das gab der englische Meister am Samstag bekannt. United hatte der Investmentfirma, die die Rechte an dem bislang ausgeliehenen Angreifer hält, umgerechnet rund 28 Millionen Euro geboten, um Tevez dauerhaft an sich zu binden. "Zu unserer Enttäuschung haben seine Berater dem Verein mitgeteilt, dass er nicht länger für United spielen möchte", hieß es in einer offiziellen Erklärung. Tevez wird mit den Premier-League-Konkurrenten FC Chelsea und Manchester City in Verbindung gebracht.

Die Organisatoren des Confed-Cups werden wegen der massiven Transportprobleme harsch kritisiert. "Das Chaos ruinierte ein denkwürdiges Spiel", titelte die Zeitung "Saturday Star". Viele Zuschauer berichteten, dass sie am Donnerstag trotz rechtzeitiger Anreise zu den Park-and-Ride-Parkplätzen erst lange nach dem Anpfiff der Partie Ägypten gegen Italien (1:0) im Johannesburger Stadion Ellis Park ankamen, weil sie unterwegs von einem Sammeltaxi in ein anderes umsteigen mussten. Nach Spielschluss mussten Besucher mehr als zwei Stunden warten, ehe sie zu ihren Parkplätzen zurückgebracht wurden. Laut Sipho Mbele, der für das Transportsystem zuständig ist, habe man bislang keine Beschwerden erhalten. Ein Sprecher des Stadtrats kündigte hingegen an, dass sich alle beteiligten Parteien in Kürze treffen und über mögliche Verbesserungen sprechen würden.

Ohne Mohamed Zidan muss Ägypten am Sonntag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Rustenburg sein letztes Gruppenspiel beim Confed-Cup gegen die USA bestreiten. Der Dortmunder Stürmer fällt wegen einer Oberschenkelverletzung aus, die er sich in der Partie gegen Italien zugezogen hatte. Ägypten (drei Punkte) hat gute Chancen, das Halbfinale zu erreichen. Das punktlose US-Team (1:3 gegen Italien und 0:3 gegen Brasilien) hat nur noch Außenseiterchancen. Brasilien (sechs Punkte) reicht gegen Italien (drei Punkte) ein Remis zum Weiterkommen.

Nach nur einem Jahr beim FC Bayern München steht Mittelfeldspieler Tim Borowski vor dem Aus. "Am Mittwoch wurde ich vom FC Bayern in Person von Karl-Heinz Rummenigge informiert, dass der Verein nicht mehr mit Tim plant", sagte Borowskis Berater Jörg Neubauer in der "tz". Abgesehen von "losen Anfragen" habe es aber noch keinerlei Gespräche mit anderen Vereinen über einen Wechsel des 29-Jährigen gegeben. Erst im Sommer 2008 war Borowski ablösefrei von Bremen nach München gewechselt und hatte dort einen Dreijahresvertrag erhalten.

Der türkische Erstligist Trabzonspor hat Berti Vogts eine lukrative Offerte unterbreitet. "Das Angebot ehrt mich, aber ich habe einen Vertrag mit Aserbaidschan", sagte Vogts, der beim Schwarzmeerclub angeblich eine Million Euro netto pro Jahr verdienen sollte. Ein Modell wie bei Guus Hiddink, der einige Zeit neben seinem Job als russischer Nationaltrainer auch den FC Chelsea betreute, lehnt der Verband von Aserbaidschan ab. Generalsekretär Elchan Mammadow kündigte jedoch an, Vogts' Ende des Jahres auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen. "Er leistet hier so gute Arbeit", sagte Mammadow über Vogts, der seit April 2008 Aserbaidschan trainiert. Dessen Mannschaft trifft in der WM-Qualifikation noch zwei Mal auf Deutschland (am 12. August in Baku und am 9. September in Hannover).

ach/dpa/sid

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