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04.08.2009
 

Kurzpässe

Mega-Transfers beunruhigen Uefa, Erpressungsversuch gegen Daum

Die Uefa sieht die Einkaufspolitik von Vereinen wie Real Madrid und Manchester City kritisch. Ein Unbekannter hat versucht, Christoph Daum mit dessen gestohlenem Laptop zu erpressen. Russischen Fans wird beim Auswärtsspiel in Wales zu hochprozentiger Prophylaxe geraten.

Hamburg - Die Finanzpolitik einiger Vereine bereitet der Europäischen Fußball-Union Uefa Kopfzerbrechen: Generalsekretär David Taylor sagte in einem Interview mit BBC Radio 5 Live, er sei in großer Sorge über den Zustand der Vereine, einige lebten deutlich über ihre Verhältnisse. Das gelte besonders für die Premier League, allerdings gebe auch beispielsweise Real Madrid Anlass zur Sorge.

Real-Transfers Ronaldo (l.), Benzema: Seid umschlungen, Millionen
AP

Real-Transfers Ronaldo (l.), Benzema: Seid umschlungen, Millionen

"Es gibt eine Reihe englischer Clubs, deren Wert erheblich gefallen ist, die aber weiterhin auf dem Markt munter mitmischen", sagte Taylor und führte als warnendes Beispiel Leeds United an: "Sie sind in sehr ernste finanzielle Schwierigkeiten gekommen, weil sie sich übernommen haben." Leeds hatte 2001 das Halbfinale der Champions League erreicht, 2007 stürzte der Verein in die dritte Liga ab. Taylor sagte weiter, man sei beunruhigt über die Mega-Transfers, die Real Madrid und Manchester City zuletzt abgewickelt hätten. Dieses Hochpokern sei angesichts schwieriger Zeiten alles andere als wünschenswert. Madrid hatte in der Sommerpause allein für die Transfers von Cristiano Ronaldo (94 Millionen Euro), Kaka (65) und Karim Benzema (35) nahezu 200 Millionen Euro ausgegeben.

Ein Unbekannter hat versucht, den ehemaligen Kölner Bundesliga-Trainer Christoph Daum zu erpressen. Dem 55-Jährigen, der nach zweieinhalb Jahren beim 1. FC Köln seit Saisonbeginn wieder bei Fenerbahce Istanbul arbeitet, wurde am 28. Juni auf dem Düsseldorfer Flughafen der Laptop geklaut, das nun Gegenstand des Erpressungsversuchs war. "Wir können natürlich nicht ausschließen, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt. Aber Fakt ist, dass jemand den Computer gegen Geld angeboten hat", sagte Daums Kölner Anwalt Stefan Seitz und bestätigte einen Bericht des "Express". Dabei soll die anonyme Person eine Summe von 100.000 Euro gefordert haben, ansonsten würden sensible Daten an die Öffentlichkeit geraten.

Auf dem Laptop sollen als Dokumente unter anderem ein Testament, Verträge, Kontakte und private Daten lagern. Seitz erklärte, dass man auf die Erpressung nicht eingehen werde. Die Verbreitung der Daten hätte strafrechtliche Konsequenzen, weil diese durch ein Passwort geschützt seien. Das Knacken von Passwörtern würde zudem gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen und könnte eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Laut "Express" habe Daum dem Anrufer lediglich einen Finderlohn angeboten, wenn er den Laptop unbeschadet zurückerhalten sollte. "Ich hoffe, dass ich den Laptop zurückbekomme. Dann ist die Sache für mich erledigt", sagte Daum

Die Finanzierung der Europameisterschaft 2012 in der Ukraine ist nach einem Machtwort von Präsident Wiktor Juschtschenko wieder völlig offen. Das Staatsoberhaupt habe mit seinem Veto ein Gesetz blockiert, nach dem die Nationalbank umgerechnet 880 Millionen Euro für die EM in den Staatshaushalt zahlen muss. Das berichteten Medien in Kiew. Juschtschenko fürchtet nach eigenen Worten, dass das Geld zweckentfremdet werden könnte. Die Europäische Fußball-Union Uefa hatte mehrfach eine schleppende Vorbereitung des Turniers in der Ukraine kritisiert. Co-Veranstalter der EM 2012 ist Polen.

Die Entscheidung des Präsidenten kommt überraschend, hatte er doch erst im Juni in einem dramatischen Appell vom Parlament in Kiew eine schnellere Freigabe von Mitteln für die EM gefordert. Daraufhin wurde trotz der Finanzprobleme des Landes das Geld vor allem für den Ausbau von Stadien, Flughäfen und Straßen bewilligt.

Das Uefa-Exekutivkomitee will bei einem Treffen am 10. und 11. Dezember in Portugal endgültig über die Gastgeber-Städte für 2012 entscheiden. Beobachter in Kiew sehen einen Machtkampf zwischen Juschtschenko und seiner innenpolitischen Rivalin, Regierungschefin Julia Timoschenko, als einen Grund für die andauernden Probleme.

Eine ungewöhnliche Reiseempfehlung haben russische Fans für einen Trip zum WM-Qualifikationsspiel der Sbornaja in Wales am 9. September bekommen. Demnach sollten die Anhänger des deutschen Gruppengegners, die auf die britische Insel reisen, vor Ort viel Whiskey trinken, um einer Infektion mit Schweinegrippe-Viren vorzubeugen. "Wir mahnen unsere Fans an, viel walisischen Whiskey als eine Art Desinfektion zu trinken. Das sollte der Infektionsgefahr vorbeugen", wird Alexander Schprygin, der Chef der russischen Fan-Vereinigung, in der Boulevardzeitung "Express" zitiert. Das russische Gesundheitsministerium warnt wegen der Schweinegrippe vor Reisen auf die britische Insel. Schprygin geht aber davon aus, dass mehrere hundert Anhänger die Reise nach Cardiff antreten.

Ohne Vereinswappen, aber natürlich mit den beiden Bullen des Hauptsponsors auf dem Trikot tritt Leipzigs neuer Oberligist RasenBallsport am Samstag zum ersten Saison-Punktspiel bei der zweiten Mannschaft von Carl Zeiss Jena an. "Alle unsere eingereichten Vorschläge sind vom Sächsischen Verband abgelehnt worden. Wir werden uns später wieder mit diesem Thema beschäftigen", sagte der im Verein für die Kommunikation zuständige ehemalige Hertha-Pressechef Hans-Georg Felder. Die sächsischen Funktionäre hatten ihre Zustimmung verweigert, weil alle Logo-Vorschläge zu eng mit dem Darstellungsbild des Sponsors (Red Bull) korrespondierten und damit gegen die Statuten verstießen.

luk/sid/dpa

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14.01.2010 von Christian W.:

WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...

14.01.2010 von Polar:

Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...

14.01.2010 von noodl:

Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...

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