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13.08.2009
 

Kurzpässe

Van Gaal plant mit Ribéry, Hoffenheim fürchtet keine Konsequenzen

"Warmer Mantel" in München: Bayern-Trainer Lous van Gaal fühlt sich wohl und will Franck Ribéry einsetzen. Leverkusen bezieht sein neues Stadion, das sich aber nicht mit der Arena des BVB messen kann. In Hoffenheim gibt es weiter Ärger um eine Kündigung.

Hamburg - Der Transfer von José Bosingwa wird nicht getätigt, Franck Ribéry sitzt im Spiel gegen Werder Bremen vorerst auf der Bank und den Champions-League-Sieg gibt es erst nach 2011 - so Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal. "Dazu brauche ich mehr als diese zwei Jahre. Die Champions League ist das langfristige Ziel, vielleicht eine Utopie, die erst nach meiner Zeit Wirklichkeit wird", sagte van Gaal im "Bayern-Stadionmagazin". Er erklärte zudem im "Kicker", dass der Rekordmeister wie "ein warmer Mantel" zu ihm passe und er am liebsten langfristig an der Isar bleiben wolle.

Bayern-Trainer van Gaal: Langfristiges Ziel Gewinn der Champions LeagueZur Großansicht
dpa

Bayern-Trainer van Gaal: Langfristiges Ziel Gewinn der Champions League

In der Partie am Samstag gegen Werder Bremen (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) soll laut van Gaal Mittelfeldstar Ribéry wieder auflaufen. "Nicht von Beginn an. Vielleicht 20 Minuten, aber das ist nicht das, was ich unter spielen verstehe", sagte van Gaal. Ribéry sei noch im Aufbau und müsse erst ins Team integriert werden." Nicht für die Bayern spielen wird Bosingwa: "Er kommt nicht", so der 58-Jährige.

Im Streit um die Kündigung von Zugang Prince Tagoe sieht sich 1899 Hoffenheim im Recht und fürchtet keine sportrechtlichen Konsequenzen. "Es liegt eine schwerwiegende Diagnose vor, die wir nicht ignorieren konnten. Die Ärzte haben keine Verantwortung übernommen, auch nicht fürs Training. Unsere Juristen haben uns daher dringend angeraten, zu reagieren", sagte Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser.

Das Ergebnis einer vor zwei Wochen bei einem Herzspezialisten in Heidelberg durchgeführten Untersuchung, zu dem der Verein unter Androhung einer Einstweiligen Verfügung keine Details nennen darf, sei so eindeutig ausgefallen, dass die Hoffenheimer vom Entzug der Spiellizenz für Tagoe ausgehen. Die relevanten Unterlagen zu dem Fall seien an die Deutsche Fußball Liga (DFL) weitergeleitet worden, wo sie laut Schindelmeiser bereits testiert wurden. Tagoes Anwalt Markus Buchberger will die Kündigung juristisch anfechten, zumal ihm ein zweites Gutachten vorliegen soll, welches die erste Diagnose nicht bestätigt.

Mit dem Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim an diesem Samstag kehren die Spieler von Bayer Leverkusen in die für rund 70 Millionen Euro umgebaute BayArena zurück. Seit Dezember 2007 wurde das Stadion modernisiert, ausgebaut und auf eine Zuschauerkapazität von etwa 30.000 Besuchern erweitert. Markenzeichen der Arena ist ein zeltartiges Dach mit einem Durchmesser von 217 Metern. Bislang fasste die Bayer-Heimspielstätte 22.500 Zuschauer. Die Rückrunden-Heimpartien der Saison 2008/2009 bestritt Leverkusen in Düsseldorf

Die britische Tageszeitung "Times" hat das Stadion von Bundesligist Borussia Dortmund zum schönsten der Welt gekürt. In der Rangliste "The top ten football stadiums" folgen laut der Zeitung auf Platz zwei das Giuseppe-Meazza-Stadion (San Siro) in Mailand vor Liverpools Stadion an der Anfield Road. In der Begründung heißt es: "Borussia Dortmunds Stadion ist der Klassiker. Gewaltige Ränge, die die Geräusche mit einer ohrenbetäubenden Intensität auf den Rasen zurückwerfen. Dieser Platz wurde für den Fußball und für die Fans erbaut. Jedes Endspiel im Europacup sollte in Dortmund veranstaltet werden. Die beste Atmosphäre auf dem Kontinent."

Die zehn besten Stadien der Welt
1. Signal Iduna Park (Borussia Dortmund)
2. San Siro (AC Mailand, Inter)
3. Anfield (FC Liverpool)
4. Inönü (Besiktas Istanbul)
5. Allianz Arena (Bayern München)
6. Bernabeu (Real Madrid)
7. La Bombonera (Boca Juniors)
8. Stefan cel Mare (Dinamo Bukarest)
9. Nou Camp (FC Barcelona)
10. Craven Cottage (FC Fulham)

Brasiliens Idol Romario will noch einmal auf Torejagd gehen. Mit mittlerweile 43 Jahren plant der 1000-Tore-Stürmer ein Comeback beim unterklassigen America FC aus Rio de Janeiro, für den er seit Mai dieses Jahres als Botschafter auf Sponsoren- und Partnersuche geht. Romario soll seine Spielgenehmigung für die Zweite Liga der Regionalmeisterschaft von Rio de Janeiro bereits in der kommenden Woche erhalten.

Mittelfeldtalent Sandro Kaiser hat beim Zweitligisten 1860 München einen Profivertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben. Der 19-Jährige kommt aus dem eigenen Nachwuchs und feierte beim 2:0 gegen die TuS Koblenz am vergangenen Sonntag sein Zweitliga-Debüt. "Sandro Kaiser hat in den ersten beiden Pflichtspielen eindrucksvoll gezeigt, welch großes Potenzial in ihm steckt", sagte Sportdirektor Miroslav Stevic.

jar/sid/dpa

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