Hamburg - Eine Zitterpartie, ein souveräner Auftritt und ein Torfestival mit Schönheitsfehlern: Hertha BSC Berlin muss nach einer 1:2 (0:0)-Niederlage beim zehnmaligen dänischen Meister Bröndby IF um das Weiterkommen in der Europa League fürchten. Der Hamburger SV dagegen hat durch einen 5:1 (3:0)-Erfolg beim französischen Pokalsieger EA Guingamp schon nach dem Hinspiel die Gruppenphase so gut wie sicher. Das gilt auch für Werder Bremen, das nach Anlaufschwierigkeiten zu einem 6:3 (3:2) gegen den FK Aktobe aus Kasachstan kam.
Kraftakt statt Spaziergang: Erst nach einem energischen Schlussspurt hat sich Werder Bremen eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der Gruppenphase geschaffen. Der Pokalsieger reist damit trotz der Gegentore mit einem beruhigenden Vorsprung zum Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim kasachischen Meister.
Vor 21.446 Zuschauern im Weserstadion mussten die Bremer allerdings erhebliche Startschwierigkeiten überwinden, um am Ende zu einem Erfolg zu kommen. Insbesondere in der ersten Stunde wirkte der Bundesliga-Zwölfte unkonzentriert und fahrig und konnte sich erst entscheidend durchsetzen, als die Kraft bei den Gästen spürbar nachließ.
Den Grundstein zum Sieg legten mit jeweils zwei Toren Nationalspieler Mesut Özil sowie Naldo. Der Brasilianer traf in der 36. und 65. Minute, Özil war in der 28. sowie in der 67. Minute (per Foulelfmeter) erfolgreich. Die weiteren Tore für die Norddeutschen erzielten Sebastian Boenisch (17. Minute), sowie der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Hugo Almeida (60.). Für das Team von Coach Wladimir Muhanow trafen Mittelfeldspieler Sergej Strukow in der 21. und 32. Minute sowie Kapitän Sammat Smarkow (87.).
"Ich bin nicht zufrieden", meinte Werder-Coach Thomas Schaaf: 'Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und dem Gegner viel zu viele Chancen gestattet. Wir hatten aber auch noch mehr Möglichkeiten zu Toren." Rückkehrer Claudio Pizarro war dagegen zufrieden: "Es war wichtig und schön, das erste Spiel zu gewinnen, auch wenn mir leider kein Tor gelungen ist."
Werder Bremen - FK Aktobe 6:3 (3:2)
1:0 Boenisch (17.)
1:1 Strukow (21.)
2:1 Özil (28.)
2:2 Strukow (32.)
3:2 Naldo (36.)
4:2 Hugo Almeida (60.)
5:2 Naldo (65.)
6:2 Özil (67., Foulelfmeter)
6:3 Smakow (87.)
Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo (76. Pasanen), Boenisch - Frings, Borowski - Özil, Marin (46. Hugo Almeida) - Pizarro (82. Moreno), Hunt
Aktobe: Sidelnikow - Kenschisarjew, Smakow, Logwinenko, Badlo - Strukow (84. Tleschew), Golowskoj (72. Tschitschulin), Chairullin, Lawrik, Assanbajew (70. Mitrofanow) - Awertschenko
Schiedsrichter: Tony Asumaa (Finnland)
Zuschauer: 21.446
Gelbe Karten: Naldo, Frings - Lawrik
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