Hamburg - Dank einer starken Defensive hat sich Schalke 04 einen Punkt bei der TSG 1899 Hoffenheim erkämpft. Vor 30.150 Zuschauern lieferte die Mannschaft von Trainer Felix Magath beim torlosen Unentschieden eine dürftige Leistung ab. Doch aufgrund der Abschlussschwäche der Gastgeber entgingen die Gelsenkirchener der ersten Saisonniederlage. Mit nun sieben Punkten bleibt Schalke zumindest für 24 Stunden Tabellenführer, während die weiter sieglosen Hoffenheimer mit lediglich zwei Zählern auf Platz zwölf zu finden sind.
Die Gastgeber überzeugten sowohl läuferisch als auch spielerisch, konnten ihre Dominanz aber trotz guter Chancen nicht in Tore umsetzen. "Es war über weite Strecken ein richtig gutes Spiel von uns. Das hätten wir gewinnen müssen. Ich bin nur mit der Zahl der Tore nicht zufrieden", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick.
Schalkes Angriff enttäuschte in der kampfbetonten Partie, in der Schiedsrichter Michael Weiner insgesamt acht Gelbe Karten verteilte. "Es war ein schlechtes Spiel gegen eine starke Hoffenheimer Mannschaft. Der eine Punkt ist nicht schön, vielleicht auch nicht verdient. Aber so ist das im Fußball", sagte Magath.
Die Hausherren übernahmen von Beginn an die Initiative. Vor allem die Mittelfeldakteure Sejad Salihovic und Carlos Eduardo kurbelten das Offensivspiel an. Trotz klarer Feldvorteile konnte sich die TSG zunächst aber kaum Möglichkeiten erarbeiten. Die beste Chance in der Anfangsphase hatte Salihovic nach einer Viertelstunde. Doch statt selbst zu schießen, versuchte der 24-Jährige, frei vor Schalkes Torhüter Manuel Neuer, einen Pass auf seinen Teamkollegen Chinedu Obasi. Die Gelegenheit war vertan.
Ibisevic und Compper vergeben gute Kopfball-Möglichkeiten
Eine knifflige Situation gab es in der 21. Minute. Nach einem Zupfer vom Schalker Christoph Moritz gegen Hoffenheims Torjäger Vedad Ibisevic knapp vor dem Strafraum entschied Weiner zurecht auf Freistoß, der aber ohne Folgen blieb. Ibisevic, der nach seinem Kreuzbandriss seit Saisonbeginn wieder im Team ist, zeigte aufsteigende Form und verfehlte fünf Minuten vor der Pause mit einem Kopfball nur knapp das Tor.
Von den Gästen, bei denen der Grieche Vasilios Pliatsikas auf der zentralen Mittelfeldposition überraschend den Vorzug vor Ivan Rakitic und Levan Kenia erhielt, war offensiv 45 Minuten lang nichts zu sehen. Die stereotyp in die Spitze geschlagenen hohen Bälle wurden immer wieder eine sichere Beute der Hoffenheimer Abwehr, so dass Schlussmann Timo Hildebrand erst nach knapp einer Stunde bei einem Freistoß von Rafinha das erste Mal gefordert wurde.
Magath sprach bereits zur Pause von einer enttäuschenden Leistung seiner Mannschaft und reagierte. Er brachte den 18-jährigen Georgier Kenia, sein Kollege Rangnick verstärkte mit Demba Ba für Isaac Vorsah ebenfalls die Offensive. Und Hoffenheim blieb am Drücker. Ibisevic (51.) scheiterte aus 15 Metern an Neuer, Salihovic (54.) zielte zu hoch. Die größte Chance des Spiels vergab Innenverteidiger Marvin Compper in der 61. Minute frei stehend per Kopf. Von den Gästen war im Angriff kaum etwas zu sehen, so dass Hoffenheims Torhüter Timo Hildebrand weitgehend beschäftigungslos blieb.
1899 Hoffenheim - Schalke 04 0:0
Hoffenheim: Hildebrand - Beck, Simunic, Compper, Eichner - Vorsah (46. Ba), Ibertsberger (76. Weis) - Carlos Eduardo, Salihovic - Obasi, Ibisevic (82. Maicosuel)
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Zambrano, Höwedes - Mineiro - Moritz, Pliatsikas (46. Kenia), Westermann - Farfan, Kuranyi
Schiedsrichter: Michael Weiner
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Vorsah (2), Salihovic, Eichner, Obasi - Pliatsikas, Zambrano, Höwedes, Bordon
wit/sid/dpa
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