Hamburg - Lothar Matthäus ist als Trainer bei Hannover 96 im Gespräch. Präsident Martin Kind bestätigte, dass Matthäus ein Kandidat auf die Nachfolge des am Mittwoch zurückgetretenen Dieter Hecking ist. "Der Name Matthäus steht auf einer Liste", sagte Kind der "Bild"-Zeitung: "Er hat sich nicht beworben, aber er ist uns empfohlen worden."
Matthäus wollte sich noch nicht äußern. "Ich persönlich habe keinen Kontakt. Ehe der nicht passiert ist, werde ich nichts kommentieren", sagte er. Es wäre die erste Trainer-Station für Matthäus in der Bundesliga. Mögliche Engagements bei Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg waren in der Vergangenheit unter anderem an den Protesten der Fans gescheitert. Zuletzt trainierte der 48-Jährige Maccabi Netanya in Israel.
Eine Entscheidung über die Zukunft von Zugang Prince Tagoe bei 1899 Hoffenheim soll in den nächsten Tagen fallen. "Ein drittes medizinisches Gutachten soll in Absprache mit dem Spieler, seinem Anwalt und der Deutschen Fußball Liga so schnell wie möglich eingeholt werden", sagte Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser nach dem 0:0 am Freitag gegen Schalke 04. "Wir hoffen sehr, dass Prince Tagoe die Sporttauglichkeit bescheinigt wird", sagte Schindelmeiser. Dann werde man einen Antrag auf Spielgenehmigung bei der DFL stellen.
Hoffenheim hatte den Dreijahresvertrag mit Tagoe nach einer sportärztlichen Untersuchung zum 31. Juli gekündigt, da angeblich ein Herzfehler festgestellt worden war. In einem zweiten ärztlichen Bulletin war Tagoe als gesund eingestuft worden. Daraufhin hatte Hoffenheim die Kündigung aufgehoben. Nun soll ein drittes Gutachten Klarheit bringen.
Schiedsrichter mit Spraydosen
Die Befürchtungen von schweren Krawallen beim Zweitligaspiel am Freitagabend zwischen Union Berlin und Hansa Rostock (1:0) haben sich nicht bewahrheitet. Laut Berliner Polizei verlief alles störungsfrei. Lediglich auf dem Weg zum Stadion und an der Eingangskontrolle zum Gästeblock warfen Rostocker Fans vereinzelt Steine auf die Sicherheitskräfte. Die Beamten nahmen insgesamt sechs Personen fest und sprachen außerdem mehrere Platzverweise aus. Darüber hinaus leiteten die Behörden mehrere Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Widerstand, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung ein.
Nach Argentinien will künftig auch Mexiko schummelnde Abwehrspieler mit einem Spray zurechtweisen. In der mexikanischen Liga werden die Schiedsrichter ab diesem Wochenende bei Freistoß-Entscheidungen eine weiße Linie ziehen und damit den Abstand der Mauer festlegen. Die Linie verschwindet nach wenigen Minuten wieder vom Rasen. In Argentinien wird dies bereits seit Beginn der Saison genutzt.
mig/sid/dpa
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