Hamburg - Bundesligist Eintracht Frankfurt hat einen Bericht des SPIEGEL bestätigt, demzufolge der Club auf ausstehende Sponsorengelder des Unternehmens In-Motion AG wartet. "Ich kann sagen, dass da noch ein Betrag aussteht, aber ich weiß nicht, in welcher Höhe", sagte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen auf dpa-Anfrage.
Nach Informationen des SPIEGEL belaufen sich die Forderungen auf inzwischen 270.000 Euro. Eintracht-Präsident Peter Fischer war bis 2000 und von 2004 an im Aufsichtsrat der In-Motion-AG tätig und soll den Deal 2001 vermittelt haben. Der 53-Jährige bestreitet das.
Der Vorwurf sei "in sofern sachfremd, da Peter Fischer als Präsident von Eintracht Frankfurt e.V. weder mit der Verhandlung noch mit dem Abschluss von Verträgen der Fußball AG betraut ist und zu dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auch nicht in irgendeiner Funktion weder beratend noch vermittelnd für die In-Motion AG tätig war", heißt es in einer Mitteilung.
Fischer bestätigte in seiner Stellungnahme am Samstag zudem, dass er sich in seiner Funktion als Geschäftsführer des Medienfonds "Dritte World Media", die er bis 2005 ausübte, vor dem Landgericht Frankfurt verantworten muss.
Der Vorwurf der arglistigen Täuschung von Anlegern durch Falschdarstellungen in einem Anlageprospekt sei laut Fischer absurd. Er sei weder zu irgendeinem Zeitpunkt mit der Erstellung des Prospekts befasst gewesen noch im inhaltlichen Sinne Initiator oder im rechtlichen Sinne Haftender des Prospekts.
Ein Investor hatte auf Schadensersatz geklagt, da Fischer als einer der Initiatoren des Medienfonds "Dritte World Media" Anleger mittels "arglistiger Täuschung zum Beitritt" bewegt und Mängel des Anlagemodells "arglistig verschwiegen" haben soll.
hut/dpa
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