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Bayern-Fehlstart Meister des Mittelmaßes

Bayern-Trainer van Gaal (2.v.r.), Sportchef Nerlinger (l.): Gegen die herrschende LehreZur Großansicht
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Bayern-Trainer van Gaal (2.v.r.), Sportchef Nerlinger (l.): Gegen die herrschende Lehre

2. Teil: Ist die Dominanz der Bayern vorbei?

Doch es gibt auch eine andere Sicht auf die Dinge. Und diese Sicht stellt nicht die Frage in den Mittelpunkt, warum die Bayern unter ihren Möglichkeiten spielen. Sie lässt die Bayern mal links liegen (macht ja sonst niemand) und betrachtet stattdessen die Konkurrenz. Sie hinterfragt die herrschende Lehre, dass die Stärke der anderen üblicherweise immer bloß eine Schwäche der Münchner ist.

Liga, die in der Spitze so ausgeglichen ist wie nie zuvor

"Die Bayern haben keine Ausnahmestellung in Deutschland mehr. Die Dominanz ist derzeit weg", sagte Felix Magath vor einigen Tagen der Münchner "tz". Was der ehemalige Bayern-Coach da behauptet, hätte vor wenigen Jahren noch zu kollektivem Gelächter geführt. Heute kann sich Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick anschließen. Und es würde wohl auch zustimmend genickt werden, wenn sich Hamburgs Bruno Labbadia, Wolfsburgs Armin Veh, Dortmunds Jürgen Klopp oder Stuttgarts Markus Babbel so äußerten.

Sie alle stehen für eine Liga, die in der Spitze so ausgeglichen ist wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesliga. Für Mannschaften, die gewachsen sind über mehr als eine Saison und sich nun anschicken, die Meisterschaft unter sich auszuspielen. Sie stehen für Systemfußball, der von Automatismen lebt und für den man keine Weltklassespieler braucht, sondern vor allem Zeit und Vertrauen der Vorstände.

Sie stehen für Clubs wie den VfB Stuttgart, der mit Rainer Adrion den besten Jugendtrainer Deutschlands hatte und diese Jugend auch in der Bundesliga zum Zuge kommen lässt. Oder für umsichtiges Transfergebaren wie das immer noch klamme Borussia Dortmund. Oder für schnellen, einfachen, modernen Fußball.

Oder wie Magath für Erfolg.

Doch während die Konkurrenz langfristig arbeitete, leisteten sich die Bayern das Experiment mit einem Trainer ohne Erfahrung und sie leisteten sich Fehler in der Kaderplanung. Vielleicht dachten sie, es würde schon gut gehen. Es war ja ein Gesetz, dass die Bayern immer Erfolg hatten. Bis jetzt.

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insgesamt 3532 Beiträge
Dylan1941 22.08.2009
Wie ich bereits vor 2 1/2 Jahren schrieb ist die dominante Ära vorbei und UH hat den grössten Anteil daran.
Wie ich bereits vor 2 1/2 Jahren schrieb ist die dominante Ära vorbei und UH hat den grössten Anteil daran.
thiber 22.08.2009
Mit den Auswirkungen der "Ära" Klinsmann werden die Bayern noch einige Zeit zu kämpfen haben. Van Gaal ist auch nicht unbedingt der Richtige, um die Aufarbeitung umzusetzen. Der macht selbst zuviele Baustelle auf. So [...]
Mit den Auswirkungen der "Ära" Klinsmann werden die Bayern noch einige Zeit zu kämpfen haben. Van Gaal ist auch nicht unbedingt der Richtige, um die Aufarbeitung umzusetzen. Der macht selbst zuviele Baustelle auf. So beruht der schlechte Start insbesondere auf den Weggängen von Lucio und Zé Roberto. Und die waren haus-/Van Gaal-gemacht. Drei falsche Trainer hintereinander wird wohl auch die Führung der Bayern nicht einstellen. Die Nach-Van Gall-Zeit wird wohl wieder besser werden.
Ylex 22.08.2009
Das Ende des fußballerischen Weißwurst-Wahns ist nah, nur noch Mau-Mau bei Weiß-Blau, Deutschland atmet auf, endlich befreit vom bajuwarischen Joch - Uli, denk' an Ludwig II, der Starnberger See ist nicht weit.
Das Ende des fußballerischen Weißwurst-Wahns ist nah, nur noch Mau-Mau bei Weiß-Blau, Deutschland atmet auf, endlich befreit vom bajuwarischen Joch - Uli, denk' an Ludwig II, der Starnberger See ist nicht weit.
leopoldy 22.08.2009
Ja, der viel gescholtene JK ist scheinbar doch besser als der Mann aus Hollland. Der hatte 5 Punkte auf dem Konto. War von Anfang an fraglich, ob eine Hollandisierung des FCB sich wirklich auszahlt. Habe ich so schon vor einigen [...]
Ja, der viel gescholtene JK ist scheinbar doch besser als der Mann aus Hollland. Der hatte 5 Punkte auf dem Konto. War von Anfang an fraglich, ob eine Hollandisierung des FCB sich wirklich auszahlt. Habe ich so schon vor einigen Wochen geschrieben. Wenn es mit dem FCB abwärts gehen sollte, stört mich relativ wenig. Der arrogante Vorstand mit dem naturgesetzmäßigen Anspruch auf die Meisterschaft hätte mal einen ordentlichen Dämpfer verdient. Der deutsche Fußball muß sogar aus mehr bestehen, als nur aus dem Fc Bayern.
Viper2024 22.08.2009
Man verkauft mit Ze Roberto und Lucio die besten Bayernspieler der letzten Jahre, kauft dafür nur mittelmäßige Ergänzungsspieler (Braafheid, Pranjic,...) und wundert sich dann über so einen Saisonstart. Man hätte lieber Van [...]
Man verkauft mit Ze Roberto und Lucio die besten Bayernspieler der letzten Jahre, kauft dafür nur mittelmäßige Ergänzungsspieler (Braafheid, Pranjic,...) und wundert sich dann über so einen Saisonstart. Man hätte lieber Van Buyten, Ribery und Schweinsteiger verkaufen sollen und dafür richtige Verstärkungen kaufen sollen. Die Abwehr ist jedenfalls anfällig und das weiß man nicht erst seit dem Spiel gegen Barca sondern bereits seit St. Petersburg. Und dem Mittelfeld fehlt ohne Ribery jegliche Kreativität, weshalb ich schnellstens Van der Vaart verpflichten würde.
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