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29.08.2009
 

Dreieckstransfer

HSV kaufte Zé Roberto vom uruguayischen Club Nacional Montevideo

HSV-Profi Zé Roberto: "Unregelmäßigkeiten bei Wechsel- und Finanzgeschäften"Zur Großansicht
dpa

HSV-Profi Zé Roberto: "Unregelmäßigkeiten bei Wechsel- und Finanzgeschäften"

Verwirrender Wechsel: Der Hamburger SV verpflichtete vor der Saison Mittelfeldstar Zé Roberto - angeblich ablösefrei. Doch der Spieler kostete Geld, das nach SPIEGEL-Informationen der urugayische Club Nacional Montevideo erhielt - für den der Brasilianer nie gespielt hat.

Der Hamburger SV hat eine Ablösesumme in Höhe von rund vier Millionen Euro an den Club Nacional Montevideo in Uruguay gezahlt, um den Mittelfeldstar Zé Roberto für zwei Jahre zu verpflichten. Bislang hieß es, der Brasilianer sei ablösefrei vom FC Bayern München zum HSV gekommen.

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bestätigte dem SPIEGEL den Vorgang, zur Höhe der Ablösesumme äußerte er sich nicht. Auch im Sommer 2007, als Zé Roberto vom brasilianischen Club FC Santos zum FC Bayern wechselte, war der Spieler – anders als in Veröffentlichungen über den Transfer dargestellt – nicht ablösefrei gekommen. Schon damals hielt Nacional Montevideo die Transferrechte an Zé Roberto, der für den Club in Uruguay niemals gespielt hat.

Nach SPIEGEL-Recherchen mussten die Bayern eine Million Euro Leihgebühr überweisen, um den früheren brasilianischen Nationalspieler für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2009 an sich zu binden. Bayern-Manager Hoeneß bestätigte dies.

Eingefädelt hat die bislang unter Verschluss gehaltenen Transfergeschäfte mit Zé Roberto dessen Agent Juan Figer, einer der einflussreichsten Spielervermittler in Südamerika. Bei Transfers seiner Spieler hat Figer die identische Dreieckskonstruktion mit Clubs in Uruguay schon häufig gewählt. Zu diesem Ergebnis kam auch der Abschlussbericht über den weltweiten Handel mit brasilianischen Fußballprofis, den ein Untersuchungsausschuss des brasilianischen Senats 2001 präsentierte. Darin attestieren die Parlamentarier Figer "Unregelmäßigkeiten bei Wechsel- und Finanzgeschäften".

Vermutet wird, dass Figer einige Clubs in Uruguay unter Kontrolle hält – und auf diese Weise Zugriff auf die Ausleihgebühren und Ablösesummen hat, die dort für weltweit von ihm vermittelte Profis eingehen. Figer äußerte sich dazu nicht.

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Die neuesten Beiträge:
14.01.2010 von Christian W.:

WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...

14.01.2010 von Polar:

Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...

14.01.2010 von noodl:

Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...

14.01.2010 von le67:

Ottl als Beispiel wäre vielleicht schlecht. Aber bei Gekas sieht es anders aus: Gekas und Skibbe kennen sich sehr gut, Frankfurt ist finanziell und sportlich stärker als Hertha, aber letzendlich ließ man den Abstiegskonkurrent [...] mehr...

14.01.2010 von krafts:

Wenn du meinen Beitrag richtig liest, habe ich von Skepsis und Hoffnung geschrieben. Optmismus hört sich anders an. Worauf du diese Theorie gründest, ist mir ein Rätsel. Was soll an Hecking so negativ sein? Und welche [...] mehr...

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