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03.09.2009
 

Kurzpässe

Mourinho Topverdiener in Italien, schwere Krawalle in Mannheim

Inter-Trainer Mourinho: Topverdiener der Serie AZur Großansicht
AFP

Inter-Trainer Mourinho: Topverdiener der Serie A

Der Star ist der Trainer: Inter Mailands Trainer Jose Mourinho verdient in der Serie A am besten. Am Rande des Regionalligaspiels zwischen Waldhof Mannheim und Kaiserslautern II kam es zu schweren Ausschreitungen. Marko Pantelic stehen Behördengänge bevor. Albert Streit darf trainieren.

Hamburg - Acht verletzte Polizisten und 36 Festnahmen: Das ist die Bilanz nach den schweren Krawallen beim Regionalligaspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern II (0:2) am Mittwochabend. In der Halbzeitpause des Spiels waren Polizisten von rund 200 Mannheimer Anhängern angegriffen und mit Steinen beworfen worden. Die Beamten antworteten nach Angaben eines Polizeisprechers mit "massivem Schlagstockeinsatz". In der zweiten Halbzeit hatte Schiedsrichter Tobias Welz das Spiel für 20 Minuten unterbrechen müssen, weil Fans aus Kaiserslautern Raketen und bengalische Feuer gezündet hatten. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen aufgenommen.

Trotz der Wirtschaftskrise geben die italienischen Erstligisten immer mehr für die Spielergehälter aus. Die Serie-A-Clubs werden in diesem Jahr insgesamt 800 Millionen Euro ausgeben, in der vergangenen Saison beliefen sich die Kosten noch auf 768 Millionen Euro. Das berichtete die "Gazzetta dello Sport" . Zum ersten Mal in der Geschichte der Serie A ist jedoch ein Trainer und nicht ein Fußballer der bestbezahlte Arbeitnehmer der ersten Liga. Mit seinem Jahresgehalt von elf Millionen Euro verdient Starcoach Jose Mourinho vom italienischen Meister Inter Mailand mehr als sein Stürmer Samuel Eto'o (10,5), der Topverdiener unter den Spielern.

Zwar hat Italien nach dem Abschied des Brasilianers Kaká und des Schweden Zlatan Ibrahimovic seine Top-Verdiener verloren, die Spitzenclubs müssen jedoch weiterhin für ihre Stars viel bezahlen. 7,5 Millionen Euro pro Saison verdient Milans Mittelfeldspieler Ronaldinho, Nationaltorhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin kommt auf 5,5 Millionen Euro. Inter wird in diesem Jahr insgesamt 150 Millionen Euro für seine Fußballer ausgeben. Diese Summe könnte mit Prämien sogar auf 170 Millionen Euro steigen. Stadtrivale Milan hat sich in diesem Sommer von mehreren Top-Verdienern, darunter Kapitän Paolo Maldini und dem Ukrainer Andrej Schewtschenko getrennt, was dem Club Einsparungen in Höhe von 44,5 Millionen Euro beschert hat.

Pantelic ohne Arbeitserlaubnis, Schuldenberg bei West Ham

Der serbische Nationalspieler Marko Pantelic ist immer für eine Anekdote gut. Der 30-Jährige, der vier Jahre lang für Bundesligist Hertha BSC Berlin stürmte, hat nun bei seinem neuen Arbeitgeber Ajax Amsterdam für Wirbel gesorgt - allerdings nicht auf dem Platz. Pantelic ist noch nicht spielberechtigt, weil er weder eine Arbeitserlaubnis noch ein Visum besitzt, das er als Nicht-EU-Ausländer für die Niederlande benötigt. Der Stürmer wird nun in der Länderspielpause in seiner Heimat zunächst ein Visum beantragen müssen. Erst nach Erhalt dieses Papiers kann er die für die Ausübung seines Berufs beim Club des ehemaligen Hamburger Trainers Martin Jol notwendige Arbeitserlaubnis beziehen.

Die finanziellen Probleme des englischen Erstligisten West Ham United sind offenbar größer als lange Zeit angenommen. Den Club drücken angeblich Schulden und Verbindlichkeiten von knapp 115 Millionen Euro. Das geht laut eines Berichts der Tageszeitung "Guardian" aus den Büchern des Vereins hervor. Allein im vergangenen Jahr soll der Europacupsieger der Pokalsieger von 1965 über 43 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet haben. West Hams Finanzchef Nick Igoe bezeichnete die Vereinspolitik des ehemaligen Clubbosses Björgolfur Gudmundsson als "völlig verfehlt". West Ham stand offenbar bereits vor dem Bankrott. Nur der gute Wille seiner Gläubiger habe den Verein vor dem Ruin bewahrt, heißt es. Weil der aktuelle Hammers-Eigner, die CB Holding, eine Tochter der bankrotten isländischen Bank Straumur ist, droht West Ham jedoch weiteres Ungemach.

Streit darf trainieren, Almeida wurde operiert

Nach seiner Suspendierung durch Chefcoach Felix Magath kann Albert Streit beim FC Schalke 04 seit Donnerstag wieder trainieren und Spiele bestreiten - allerdings nur bei den Regionalliga-Amateuren. Magath habe einem Wunsch von Streits Berater Klaus Gerster entsprochen, bestätigte Schalke-Sprecher Thomas Spiegel auf Anfrage der dpa einen Bericht von Focus Online.

"Ich habe mit Trainer Felix Magath telefoniert. Wir haben verabredet, dass Albert bis zur nächsten Wechselperiode im Winter ganz normal am Training und am Spielbetrieb der Schalker Amateure teilnehmen darf", wurde Gerster zitiert.

Der Bremer Profi Hugo Almeida muss nach einer Blinddarm-Operation länger pausieren. Der Angreifer des Bundesligisten ist nach Angaben des Clubs am Mittwochnachmittag operiert worden. Der portugiesische Nationalspieler fehlt bereits seit zehn Tagen wegen einer Plantarsehnenreizung. Wann Almeida wieder einsatzbereit sein wird, ist derzeit nicht abzusehen.

luk/sid/dpa

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