Frage: Herr Veh, nach drei Niederlagen hintereinander ist der VfL Wolfsburg ins Mittelfeld der Bundesliga abgetaucht. Momentaufnahme oder negative Entwicklung?
Veh: Sechs Punkte aus fünf Spielen - das ist ein Fehlstart. Aber wir müssen ganz schnell wieder positiv denken. Schließlich war die Leistung meiner Mannschaft trotz der 2:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen in Ordnung.
Frage: Trotzdem waren aus dem Wolfsburger Fanblock die ersten Pfiffe zu hören. Fehlt es den VfL-Anhängern an Geduld?
Veh: Sicherlich war so mancher Zuschauer enttäuscht, dass wir den Break nicht geschafft haben. Am Ende steht unter dem Strich halt immer das Ergebnis. Aber ich habe in unserem Spiel auch diesmal viele positive Dinge gesehen.
Frage: Und wie bewerten Sie die Leistung des Schiedsrichters Felix Brych?
Veh: Die Rote Karte gegen unseren Torwart Diego Benaglio in der 32. Minute war absolut spielentscheidend. Das war nie und nimmer ein Platzverweis. Ich konnte das nicht nachvollziehen. Meine Meinung allgemein ist, dass ein Schiedsrichter eine Partie leiten und nicht entscheiden sollte.
Frage: Am Dienstag kommt ZSKA Moskau zum ersten Champions-League-Spiel nach Wolfsburg (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Ist diese Partie nicht eher eine unwillkommene Belastung angesichts des missratenen Bundesliga-Starts?
Veh: Nein, auf gar keinen Fall. Die ganze Mannschaft freut sich unbändig auf die Champions League, und sie hat sich die Teilnahme daran ja auch selbst erarbeitet. Sie wird am Dienstag topfit sein und ein großes Spiel zeigen, da bin ich mir ganz sicher.
Aufgezeichnet von Andreas Frank, sid
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