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23.09.2009
 

Kurzpässe

Sammer schämt sich, Barcelona berauscht sich

Barcelona-Profis Messi (l.), Xavi: Bester Start seit 52 JahrenZur Großansicht
REUTERS

Barcelona-Profis Messi (l.), Xavi: Bester Start seit 52 Jahren

Auf der Jagd nach Toren und Rekorden: Der FC Barcelona verzaubert die spanische Liga und trifft gegen Santander drei Mal in sechs Minuten. Matthias Sammer zeigt sich empört über die vielen Absagen für die U20-WM. Argentiniens Verband setzt eine weitere Spitze gegen Diego Maradona.

Hamburg - DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat harte Kritik an den vielen Absagen für die U20-Weltmeisterschaft in Ägypten geübt und sieht das Ansehen des deutschen Fußballs geschädigt. "Ich schäme mich gegenüber unserem Trainer Horst Hrubesch und den Spielern, die dort sein werden. Die ganze Angelegenheit ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Wir sollten nicht vergessen, dass wir den deutschen Fußball repräsentieren", sagte Sammer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Der deutsche Fußball-Nachwuchs war am Dienstag mit nur 15 Spielern zur WM-Endrunde nach Nordafrika (25. September bis 16.Oktober) gereist. Coach Hrubesch muss insgesamt 27 Ausfälle verkraften, 25 Spieler wurden von den Clubs nicht abgestellt. Der Weltverband Fifa hatte die U20-WM aus klimatischen Gründen verlegt und während der Saison in Europa terminiert. Für die Vereine besteht keine Abstellungspflicht. Hrubesch stehen nur noch sieben U19-Europameister von 2008 bei der WM zur Verfügung.

"Es wird demnächst ein Gespräch mit unserem Präsidenten Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach darüber geben, wie wir uns in solchen Fällen künftig als DFB positionieren, denn es geht um die sportliche Entwicklung unserer besten Talente", sagte Sammer, der sarkastisch hinzufügte: "Wenn schon nicht alle Clubs ihre besten Nachwuchsspieler schicken, wäre es vielleicht besser, dass alle Clubs gar keinen schicken. Aber nicht mal das kriegen wir in Deutschland hin."

Maradona wird vor vollendete Tatsachen gestellt

Argentiniens Fußballverband Afa schränkt nach der jüngsten Pleitenserie die Handlungsfreiheit von Nationaltrainer Diego Maradona weiter ein. Gegen den Wunsch des 48-Jährigen kehrt das Team für das letzte Heimspiel in der WM-Qualifikation am 10. Oktober gegen Peru wieder ins von "Dieguito" ungeliebte Monumental-Stadion von Buenos Aires zurück.

Argentinien war Anfang September für den Klassiker gegen Brasilien (1:3) auf Drängen Maradonas nach Rosario ausgewichen, weil diesem die Stimmung in der angestammten Heimstätte zuletzt nicht enthusiastisch genug war. Immerhin ist die "Seleccion" in der Arena von River Plate, dem Erzrivalen von Maradonas Ex-Club Boca Juniors, seit 16 Jahren ungeschlagen.

Schon zuvor hatte Afa-Präsident Julio Grondona mit der Benennung von Generaldirektor Carlos Bilardo in der Abwesenheit Maradonas zum Interims-Coach die Machtbefugnisse des zur Diätkur in Meran (Südtirol) weilenden Trainerstars beschnitten. Spekuliert wird auch über eine Rückkehr von Spielmacher Juan Riquelme, den Maradona nach dessen im März erklärten Rücktritt nicht mehr zum Comeback überreden wollte.

Messi trifft doppelt

Der FC Barcelona ist auf Rekordkurs und berauscht sich zunehmend an sich selbst: Mit einem 4:1-Sieg bei Racing Santander hat der spanische Fußballmeister und Champions-League-Sieger den besten Saisonstart seit 52 Jahren in der Primera División erwischt. Mit drei Toren binnen sechs Minuten holten die Katalanen den vierten Sieg im vierten Punktspiel.

Nach der Führung durch Zlatan Ibrahimovic in der 20. Minute erhöhte Lionel Messi am Dienstagabend 180 Sekunden später. Abwehrchef Gerard Piqué, wegen seiner Spielstärke in Anlehnung an den früheren Bayern-Libero "Piquenbauer" genannt, sorgte für das 3:0 in der 26. Minute. Nach der Pause traf erneut Messi (63.), ehe Oscar Serrano (72.) für Santander erfolgreich war. An der Spitze der Primera División überholte das erneut stark aufspielende Barcelona-Team damit Real Madrid.

Probleme hat hingegen Barcelonas Trainer. Der italienische Fiskus setzt Josep Guardiola unter Druck. Eine Million Euro verlangen die italienischen Steuerbehörden vom Spanier wegen Unregelmäßigkeiten bei der Zahlung der Einkommenssteuer für das Jahr 2002, als Guardiola beim damaligen italienischen Serie-A-Club Brescia Calcio unter Vertrag stand.

goe/sid/dpa

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14.01.2010 von Christian W.:

WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...

14.01.2010 von Polar:

Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...

14.01.2010 von noodl:

Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...

14.01.2010 von le67:

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