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17.10.2009
 

Fußball-Bundesliga

Bayer verteidigt Tabellenführung gegen Hamburg

Samstagsspiele: Tiefschlag für Toni, Torflaute in Hamburg
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REUTERS

Mit konsequenter Verteidigung erkämpfte sich Leverkusen einen Punkt in Hamburg - und bleibt Spitzenreiter. Ein glanzloser Erfolg in Freiburg lässt die Bayern in der Tabelle klettern. Stuttgart unterlag gegen Schalke, Bremen setzte sich gegen Hoffenheim durch. Hertha blieb in Nürnberg chancenlos.

Hamburg - Torloses Topspiel: Der Hamburger SV verpasste gegen Leverkusen den Sprung an die Tabellenspitze. Durch das 0:0 im Duell des Ersten gegen den Zweiten bleibt Bayer mit 21 Zählern vor den punktgleichen Hamburgern ganz vorn.

Mit einem souverän herausgespielten 2:1 (1:0) gegen den SC Freiburg verbessert sich der FC Bayern vorerst vom achten auf den fünften Tabellenplatz. Das Team von Trainer Louis van Gaal hat nun 15 Punkte auf dem Konto, kann aber am Sonntag noch vom VfL Wolfsburg verdrängt werden. Ganz andere Sorgen hat Markus Babbel. Die Kritik an Stuttgarts Teamchef dürfte nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen den FC Schalke nicht abebben.

Werder Bremen feierte ein ungefährdetes 2:0 (2:0) gegen Hoffenheim, Frankfurt setzte sich gegen Hannover 96 2:1 (1:0) durch. Im Kellerduell beim 1. FC Nürnberg blieb Hertha BSC ohne Chance und unterlag 0:3 (0:2), Köln verbessert sich nach dem knappen 1:0 (1:0) gegen Mainz dagegen um zwei Ränge auf den 14. Tabellenplatz.

Müder Kick im Spitzenspiel

HSV-Trainer Bruno Labbadia überraschte in der Top-Partie des neunten Spieltags mit der Hereinnahme des 19-jährigen Tolgay Arslan neben Marcus Berg im Sturm für die langzeitverletzten Paolo Guerrero (Knie) und Mladen Petric (Knöchel). Der türkische U-19-Nationalspieler verzeichnete vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Nordbank-Arena nach elf Minuten die erste Chance für die Hamburger, nachdem ihn Piotr Trochowski bedient hatte.

Dem Bundesliga-Debütanten fehlte aber die Ruhe vor dem Tor von Nationalkeeper René Adler. Nach 39 Minuten war die Premiere beendet, Arslan musste wegen Kniebeschwerden ausgewechselt werden. Labbadia brachte mit Tunay Torun erneut einen 19 Jahre alten Youngster.

Nach der einzigen Torchance für die Gastgeber kamen auch die Gäste, die wieder mit dem genesenen Renato Augusto für Toni Kroos begannen, zu einer Möglichkeit durch Gonzalo Castro. Doch der Mittelfeldspieler verfehlte nach 32 Minuten nur knapp das Tor. Danach verflachte die Spitzenpartie, es gab viele Ballverluste auf beiden Seiten und die Teams neutralisierten sich im Mittelfeld.

Beide Mannschaften kamen auch zur zweiten Hälfte mit wenig Esprit aus der Kabine, lediglich Hamburgs Eljero Elia sorgte für Gefahr und schoss in der 52. Minute knapp am Gehäuse des wenig beschäftigten Adler vorbei. Zwei Minuten später zielte Berg am anderen Pfosten vorbei. Der HSV tat sich trotz deutlich mehr Ballbesitz schwer, gegen die gut gestaffelte Defensive von Bayer anzukommen und scheiterte ein ums andere Mal mit seinen Kombinationen durch die Mitte.

In der 79. Minute vergab Torun die größte Chance des Spiels, als er an dem vor der Torlinie postierten Gonzalo Castro scheiterte. Immerhin hielt die Serie: Gegen Bayer hat der HSV die vergangenen sieben Spiele nicht verloren.

"Meine Mannschaft hat viel investiert, nur hat die letzte Durchschlagskraft gefehlt", sagte HSV-Trainer Labbadia. Sein Gegenüber Heynckes sagte mit Blick auf die zahlreichen Abstellungen von Akteuren für Länderspiele in der vergangenen Woche: "Das war vorhersehbar, dass das nicht so ein attraktives Spiel werden würde."

"Für uns war es erst mal wichtig, hinten gut zu stehen. Wir haben nichts zugelassen, aber wir hätten nach vorne sauberer spielen müssen. Wenn wir etwas mutiger gespielt hätten, wären wir auch zu mehr Chancen gekommen", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes.

Bayern ohne Probleme gegen Freiburg

Obwohl seine Mannschaft zuletzt in drei Spielen ohne Tor geblieben war, verzichtete Bayern-Trainer Louis van Gaal erneut auf Mario Gomez. Der Nationalstürmer musste auf der Bank Platz nehmen, dafür kam Weltmeister Luca Toni neben Miroslav Klose zum Einsatz. Toni, der in der 3. Liga Spielpraxis gesammelt hatte, stand erstmals in dieser Spielzeit im Bayern-Kader. Die offensiven Aktivposten Arjen Robben (Reha nach Knie-OP), Franck Ribéry (Verletzung an der Patellasehne) und Ivica Olic (Wadenverletzung) standen van Gaal nicht zur Verfügung.

Dennoch beherrschten die Bayern von der ersten Minute an das Spiel, Freiburg verteidigte aber geschickt und ließ kaum Torchancen zu. Die erste Gelegenheit der Gäste vergab Mittelfeldmann Bastian Schweinsteiger (11.), der nach einer Vorlage von Philipp Lahm am glänzend reagierenden Freiburger Torhüter Simon Pouplin scheiterte.

Anschließend sorgte der Rekordmeister nur noch selten für Gefahr, nicht zuletzt weil die Freiburger Viererkette eine souveräne Leistung lieferte. In der 42. Minute fiel dann aber doch der Führungstreffer für die Gäste. Nach eine Flanke von Klose scheiterte Toni zunächst an Pouplin, den Nachschuss verwertete aber Thomas Müller. Im zweite Durchgang verwalteten die Bayern die Führung und konnten sich dazu über ein Eigentor von Cha freuen. Der Anschlusstreffer durch Freiburgs Stefan Reisinger (90.+1) kam zu spät. "Über das Gegentor am Ende habe ich mich geärgert, das war unnötig. Dennoch bin ich zufrieden", sagte van Gaal.

Kuranyi lässt Schalke in Stuttgart jubeln

Stuttgarts umstrittener Teamchef Markus Babbel entschied sich im Duell mit dem FC Schalke für eine Mittelfeldraute mit Alexander Hleb in der Spielmacherrolle und ließ Kapitän Thomas Hitzlsperger auf der Bank. Babbels Umstellung zeigte zunächst wenig Wirkung, Hleb fehlte die Bindung zu den Stürmern Cacau und Pawel Pogrebnjak. So fehlte es dem VfB in der Offensive an Durchschlagskraft, die wenigen guten Spielzüge ließen kaum Gefahr aufkommen.

Schalke beschränkte sich auf gelegentliche Vorstöße - und konnte in der 24. Minute trotzdem jubeln: Nach einer Flanke von Rafinha legte VfB-Rechtsverteidiger Stefano Celozzi den Ball unglücklich für Rakitic auf, der die unfreiwillige Vorlage zum 0:1 verwertete. Keine 60 Sekunden später hatte Cacau nach einem groben Fehler von Schalkes Mineiro die Chance zum Ausgleich, doch der Nationalspieler verfehlte das Tor.

Erneut Cacau scheiterte wenig später am glänzend reagierenden Schalker Torwart Manuel Neuer, kurz darauf verfehlte Kuzmanovic das Tor per Kopfball knapp. Trotz dieser Offensivbemühungen bedachte das Stuttgarter Publikum die Mannschaft mit lauten Pfiffen. Beinahe hätte Jefferson Farfan kurz vor der Pause für S04 noch erhöht, doch seine beiden Kopfbälle verfehlten das Tor jeweils knapp. Im zweiten Durchgang ließ Cacau Stuttgart mit seinem Treffer wenigstens von einem Punkt träumen (73.), doch ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi ließ diese Hoffnungen mit dem 1:2 umgehend platzen (76.).

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Die neuesten Beiträge:
14.01.2010 von Christian W.:

WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...

14.01.2010 von Polar:

Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...

14.01.2010 von noodl:

Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...

14.01.2010 von le67:

Ottl als Beispiel wäre vielleicht schlecht. Aber bei Gekas sieht es anders aus: Gekas und Skibbe kennen sich sehr gut, Frankfurt ist finanziell und sportlich stärker als Hertha, aber letzendlich ließ man den Abstiegskonkurrent [...] mehr...

14.01.2010 von krafts:

Wenn du meinen Beitrag richtig liest, habe ich von Skepsis und Hoffnung geschrieben. Optmismus hört sich anders an. Worauf du diese Theorie gründest, ist mir ein Rätsel. Was soll an Hecking so negativ sein? Und welche [...] mehr...

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