Hamburg - Der FC Bayern München muss noch längere Zeit auf Franck Ribéry verzichten. Die hartnäckige Patellasehnen-Reizung am Knie des französische Nationalspielers soll erst komplett ausheilen. Diese Entscheidung habe man nach weiteren Untersuchungen des Mittelfeldspielers in Frankreich getroffen, sagte Trainer Louis van Gaal nach der 1:2-Niederlage der Bayern am Mittwochabend in der Champions League bei Girondins Bordeaux. "Das kann einen Monat dauern", so van Gaal - womöglich aber auch noch länger.
Ribéry hat Anfang des Monats beim 0:0 im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln zum letzten Mal gespielt. Die Sehnen-Entzündung hatte ihn schon in der Saisonvorbereitung zur Pause gezwungen. Durch den Ausfall Ribérys wird die Personalsituation beim FC Bayern immer prekärer. Neben Ribéry fehlten zuletzt verletzungsbedingt schon Arjen Robben, Ivica Olic, Edson Braafheid und Breno. Möglicherweise steht Robben aber am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung.
Stuttgarts Trainer Markus Babbel genießt trotz der anhaltenden Negativ-Serie und der Spekulationen um mögliche Nachfolger weiterhin das volle Vertrauen der VfB-Verantwortlichen. Sowohl Manager Horst Heldt als auch Aufsichtsratschef Dieter Hundt haben dem 37-Jährigen vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag bei Hannover 96 das Vertrauen ausgesprochen. Es sei normal, dass in so einer Situation Fragen aufkommen würden, "aber wir beantworten diese klar und eindeutig: Wir vertrauen Markus Babbel", sagte Heldt im "kicker". "Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die positiven Ergebnisse wieder liefern werden. Es gebe deshalb auch kein Ultimatum für den Trainer." Auch Hundt stellte nach dem 1:3 in der Champions League gegen den FC Sevilla fest, dass das Verhältnis zwischen Babbel und der Mannschaft "intakt ist. Es ist nicht so, dass er nicht mehr an die Mannschaft herankommt, im Gegenteil. Ich kann beim besten Willen nicht feststellen, dass es da ein Problem gibt."
Eine Trainerdebatte sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt "unangemessen", sagte Hundt der "Stuttgarter Zeitung": "Die lassen wir nicht zu. Das wäre das Verkehrteste, was wir tun könnten. Aktionismus hilft uns nicht weiter. Wir müssen Ruhe bewahren." Zumal der VfB laut Hundt "den Tiefpunkt überwunden hat. Es geht aufwärts, auch wenn wir noch lange nicht da sind, wo wir sein wollen."
Die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05 haben den Verkauf ihrer Fan-Trikots gestoppt, nachdem diese wegen gefährlicher Weichmacher in den Sponsorenaufdrucken bei der Stiftung Warentest durchgefallen sind. "Mangelhaft" hieß es nach einer Überprüfung der beliebten Hemden. Die Frankfurter und Mainzer nahmen die aktuelle Kollektion umgehend vom Markt und bieten den Fans einen Umtausch an. "Die Untersuchungsergebnisse haben uns überrascht und natürlich aufgeschreckt, so dass wir sofort gehandelt haben", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Frankfurter, Thomas Pröckl, am Donnerstag. Auch die anderen 16 Bundesliga-Vereine schnitten nicht überzeugend ab, gefährden mit ihren Trikots aber zumindest nicht die Gesundheit. Nur wenige Clubs, die mit dem Fanartikel-Verkauf einen Großteil ihrer Merchandising-Einnahmen bestreiten, konnten die Tester überzeugen.
Die weltweit erste Fußball-Liveübertragung in 3D plant der mexikanische TV-Sender Televisa für Sonntag. Die dreidimensionalen Bilder vom Spiel zwischen den einheimischen Spitzenclubs America und CD Guadalajara sollen in Kinos in der Hauptstadt Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara über die Leinwände flimmern. "Die Kinobesucher werden Zeugen, wie Fernsehgeschichte geschrieben wird", sagte Televisa-Geschäftsführer Elias Rodriguez. Die Produktion von Übertragungen in der immer häufiger bei Kinofilmen genutzten 3-D-Technik waren zuletzt Anfang September bei der internationalen Funkausstellung Ifa in Berlin durch den britischen TV-Kanal Sky ins Gespräch gebracht worden. Der Bezahlsender kündigte dabei allerdings lediglich die Aufzeichnung von Europacup-Begegnungen in 3D für einen neuen Sonderkanal an.
met/sid/dpa
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