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27.10.2009
 

Überfall auf Fußball-Fans

Polizei hatte Hinweise auf Neonazi-Randale

Von Jan Reschke und Mike Glindmeier

Ausschreitungen in Leipzig: Attacken mit Holzlatten
Fotos
oberligasued

Nach den Ausschreitungen beim Spiel zwischen dem FSV Brandis und Roter Stern Leipzig hat die Polizei eingeräumt, zumindest Hinweise auf Krawallabsichten der Neonazis gehabt zu haben. Sachsens Polizeipräsident kündigte an, den Fall intern klären zu wollen.

Hamburg - Die Leipziger Polizei hatte schon vor dem Spiel zwischen Roter Stern Leipzig (RSL) und dem FSV Brandis Hinweise auf die sich anbahnende Gewalt erhalten. Bernd Merbitz, Sachsens Polizeipräsident, sagte dem RTL Nachtjournal: "Ja, es gab mal vage Andeutungen, aber nichts Konkretes ... Es ist aber leider nicht an den Punkt gekommen, wo gesagt wurde, es steht eine Eskalation bevor."

Zuvor hatte Michael Hille, Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen, dem Mitteldeutschen Rundfunk noch gesagt: "Eines kann ich Ihnen versichern, und das betrifft nicht nur unsere Direktion, sondern die gesamte sächsische Polizei: Wenn wir Hinweise bekommen für solche Straftaten, Überfälle oder Ähnliches, dann reagieren wir. Da gibt es gar keine andere Frage."

Auch der Sprecher des FSV Brandis, Gerd Große, wies bei RTL darauf hin, die Polizei informiert zu haben. "Der Buschfunk hatte signalisiert, dass sich hier irgendwelche Schlägertrupps angemeldet haben. Wir haben die Polizei verständigt, und wir sind schon enttäuscht darüber, dass so wenig Polizeibeamte im Einsatz waren", so Brandis. Auch Günter Kögler, der Präsident des FSV Brandis bestätigt das. "Der Buschfunk war relativ eindeutig, deswegen haben wir das Gespräch mit der Polizei gesucht und auf die drohenden Gefahren hingewiesen", sagte er der "Welt".


Beim Achtligaspiel des für sein linksgerichtes Fanpotential bekannten Vereins Roter Stern Leipzig im Vorort Brandis hatten etwa 50 teilweise vermummte Rowdys unmittelbar nach Spielbeginn den "Sportplatz der Freundschaft" gestürmt und mit Zaunlatten und Stangen Jagd auf Anhänger von Roter Stern gemacht. Die in die Kritik geratene Polizei war zunächst nur mit einem Streifenwagen vor Ort. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, dass die anwesenden Polizisten zunächst tatenlos zusahen und erst eingriffen, als Verstärkung angerückt war.

Dass die Polizei schon vorab Kenntnis von der Gefahrenlage hatte, bestätigte nun auch Pressesprecher Hille indirekt: "Im Nachhinein muss man einräumen, dass sich die Lage anders dargestellt hat, als wir sie erwartet haben", so Hille zur "Welt". Allerdings erklärte er, dass die Polizei die Entscheidung, auf massive Polizeipräsenz zu verzichten, gemeinsam mit dem ausrichtenden Verein getroffen habe. Doch es scheint, dass es auch innerhalb der Polizei Klärungsbedarf zur Strategie rund um die Partie gibt: "Es sind einige Fragen zu klären, die mich auch intern interessieren", sagte Polizeipräsident Merbitz dem MDR.

Angreifer anzeigen und konkrete Namen nennen

Nun ermittelt die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt. Merbitz hat die eingesetzte Ermittlungsgruppe von acht auf 16 Beamte aufgestockt. Unterstützung sollen die Ermittler durch Fans von Roter Stern Leipzig erhalten. Die wollen die Angreifer anzeigen und konkrete Namen nennen. RSL-Sprecherin Claudia Krobitzsch sagte gegenüber der Leipziger Volkszeitung-Online: "Einige unserer Anhänger haben Neonazis aus Leipzig und Wurzen erkannt."

Auch, wenn es in diesem Fall vielleicht Aufklärungen geben kann, das generelle Problem bleibt bestehen: "Wir haben einfach nicht die Möglichkeiten, einen umfassenden Schutz zu garantieren", so Lutz Mende, Sicherheitsbeauftragter des Sächsischen Fußball-Verbandes gegenüber der "Welt". Auch Geschäftsführer Bernd Kraus sieht einen eingeschränkten Handlungsspielraum: "Wir haben an jedem Wochenende 1000 Spiele in Sachsen, da können wir nicht überall zu 100 Prozent für Sicherheit sorgen."

Mit Material des sid

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30.10.2011 von fussball11:

Deutschland hat das Gewaltproblem wenn es zu Überfällen kommt. Müssen jetzt eigentlich die Raststätten Pächter eine Strafe zahlen weil sich ihre Gäste in die Wolle bekommen. Beim Fußball wird das so gehandhabt. Müssen auf [...] mehr...

30.10.2011 von Christian W.:

Stimmt, immer die gleichen Sprüche. Von Leuten wie dir. Erzähl mal, waren das denn Fans, oder waren es Krawalltouristen? Waren es nur wenige, oder war der Großteil der 60.300 Zuschauer von gestern daran beteiligt? Populistische [...] mehr...

30.10.2011 von Andreas Tombrink:

Randale Randale Randale.... Gestern wieder in Stuttgart, dann auf einem Rastplatz zwischen Dortmund und Bremen Fans. Einen Tag zuvor in Uerdingen und und und.... Da muss die Justiz dann auch ma eine härte Gangart einschalten [...] mehr...

30.10.2011 von RugbyLeaguer: Krank

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29.10.2011 von Schwabenpower:

Abschreckung und Strafe. Harry, sind Sie so etwas wie der Patensohn von Herr Schily? mehr...

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