Hamburg - Die Hauptstadt ist weiter am Tabellenende der Bundesliga zu finden: Hertha BSC Berlin verlor sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln 0:1 (0:0). Die anderen beiden Sonntagspartien verliefen ganz nach dem Geschmack von Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Der Hamburger SV spielte 2:2 (2:1) bei Hannover 96, Werder Bremen im Weserstadion 1:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund.
'Beide Mannschaften haben alles geboten, was den Fußball so attraktiv macht. Wir wollten natürlich gewinnen, aber unter dem Strich geht das Unentschieden absolut in Ordnung", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf nach der Partie. "In der zweiten Halbzeit hat uns mehr und mehr die Ballsicherheit gefehlt, davon haben die Dortmunder profitieren können."
Ein Traumtor von Mesut Özil hatte Werder Bremen gegen Borussia Dortmund nicht zum Sieg gereicht. Die sehenswerte Direktabnahme des Nationalspielers in der 36. Minute nach Flanke von Aaron Hunt konnte Lucas Barrios neun Minuten nach Wiederbeginn zum 1:1- Endstand ausgleichen. Das Remis war das 19. Pflichtspiel der Hanseaten hintereinander ohne Niederlage. Damit wuchs der Rückstand der zweitplatzierten Bremer auf Leverkusen auf drei Punkte an. Der BVB blieb auf fremdem Platz zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, Barrios erzielte im fünften Liga-Spiel nacheinander einen Treffer.
Drei Tage nach dem mühsamen 2:0-Erfolg in der Europa League gegen Austria Wien präsentierte sich Werder auch ohne die verletzten Torsten Frings und Claudio Pizarro mit mehr Spielfreude und phasenweise mit sehenswertem Kombinationsfußball. Aber auch die Gäste trugen vor 34.906 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mit vielen guten Aktionen zu einem überdurchschnittlichen Bundesligaspiel bei.
Hertha seit elf Ligaspielen ohne Sieg
Hertha BSC Berlin wartet nach dem 0:1 gegen Köln nun seit genau drei Monaten sowie elf Ligaspielen auf einen Sieg. Mit nur vier Punkten aus zwölf Spielen bleiben die Berliner abgeschlagenes Schlusslicht. Das Tor des Tages erzielte Milivoje Novakovic in der 79. Minute nach einem Freistoß von Lukas Podolski.
"Das ist ganz, ganz bitter. Wir liegen im Moment am Boden, aber wir werden wieder aufstehen", sagte Hertha-Coach Friedhelm Funkel nach dem Spiel.
Drei Tage nach dem 3:2-Auswärtserfolg in der Europa League beim SC Heerenveen knüpfte Hertha vor 48.623 Zuschauern im Olympiastadion wieder an die schwachen Auftritte der Vorwochen an und enttäuschte vor allem im Angriff. Die lange Zeit harmlosen Kölner, die bis zum Tor so gut wie keine Offensivaktionen zeigten, verschafften sich durch den zweiten Auswärtssieg der Saison mit zwölf Punkten etwas Luft im Tabellenkeller.
Chancen blieben während der gesamten Begegnung Mangelware. Das Geschehen spielte sich vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Bei den Gästen konnte Nationalspieler Podolski, der wieder im Sturmzentrum neben Kapitän Novakovic spielte, bis zu seinem Freistoß vor dem Führungstreffer kaum Akzente setzen und enttäuschte erneut. Der Gastgeber tat sich trotz offensiver Aufstellung in der Spieleröffnung schwer. Pech hatte die Hertha, als der Brasilianer Raffael in der besten Szene des Spiels innerhalb weniger Sekunden zwei Mal nur den Pfosten traf.
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