Hamburg/Hannover - "Wir dachten, wir schaffen alles. Wir dachten, mit Liebe geht das. Aber manchmal schafft man doch nicht alles", sagte Enkes Witwe Teresa auf der Pressekonferenz des Vereins zum Suizid von Robert Enke. Enke habe seine Krankheit geheim halten wollen, um sein Privatleben zu schützen und seine Karriere als Fußball-Profi nicht zu gefährden. "Ich habe versucht, für ihn da zu sein", sagte Teresa Enke. Die junge Frau, ganz in Schwarz gekleidet, saß auf dem Podium mit dem Pressesprecher von Hannover 96.
2006 war die herzkranke Tochter Lara im Alter von zwei Jahren gestorben. Robert Enke habe große Sorge gehabt, aufgrund seiner Erkrankung das Sorgerecht für die im Mai adoptierte Leila zu verlieren. "Die Angst auch, dass man Leila verliert, wenn man einen depressiven Vater hat", sagte Teresa Enke mit stockender Stimme. Sie habe ihrem Mann immer versucht, die Angst zu nehmen, aber das sei nicht gelungen, sagte sie über die immer wiederkehrenden depressiven Phasen.
Der Kölner Mediziner sagte, er habe den Fußballer erstmals 2003 in seiner Praxis behandelt, als Enke bei seinen Engagements im Ausland unter Versagensängsten gelitten habe. Enkes Zustand habe sich dann stabilisiert. Anfang Oktober habe sich der Sportler wieder bei ihm gemeldet, weil er im Zuge einer Infektion zunehmend in eine Krise geraten sei. Enke pausierte insgesamt neun Wochen und war erst am vergangenen Spieltag ins Tor von Hannover 96 zurückgekehrt.
In seinem Abschiedsbrief bei Angehörigen und Ärzten entschuldigt
Enke habe es abgelehnt, sich in stationäre Behandlung zu begeben. Noch am Tag seines Selbstmords habe er sich so gegenüber dem Chefarzt einer Klinik geäußert. In seinem Abschiedsbrief habe Enke sich bei Angehörigen und Ärzten dafür entschuldigt, dass er sie über seinen wahren Zustand getäuscht habe.
Enkes Verein Hannover 96 stellte es seinen Spielern frei, das Training bis zum Wochenende zu besuchen. Die Mannschaft werde in den kommenden Tagen nur "individuelles Training" absolvieren und erst ab Montag in den geregelten Übungsbetrieb zurückkehren, erklärte die Clubführung.
jul/jar/sid/dpa/AP
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Dem kann ich nur voll zustimmen. Und noch eins: Jeder hat ein Recht auf seine Trauer. Von Frau Enke bis zum letzten Fan. Und wie berechtigt dies sei oder wie intensiv oder aus welcher Motivation heraus diese erlebt wird, ist [...] mehr...
Ob es der Robert so gewollt hätte ist erst mal Egal. Es war der Wunsch seiner Frau, die Ihren Mann wohl besser kannte als alle anderen. Und der Wunsch der Frau ist Kommentarlos zu repektieren!!! Und diejenigendie Trauerfeier [...] mehr...
Danke für diesen Beitrag. Ich habe die Trauerfeier am TV verfolgt. Vorab hatte ich auch ein ungutes Gefühl ob eventueller Entgleisungen. Diese Befürchtung war unbegründet. Die Entscheidung der Familie und des Vereins, diese Form [...] mehr...
Erstaunlich, wieviele Menschen hier im Forum sich äußern, die Zugführer kennen, die wie verzweifelt in einem Käfig hin und her laufen. Und wieviele schon oft an zerfetzten Leichen vorbeigefahren sind. Wem wollen Sie den Ihren [...] mehr...
Ich schliesse mich diesem Beitrag an. mehr...
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