Mittwoch, 10. Februar 2010

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WM-Qualifikation 2010

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14.11.2009
 

WM-Playoffs

Glückliche Siege für Frankreich und Portugal

Frankreichs Anelka (r.): Einziger Torschütze in Dublin
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AFP

Frankreichs Anelka (r.): Einziger Torschütze in Dublin

Knappe Erfolge: Frankreich hat in den WM-Playoffs durch einen Treffer von Nicolas Anelka in Irland gewonnen, Portugal bezwang Bosnien-Herzegowina. Griechenland und die Ukraine trennten sich torlos. Nun steht die Elf von Trainer Otto Rehhagel vor dem Rückspiel unter Druck.

Hamburg - Frankreich ist der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika durch einen schmeichelhaften Sieg in Irland ein großes Stück nähergekommen. Die Elf des umstrittenen Trainers Raymond Domenech siegte durch einen Treffer von Angreifer Nicolas Anelka im Playoff-Hinspiel glücklich 1:0 (0:0), konnte dabei aber nicht überzeugen. Dennoch haben die ohne den verletzten Franck Ribéry vom FC Bayern München angetretenen Franzosen vor dem Rückspiel am Mittwoch in Paris nun gute Chancen auf ihre 13. WM-Teilnahme.

Vor 71.430 Zuschauern im Dubliner Croke Park machten die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren dem Favoriten aus Frankreich mit großem Einsatz und Laufbereitschaft das Leben schwer. Die technisch versierteren Franzosen, die in der Gruppenphase hinter Serbien den zweiten Platz belegt hatten, präsentierten sich dagegen einfallslos und kamen kaum zu guten Chancen.

Anelka erzielte den Siegtreffer in der 72. Minute. Irlands Abwehrspieler Sean St. Ledger fälschte einen Distanzschuss des Chelsea-Stürmers ab - vom Innenpfosten flog der Ball unerreichbar für Torhüter Shay Given ins Netz. Die Trapattoni-Elf hatte zuvor einige gute Möglichkeiten vergeben und drängte in der Schlussphase vergeblich auf den Ausgleich.

Irland konnte sich bislang dreimal für eine WM qualifizieren, letztmals 2002 für das Turnier in Japan und Südkorea.

Bruno Alves köpft Portugal zum Sieg, Edin Dzeko an die Latte

Portugal hat einen großen Schritt in Richtung Südafrika gemacht. Die Portugiesen gewannen gegen Bosnien-Herzegowina 1:0 (1:0) und schufen sich damit eine gute Ausgangssituation für die zweite Partie am Mittwoch in Zenica. Bruno Alves erzielte in der 31. Minute mit einem Kopfball nach einer Flanke von Nani das Tor für die Gastgeber, die auf den verletzten Cristiano Ronaldo verzichten mussten.

Danach dominierten über weite Strecken die Bosnier. Der Hoffenheimer Angreifer Vedad Ibisevic hatte nur drei Minuten später mit einem Seitfallzieher aus fünf Metern die Chance zum Ausgleich. Kurz vor der Pause traf Senijad Ibricic mit einem Kopfball die Latte (43.). Nach dem Seitenwechsel drängte zunächst Portugal auf die Vorentscheidung. Liedson (57.) und Deco (58.) hatten die besten Möglichkeiten.

In der Schlussphase verstärkten die Bosnier, die in den Hoffenheimern Ibisevic und Sejad Salihovic sowie den Wolfsburgern Zvjezdan Misimovic und Edin Dzeko vier Bundesliga-Profis aufboten, noch einmal ihre Angriffsbemühungen. Dzeko verfehlte nur knapp das Tor (77. ), kurz vor Schluss trafen der VfL-Stürmer und Zlatan Muslimovic noch Latte und Pfosten (89.).

Trostloses Remis zwischen Griechenland und der Ukraine

Griechenlands Fußballer müssen um die WM-Teilnahme bangen. Die von Otto Rehhagel betreute Mannschaft kam am Samstagabend in Athen im Playoff-Hinspiel gegen die Ukraine über ein torloses Unentschieden nicht hinaus.

Damit steht der Europameister von 2004 im Rückspiel am Mittwoch in Donezk (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) vor dem Aus. Die Griechen boten 40.000 Zuschauern im Athener Olympiastadion eine ideenlose Vorstellung. Die Gäste um den Münchner Bundesliga-Profi Anatoli Timoschtschuk überzeugten durch eine kluge Raumaufteilung und eine stabile Defensive.

Rehhagels Team um den Leverkusener Theofanis Gekas hatte durch einen Kopfball des Ex-Frankfurters Sotirios Kyrgiakos in der Nachspielzeit die beste Torchance. In der ersten Halbzeit war ein Treffer von Gekas wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt worden.

Spätes Tor lässt Slowenien hoffen

Ein später Gegentreffer lässt Russland um die zehnte WM-Teilnahme zittern. Der deutsche Gruppengegner kam im Playoff-Hinspiel zur WM-Qualifikation nicht über ein 2:1 (1:0) gegen Slowenien hinaus. Nejc Pecnik gelang drei Minuten vor Schluss der wichtige Anschlusstreffer für Slowenien. Damit kann sich der Außenseiter bereits mit einem 1:0 am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Rückspiel für die WM-Endrunde qualifizieren.

Lange Zeit hatte es für die Russen glänzend ausgesehen, nachdem Dinijar Biljaletdinow (40. und 51.) zweimal getroffen hatte. Sollten sich die Russen qualifizieren, würde Nationaltrainer Guus Hiddink zum vierten Mal in Folge an einer WM teilnehmen: 1998 mit seinem Heimatland Niederlande, 2002 mit Südkorea und 2006 mit Australien. Russland hatte in der Gruppenphase der WM-Qualifikation hinter Vize-Europameister Deutschland den zweiten Platz belegt, die Slowenen waren ihrerseits gegen die Slowakei im Hintertreffen.

75.000 Zuschauer sahen im ausverkauften Luschniki-Park über weite Strecken einen Klassenunterschied. Die Gastgeber waren überlegen und bestimmten angeführt von ihrem starken Spielmacher Andrej Arschawin Ball und Gegner. Die Slowenen, bei denen die beiden Kölner Bundesligaprofis Milivoje Novakovic und Miso Brecko zum Einsatz kamen, wahrten aber durch den Treffer des erst kurz zuvor eingewechselten Pecnik drei Minuten vor Schluss ihre Chancen.

Russland hatte sich zuletzt 2002 für eine WM qualifiziert. Slowenien war ebenfalls 2002 in Japan und Südkorea letztmals WM-Teilnehmer.

ulz/wit/sid/dpa

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QUALIFIKATIONS-PLAYOFFS ZUR WM 2010

Vier europäische Startplätze sind für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika noch zu vergeben.


Die Playoff-Hinspiele im Überblick:
Irland - Frankreich 0:1
Portugal - Bosnien-Herzegowina 1:0
Griechenland - Ukraine 0:0
Russland - Slowenien 2:1

Die Rückspiele finden am 18. November statt.


Das weitere Playoff-Hinspiel:
Costa Rica - Uruguay 0:1

Das Rückspiel findet am 18. November statt.


Entscheidungsspiel des afrikanischen Verbandes Caf:
Ägypten - Algerien

Das Spiel findet am 18. November statt.


TEILNEHMER WM 2010

25 Länder haben sich schon neben WM-Gastgeber Südafrika qualifiziert.

ASIEN (4)

- Australien

- Japan

- Nordkorea

- Südkorea

EUROPA (9)

- Deutschland

- Niederlande

- England

- Spanien

- Dänemark

- Serbien

- Italien

- Schweiz

- Slowakei

SÜDAMERIKA (4)

- Brasilien

- Paraguay

- Chile

- Argentinien

AFRIKA (5)

- Südafrika

- Ghana

- Elfenbeinküste

- Nigeria

- Kamerun

AMERIKA (3)

- Mexiko

- USA

- Honduras

Ozeanien (1)

- Neuseeland

WM-QUALIFIKATION 2010

AFP

Auf dem Weg zur WM 2010 nach Südafrika: 13 Teilnehmer aus Europa werden in neun Gruppen ermittelt.

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