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15.11.2009
 

Enke-Berater kritisiert Daum

"Das ist sehr beschämend"

Enke-Berater Neblung: "Die Fakten sind andere"Zur Großansicht
Getty Images

Enke-Berater Neblung: "Die Fakten sind andere"

Jörg Neblung, Berater von Robert Enke, hat Christoph Daum wegen dessen Aussagen über den verstorbenen Nationaltorwart kritisiert. Hannover-96-Präsident Martin Kind hält ein Umdenken im Profifußball für schwierig.

Hamburg - "Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahçe Istanbul", sagte Jörg Neblung, Berater und guter Freund von Robert Enke, der "Welt am Sonntag". Enke hatte sich am Dienstag offenbar infolge von starken Depressionen das Leben genommen.

Daum, der Enke bei Fenerbahçe trainierte, hatte in einem Interview behauptet, er wäre bereits seit 2003 über die schweren Depressionen des Torhüters informiert gewesen. "Das ist sehr beschämend, denn die Fakten sind andere", sagte Neblung, der sich "zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter darüber auslassen" wollte.

Hannovers Präsident Martin Kind hält ein Umdenken im Profifußball als Folge des Suizids von Enke für schwierig. "Bei Robert hätte es nach all dem, was ich erfahren habe, nicht viel anders laufen können", sagte der Club-Chef des Bundesligisten Hannover 96 dem "Focus". "Dieser Sport ist sehr leistungsorientiert." Das führe dazu, dass er "Spieler hervorbringt, die sich ausschließlich an Leistungen messen". Das lasse sich nur schwer ändern. Die Profi-Fußballer hätten das verinnerlicht.

Enke habe ein "Doppelleben" geführt, sagte Kind weiter, "mit unglaublicher Konsequenz." Obwohl er ein gutes Vertrauensverhältnis zu ihm entwickelt habe, habe er nichts geahnt. "Hinterher fragt man sich, wie konnte das passieren, dass niemand etwas mitbekam?"

Was bleibe, sei ein "Gefühl von Ohnmacht, auch in der Mannschaft". Die Profis von Hannover seien "völlig niedergeschlagen". Die meisten würden erstmals so unmittelbar mit dem Tod konfrontiert. Der Verein habe jedem Spieler angeboten, mit einem Seelsorger oder Psychologen zu sprechen. Es gehe darum, den "Druck von den Spielern zu nehmen, damit sie eine gewisse Distanz zu den Dingen aufbauen können".


jar/dpa/AP

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insgesamt 1431 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
17.11.2009 von mac4ever: Recht auf Trauer

Dem kann ich nur voll zustimmen. Und noch eins: Jeder hat ein Recht auf seine Trauer. Von Frau Enke bis zum letzten Fan. Und wie berechtigt dies sei oder wie intensiv oder aus welcher Motivation heraus diese erlebt wird, ist [...] mehr...

16.11.2009 von Peter Gabriel:

Ob es der Robert so gewollt hätte ist erst mal Egal. Es war der Wunsch seiner Frau, die Ihren Mann wohl besser kannte als alle anderen. Und der Wunsch der Frau ist Kommentarlos zu repektieren!!! Und diejenigendie Trauerfeier [...] mehr...

16.11.2009 von aqualung:

Danke für diesen Beitrag. Ich habe die Trauerfeier am TV verfolgt. Vorab hatte ich auch ein ungutes Gefühl ob eventueller Entgleisungen. Diese Befürchtung war unbegründet. Die Entscheidung der Familie und des Vereins, diese Form [...] mehr...

16.11.2009 von jasyd:

Erstaunlich, wieviele Menschen hier im Forum sich äußern, die Zugführer kennen, die wie verzweifelt in einem Käfig hin und her laufen. Und wieviele schon oft an zerfetzten Leichen vorbeigefahren sind. Wem wollen Sie den Ihren [...] mehr...

16.11.2009 von aqualung:

Ich schliesse mich diesem Beitrag an. mehr...

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Heft 47/2009:
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Traueranzeigen zum Gedenken an Robert Enke...

...von seiner Frau Teresa Enke

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."

"In ewiger Liebe - Teresa, Leila und Dein kleiner Engel".

...von der Nationalmannschaft

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Depressionen

Krankheit und Verbreitung

Depressionen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Nach epidemiologischen Studien erkranken etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer Depression. Gemeint sind damit nicht leichte Verstimmungen, sondern Depressionen, die behandelt werden müssen.

Geschieht dies nicht, können die Folgen dramatisch sein: Depressionen zählen in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit und werden für die Mehrzahl der rund zehntausend jährlichen Suizide verantwortlich gemacht.

Ursachen und Formen

Symptome

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