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21.11.2009
 

Kurzpässe

Wenger und Zwanziger verteidigen Henry

Franzose Henry: Prominente Unterstützer in Deutschland und England
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dpa

Franzose Henry: Prominente Unterstützer in Deutschland und England

Arsenals Trainer Arsène Wenger und DFB-Präsident Theo Zwanziger haben Thierry Henry nach dessen Handballeinlage im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Schutz genommen. Bayern-Manager Uli Hoeneß besteht auf die Rückkehr von Talent Toni Kroos. In Basel gab es heftige Randale.

Hamburg - Wenger hat den nach seinem Handspiel in die Kritik geratenen französischen Kapitän Henry verteidigt. "Der Fußball und der Sport sind voll von Helden die zehnmal mehr als Thierry betrogen haben", sagte der Coach vom FC Arsenal, der den heute beim FC Barcelona beschäftigten Henry lange betreut hatte: "Die Leute, die Schiedsrichter kaufen oder Drogen nehmen sind die wahren Betrüger. Henry hat Jahre ehrlichen Verhaltens hinter sich, es ist ungerecht, wie ihn die Leute attackieren."

Henry hatte am Mittwoch im Playoff-Rückspiel gegen Irland vor dem entscheidenden 1:1 den Ball mit der Hand gespielt und sich anschließend für ein Wiederholungsspiel ausgesprochen. Der Fußball-Weltverband Fifa erklärte daraufhin am Freitag, "dass das Spielergebnis nicht abgeändert und das Spiel nicht wiederholt werden kann". Die vom Schiedsrichter getroffene Entscheidung sei endgültig.

Auch DFB-Präsident Zwanziger äußerte Verständnis für Henry. "Er hat betrogen. Das ist Betrug", sagte Zwanziger: "Ich weiß aber nicht, ob die Franzosen geklatscht hätten, wenn Henry zum Schiedsrichter gegangen wäre und das Handspiel zugegeben hätte." Gleichzeitig forderte er zur Zurückhaltung in der Beurteilung von Henrys Aktion auf: "Fairplay ist einfach, wenn es um nichts geht. Wir haben nicht das Recht zu sagen, was er hätte tun sollen, ohne dass wir uns selbst in so einer Situation befunden haben."

Weniger diplomatisch hat Frankreichs Ex-Star Eric Cantona die Skandalszene kommentiert: "Mich hat nicht so sehr das Handspiel geschockt - vielmehr die Reaktion Henrys nach der Begegnung. Da setzt er sich hin und tröstet irische Spieler, die er nur Minuten zuvor betrogen hat. Wenn ich Ire gewesen wäre, hätte er keine drei Sekunden bei mir gestanden."

Hoeneß will Kroos zurück

Bayern-Manager Hoeneß hat ein Machtwort im Fall Toni Kroos gesprochen und die Rückkehr des Jungstars zum FC Bayern München verfügt. "Toni Kroos ist unser Spieler. Er hat einen Vertrag ab 1. Juli 2010", sagte Hoeneß der "Bild"-Zeitung. Der Rekordmeister hat den bis 2012 unter Vertrag stehenden Mittelfeldspieler in dieser Saison an Liga-Konkurrent Bayer Leverkusen ausgeliehen, gegen den die Bayern am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) antreten müssen.

Leverkusens Coach Jupp Heynckes will den mit drei Toren in zwölf Spielen zuletzt überzeugenden Kroos jedoch länger in seinem Team behalten: "Bayern und Kroos wären gut beraten, wenn er noch ein Jahr bliebe. Hier bekommt er Spielpraxis, kann sich weiterentwickeln." Bei Bayern sei es als junger Spieler immer schwieriger, weil man ständig Top-Leistungen abliefern müsse: "Aber wenn Bayern ihn zurück will, geht kein Weg daran vorbei."

Bei Ausschreitungen rund um das Achtelfinalspiel im Fußball-Cup der Schweiz zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich sind am Freitagabend 25 Menschen verletzt worden. Wie die Agentur sda berichtete, hatten Zürich-Anhänger schon vor dem Spiel das Inventar im Gästesektor des Stadions demoliert. Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot ein, zwei Hooligans wurden festgenommen. Nach dem Spiel verhinderte die Polizei Zusammenstöße der Baseler und Züricher Fangruppen. Die Partie endete mit einem 4:2 (1:1)-Sieg des FC Basel.

mig/sid/dpa

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