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24.11.2009
 

FC Bayern

Hoeneß will weiter mit van Gaal arbeiten, Toni nicht

Bayern-Entscheider van Gaal (l.), Hoeneß: "Situation gemeinsam analysiert"Zur Großansicht
Getty Images

Bayern-Entscheider van Gaal (l.), Hoeneß: "Situation gemeinsam analysiert"

Polarisierender Trainer: Bayern-Manager Uli Hoeneß hat eine Entlassung von Coach Louis van Gaal vorerst ausgeschlossen. Stürmer Luca Toni hingegen sieht das Verhältnis zu dem Niederländer als "so gut wie am Ende". Der italienische Nationalspieler strebt weiter einen Wechsel in sein Heimatland an.

Hamburg - "Wir haben das Thema einer Entlassung van Gaals intern nicht diskutiert", sagte Honeß am Montagabend in der Sendung "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Fernsehen. "Wir haben mit dem Trainer gemeinsam die Situation analysiert. Wir haben ihm unsere volle Unterstützung zugesichert und werden gemeinsam in aller Ruhe versuchen, die Probleme zu lösen."

Der Manager beschwerte sich vor der Champions-League-Partie gegen Maccabi Haifa am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zudem über den öffentlichen Druck auf den Coach. "Wie die Spekulationen in letzter Zeit Blüten treiben, das ist furchtbar. Der Druck, der von den Medien auf Verein, Spieler und Trainer aufgebaut wird, der ist teilweise nicht zu ertragen", sagte er, gab aber auch Fehler auf Seiten des Clubs zu: "Wir alle, im Verein und die Medien, sind viel zu ungeduldig, was die Mannschaft anbelangt." Hoeneß selbst hatte die Diskussionen durch öffentliche Kritik angeheizt.

Auch bei sich persönlich sieht der Manager Verbesserungsbedarf: "Natürlich macht jeder in seinem Beruf mal Fehler, und sicherlich hat der eine oder andere Transfer nicht gleich so funktioniert. Auf der anderen Seite wundere ich mich manchmal über die Schnelllebigkeit bei der Bewertung von Menschen", sagte der 57-Jährige. Hoeneß wird am Freitag auf der Jahreshauptversammlung des Vereins seine Tätigkeit als Manager beenden und Franz Beckenbauer als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender nachfolgen.

In der Champions League steht der FC Bayern vor dem Aus, in der Liga derzeit nur auf dem siebten Platz.

Toni sieht Verhältnis zu van Gaal als "so gut wie am Ende"

Stürmer Luca Toni sieht für eine Zusammenarbeit mit van Gaal keine Zukunft mehr. "Seit vier Monaten habe ich Probleme mit ihm. Alles hat seine Grenzen. Unser Verhältnis ist so gut wie am Ende", sagte der 32-Jährige dem italienischen Fernsehsender "RAI 3". Zwischen dem Nationalspieler und dem niederländischen Coach gibt es seit Wochen Meinungsverschiedenheiten.

Der jüngste Streit entzündete sich nach der Auswechslung Tonis zur Halbzeitpause im Bundesligaspiel gegen Schalke 04 (1:1). Der Stürmer verließ daraufhin das Stadion und war von den Bayern mit einer Geldstrafe belegt worden. Beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende stand Toni aufgrund einer Leistenzerrung nicht im Kader.

Auch seinen schon früher geäußerten Wunsch, zu einer italienischen Mannschaft zu wechseln, wiederholte er: "Ich würde gerne nach Italien zurückkehren, um die Tore zu schießen, die mich in die Nationalmannschaft zurückbringen. Von den derzeit aktiven Stürmern bin ich immer noch derjenige, der die meisten Tore in der Nationalelf geschossen hat", sagte Toni der "Gazzetta dello Sport".

bka/sid/dpa

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