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28.11.2009
 

Fußball-Bundesliga

Schalke patzt in Gladbach, Bremen erobert Tabellenspitze

14. Bundesliga-Spieltag: Neuer düpiert, Elia im Pech
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ddp

Schalke unterlag in Mönchengladbach und verpasste die Tabellenführung. Bremen konnte gegen Wolfsburg den Ausgleich in der Nachspielzeit bejubeln - und liegt damit vorerst an der Spitze. Hamburg sicherte sich ein Remis in Mainz. Freiburg, Frankfurt und Dortmund siegten auf fremdem Platz.

Hamburg - Ein früher Treffer von Marco Reus reichte Borussia Mönchengladbach im Spiel gegen Schalke. Das Team von Felix Magath verlor 0:1 (0:1) und verpasste den Sprung an die Tabellenspitze. Dort steht nach einem 2:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg Werder Bremen. Verteidiger Per Mertesacker rettete das Remis durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Hamburg musste gegen Mainz spät den Ausgleichstreffer hinnehmen, am Ende stand es 1:1 (0:1).

In Hoffenheim erkämpfte Dortmund einen 2:1 (1:0)-Erfolg, auch Freiburg gewann in Nürnberg 1:0 (1:0). Für den Tabellenletzten Hertha BSC wird die Situation im Abstiegskampf nach der 1:3 (0:1)-Heimpleite gegen Frankfurt immer bedrohlicher.

Borussia Mönchengladbach erwischte gegen Schalke 04 den deutlich besseren Start. Vor 54.057 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park brachte Reus die Gastgeber bereits in der fünften Minute in Führung. Nach einem langen Pass von Innenverteidiger Dante legte Juan Arango den Ball quer und Reus hatte wenig Mühe, sein drittes Saisontor zu erzielen.

"Es zeichnet uns aus, dass wir an uns glauben. Wir wollten mit der gleichen Aggressivität wie zuletzt spielen, und das ist uns gelungen", freute sich Reus nach dem Schlusspfiff.

Auch in der Folge offenbarte die Schalker Innenverteidigung um Marcelo Bordon und Benedikt Höwedes Schwächen bei langen Bällen. Daraus konnte die Borussia aber zunächst kein weiteres Kapital schlagen. Auch im Offensivspiel taten sich die Gäste aus Gelsenkirchen schwer. Erst in der 28. Minute sorgte Angreifer Kevin Kuranyi für Torgefahr. Seinen von Dante leicht abgefälschten Schuss parierte Torwart Logan Bailly aber sicher. In der 36. Minute traf Kuranyi aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig und verfehlte das Tor.

In der zweiten Halbzeit kam zwar Schalke immer besser ins Spiel, gefährliche Torchancen blieben aber selten. Gladbach verlegte sich aufs Kontern, spielte die Angriffe aber nicht effektiv aus. Kurz vor Ende der Partie verpasste Rafinha mit einem Distanzschuss den Ausgleich.

"Es war ein sehr enges, sehr kampfbetontes Spiel. Meine Mannschaft hat nicht viel zugelassen, wir haben gegen den Ball sehr, sehr gut gespielt", sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck nach dem Erfolg seines Teams. "Der Sieg war letzendlich verdient, aber hart erkämpft. Es war für uns kein Nachteil, nach fünf Minuten 1:0 zu führen", so Frontzeck weiter.

Bremen rettet einen Punkt in der Nachspielzeit

Werder erwischte vor 30.000 Zuschauern im Weserstadion den besseren Start und hätte schon nach fünf Minuten in Führung gehen können. Der Portugiese Hugo Almeida kam nach einer Flanke von Kapitän Torsten Frings zum Kopfball und zwang VfL-Torhüter Diego Benaglio zu einer Parade. Die Wolfsburger zogen sich in der Folge häufig in die eigene Hälfte zurück, wären aber in der 26. Minute beinahe in Führung gegangen. Mit einem Hackentrick hebelte Karim Ziani die Deckung des deutschen Pokalsiegers aus, Grafite scheiterte aus kurzer Distanz an Werder-Torwart Tim Wiese.

In der 38. Minute prüfte U21-Europameister Sebastian Boenisch Benaglio mit einem Distanzschuss. Vier Minuten vor der Pause ging der Meister in Führung. Torjäger Edin Dzeko, der zuletzt Ende September in der Bundesliga getroffen hatte, düpierte im Strafraum die Bremer Abwehr und ließ Wiese bei seinem platzierten Schuss keine Abwehrchance.

Nach dem Ausgleich durch Almeida (62.) erhöhte Dzeko in der 85. Minute erneut für Wolfsburg. Als es schon danach aussah, als sollte Bremens Serie von 21 Spielen in Folge ohne Niederlage reißen, war Mertesacker zur Stelle und sorgte mit seinem Treffer doch noch für den Punktgewinn.

"Wir waren diesmal zu nachlässig in der Abwehr und haben es dadurch dem Gegner zu leicht gemacht. Es waren genug Chancen da, dieses Spiel besser für uns zu gestalten. Gefehlt hat diesmal vor allem die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf nach der Partie.

Später Treffer für Mainz gegen Hamburg

Mainz, bis zum 14. Spieltag heimstärkste Mannschaft der Bundesliga, begann gegen den Hamburger SV engagiert. Bereits nach 105 Sekunden hatte FSV-Angreifer Aristide Bancé nach Pass von Andreas Ivanschitz die Chance zur Führung, sein Schuss landete jedoch am rechten Pfosten. Im direkten Gegenzug sorgte Tunay Torun mit seinem ersten Bundesligator freistehend für die 1:0-Führung des HSV (3.).

Im Anschluss folgten zunächst zahlreiche Angriffe der Gastgeber, echte Torchancen blieben aber aus. Der HSV zog sich dagegen zurück, bemühte sich um Spielkontrolle und setzte auf schnelle Konter. Schon nach 16 Minuten musste Eljero Elia verletzt vom Platz. Torun scheiterte in der 21. Minute aus guter Position an FSV-Keeper Heinz Müller. Auf der anderen Seite konnte Bancé freistehend HSV-Schlussmann Frank Rost nicht überwinden.

Im zweiten Durchgang verflachte die Begegnung. Die Hamburger standen defensiv sehr sicher und ließen die 05er zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Auf der anderen Seite konnten sich die Norddeutschen im Angriff aber genauso selten druchsetzen und verpassten eine vorzeitige Entscheidung. Erst 20 Minuten vor dem Ende kam wieder etwas Schwung in die Partie. André Schürrle schlenzte den Ball für die Mainzer aus halblinker Position aber am HSV-Tor vorbei. In der Folgezeit verstärkten die Mainzer noch einmal ihre Offensivbemühungen und wurden durch den Treffer von Tim Hoogland (84.) mit einem Punkt belohnt.

Freiburger Erfolg gegen den "Club"

In Nürnberg waren die Gäste aus Freiburg in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. Der SC profitierte dabei von Nachlässigkeiten der Nürnberger, die die erste Chance des SC zuließen: Doch Keeper Alexander Stephan, der sein Ligadebüt feierte, parierte den Kopfball von Mohamadou Idrissou (7.). Machtlos war der Torwart kurz darauf, als Stefan Reisinger nach einer Kopfballvorlage von Idrissou zur Stelle war und den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 für Freiburg über die Linie drückte (12.). Nach dem Rückstand entwickelte der FC etwas mehr Druck, die beste Chance vor der Pause vergab Peer Kluge (43.), der aus aussichtsreicher Position scheiterte.

Die Freiburger mit dem Ex-Nürnberger Ivica Banovic als Dreh- und Angelpunkt beschränkten sich aufs Kontern, wobei ihnen die Fehlpässe der Franken entgegenkamen. Auch Nürnbergs letzter Joker Marek Mintal, der für den schwachen Daniel Gygax (74.) auflief, konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. Eine Minute vor Spielende traf Choupo-Moting per Kopfball nur die Torlatte.

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14.01.2010 von Christian W.:

WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...

14.01.2010 von Polar:

Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...

14.01.2010 von noodl:

Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...

14.01.2010 von le67:

Ottl als Beispiel wäre vielleicht schlecht. Aber bei Gekas sieht es anders aus: Gekas und Skibbe kennen sich sehr gut, Frankfurt ist finanziell und sportlich stärker als Hertha, aber letzendlich ließ man den Abstiegskonkurrent [...] mehr...

14.01.2010 von krafts:

Wenn du meinen Beitrag richtig liest, habe ich von Skepsis und Hoffnung geschrieben. Optmismus hört sich anders an. Worauf du diese Theorie gründest, ist mir ein Rätsel. Was soll an Hecking so negativ sein? Und welche [...] mehr...

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