Hamburg - Kuranyi mit seinem 100. Bundesligator und Rafinha mit einem vewandelten Elfmeter in der Nachspielzeit haben Schalke näher an die Spitze der Bundesliga geführt. Kuranyis Kopfballtreffer in der 59. Minute und Rafinhas erster Saisontreffer (90.+2) sicherten den 2:0 (0:0)-Sieg gegen Schlusslicht Hertha BSC. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath verkürzte damit den Rückstand auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen auf drei Punkte - und zog nach Zählern mit dem Tabellenzweiten Werder Bremen, das beim 1. FC Köln 0:0 spielte, gleich (je 28 Punkte).
Für die Berliner wird die Situation im Tabellenkeller immer prekärer. Mit fünf Punkten nach 15 Spieltagen ist die Hertha der schlechteste Bundesliga-Club, seit Tasmania Berlin im Jahr 1965 im gleichen Zeitraum nur vier Zähler holte. Nach 14 Spielen in Folge ohne Sieg beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz bereits sieben Punkte.
"Ich bin froh, dass die Mannschaft das Spiel noch gewonnen hat, denn die Berliner haben das gut gemacht und wir lange kein Mittel gefunden", sagte S04-Trainer Felix Magath. "Ich wollte in der ersten Halbzeit über die Flügel spielen. Das hat nicht so gefruchtet. Danach habe ich es mit einer zweiten Spitze probiert. Das war dann ein bisschen besser." Sein Gegenüber Funkel war dagegen sauer über die Leistung des Schiedsrichters: "Schalke hätte nie ein Tor geschossen, wenn das Abseitstor nicht gegeben worden wäre. Solche Entscheidungen sind sehr fragwürdig."
Kuranyis Tor war umstritten, denn der Stürmer traf nach Kopfballvorlage von Abwehrchef Marcelo Bordon aus abseitsverdächtiger Position. Der Jubiläumstreffer des 27-Jährigen überdeckte große spielerische Mängel bei den Schalkern, die sich gegen ganz auf die Defensive bedachte Berliner sehr schwer taten. Ivan Rakitic, der einmal mehr von Magath eine Chance auf der Spielmacherposition erhielt, konnte keine Akzente setzen.
Kuranyi hätte schon in der ersten Hälfte die Führung erzielen können
So fiel den Schalkern vor 60.801 Zuschauern gegen die Abwehr der Berliner wenig ein, Torchancen waren selten. Dabei hätte Kuranyi die Gelsenkirchener schon früher in Führung bringen können. Nach einem Querschläger in der Berliner Hintermannschaft scheiterte er aus kurzer Distanz an Torhüter Jaroslav Drobny (19.), dann setzte er einen Kopfball knapp neben das Tor (23.).
Die Berliner, die auf ihren gelb-gesperrten Kapitän Arne Friedrich verzichten mussten, hatten so in der Innenverteidigung mit Steve von Bergen, der den Elfmeter gegen Vicente Sanchez verschuldet hatte, und Christoph Janker kaum Probleme mit den Schalker Angreifern. Janker sah allerdings in der 86. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Nach vorne allerdings lief bei der Hertha wenig, bei den seltenen Angriffsversuchen war die Verunsicherung nach der langen Misserfolgsserie deutlich zu spüren.
Die beste Chance vergab Adrián Ramos, der kurz vor Schluss fast den Ausgleich geschafft hätte. Doch der gerade eingewechselte Kolumbianer schoss den Ball per Scherenschlag im Fünfmeterraum am Tor vorbei (79.).
Werder verschenkt zwei Punkte in Köln
Bremen musste neben dem verletzten Torjäger Claudio Pizarro und dem grippekranken Nationaltorhüter Tim Wiese kurzfristig auch Mesut Özil (Grippe) ersetzen - und verpasste es, den Rückstand auf Leverkusen auf einen Punkt zu verkürzen. Der Tabellen-14. aus Köln, der seine fünfte Nullnummer in dieser Spielzeit ablieferte, hat erst sieben Saisontreffer erzielt und zeigte sich nur vom Engagement verbessert.
"Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, mit der zweiten schon. In unserer Situation müssen wir stabil spielen. Wir hatten in Bochum und auch heute gegen Bremen gute Chancen, diese aber leider nicht verwertet. Aber auch das wird sich ändern", sagte FC-Trainer Zvonimir Soldo nach dem Abpfiff. Sein Kollege Thomas Schaaf war vor allem wegen der unzureichenden Chancenerarbeitung seiner Elf nicht zufrieden: "Wir haben bis zum Sechszehner gut gespielt. Aber dann haben wir es nicht zum Abschluss gebracht."
Die Gäste brauchten vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena rund 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. Köln schlug daraus aber kein Kapital, Kapitän Milivoje Novakovic schoss nach schöner Flanke von Lukas Podolski aus fünf Metern knapp am Tor vorbei (16.). Dann bekam Werder das Spiel in den Griff, und vor allem Marin avancierte zum überragenden Mann auf dem Platz. Der agile Nationalspieler ließ sich seine Spielfreude auch durch mehrere harte Fouls der Kölner nicht nehmen.
Glück für die Kölner Mohamad und Geromel
Nach einer Notbremse von Youssef Mohamad an Marin (29.) hätte der Kölner Innenverteidiger zudem Rot statt Gelb sehen müssen. Auch bei einem Foul von Geromel an Naldo im Strafraum hatten die Kölner Glück (12.). Werder-Manager Klaus Allofs war zur Pause aber nicht nur mit Schiedsrichter Jochen Drees, sondern auch mit dem Spiel seiner Mannschaft unzufrieden. Er vermisste vor allem Özil: "Wir spielen nicht schnell genug. Und Mesut ist einer, der das Spiel schnell machen kann."
Nach dem Wechsel musste aber zunächst der erst 20-jährige Bundesliga-Debütant Sebastian Mielitz das 0:1 verhindern. Der Wiese-Ersatz parierte glänzend gegen den frei vor ihm aufgetauchten Novakovic (54.). Obwohl Köln auch danach nicht zu spielerischer Klasse fand, verloren die Bremer in der hektischen Partie etwas den Faden und hatten längst nicht mehr so viele Chancen wie in der Drangphase vor dem Wechsel.
wit/sid
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WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...
Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...
Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...
Ottl als Beispiel wäre vielleicht schlecht. Aber bei Gekas sieht es anders aus: Gekas und Skibbe kennen sich sehr gut, Frankfurt ist finanziell und sportlich stärker als Hertha, aber letzendlich ließ man den Abstiegskonkurrent [...] mehr...
Wenn du meinen Beitrag richtig liest, habe ich von Skepsis und Hoffnung geschrieben. Optmismus hört sich anders an. Worauf du diese Theorie gründest, ist mir ein Rätsel. Was soll an Hecking so negativ sein? Und welche [...] mehr...
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