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11.01.2010
 

Anschlag auf Togos Fußballteam

Angolanische Polizei nimmt Verdächtige fest

Angolanischer Soldat vor Quartier mehrerer Teams: Schutz für FußballerZur Großansicht
AFP

Angolanischer Soldat vor Quartier mehrerer Teams: Schutz für Fußballer

Die angolanische Polizei hat drei Tage nach dem Anschlag auf die Mannschaft Togos die ersten Verdächtigen festgenommen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur handelt es sich um zwei Mitglieder der Rebellenorganisation, die sich zu der Attacke bekannt hatte.

Hamburg - Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag gegen die togolesische Fußball-Nationalmannschaft hat die angolanische Polizei zwei Personen festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Angop am Montag berichtete, seien zwei Angehörige der Rebellenorganisation Flec, die sich zu dem Überfall bekannt hatte, festgenommen worden.

"Die beiden Mitglieder der Flec sind in der Nähe des Tatorts festgenommen worden", hieß es in dem von Angop veröffentlichten Statement des stellvertretenden Staatsanwalts der Unruheregion Cabinda, Antonio Nito. Der Anschlag auf den Bus ereignete sich am vergangenen Freitag nach dem Grenzübertritt in die Exklave Cabinda. Bei dem Maschinengewehrangriff der Flec (Front für die Befreiung der Exklave Cabinda) starben der Assistenztrainer und der Sprecher des togolesischen Nationalteams. Zudem wurden insgesamt neun Menschen verletzt, darunter zwei Spieler.

Die Flec kämpft seit ihrer Gründung 1963 für die Unabhängigkeit der ölreichen Region Cabinda. Die Exklave, ehemals Portugiesisch-Kongo, wird durch einen Landstrich der Demokratischen Republik Kongo vom angolanischen Staatsgebiet getrennt. Auf dem Gebiet leben schätzungsweise 300.000 Menschen.

Togos Torhüter ist außer Lebensgefahr

Der bei dem Terroranschlag schwerverletzte Torhüter der togolesischen Nationalmannschaft ist unterdessen außer Lebensgefahr. "Die Mediziner sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Genesung bei Herrn Obidale. Er wird zwar weiter auf der Intensivstation behandelt, aber er ist komplett außer Gefahr", sagte der behandelnde Chirurg Ken Boffard, der Kodjovi Obidale am Samstag in der Privatklinik Milpark im südafrikanischen Johannesburg mitoperiert hatte.

Boffard erklärte, dass der Patient "sehr ernsthafte Verletzungen" erlitten habe. Es bestehe in den nächsten Tagen noch Infektionsgefahr. Eine Kugel, die in den Bauchbereich eingedrungen ist, sei nicht entfernt worden. Obidale war am Tag nach dem Anschlag per Helikopter nach Johannesburg geflogen worden.

fsc/sid

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