Hamburg - Bundesligist FC Schalke 04 greift wegen seiner Finanzprobleme zu ungewöhnlichen Mitteln. So haben die Gelsenkirchener künftige Transfererlöse beim US-Finanzkonzern John Hancock als Sicherheit hinterlegt. Wie die "Sport Bild" berichtet, hat sich der Verein im Rahmen des 2009 geschlossenen Vertrages mit dem Ausrüster Adidas den garantierten Basisbetrag von über zwölf Millionen Euro über den Finanzier Hancock sofort auszahlen lassen. Als Sicherheit für das eventuelle Ausbleiben von Rückzahlungen erhielt die US-Firma die Einnahmen aus dem Adidas-Vertrag bis 2018 und zusätzlich die möglichen Transfer-Erlöse.
Sollte die Mannschaft die Qualifikation für die Champions League verpassen und damit keine Mehreinnahmen verzeichnen können, sind personelle Konsequenzen beim derzeitigen Tabellenzweiten wohl unumgänglich. Clemens Tönnies würde nach Angaben der "Sport Bild" gegebenenfalls im Sommer erneut mit seinem Privatvermögen bürgen. "Bei den Transfers von Rafinha und Marcelo Bordon habe ich finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um sie zu verpflichten", wird Tönnies zitiert. Auch in dieser Saison habe er dem Verein liquide Mittel zur Verfügung gestellt, insgesamt rund zehn Millionen Euro.
Contento erhöht die Quote deutscher Spieler
Rekordmeister Bayern München hat den 19-jährigen Diego Contento mit einem Profivertrag ausgestattet und damit sein Kontingent deutscher Spieler auf die erforderliche Zahl von zwölf aufgestockt. Der Verteidiger erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Contentos Beförderung wurde notwendig, weil gemäß der Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) in den Kadern der Bundesligisten jeweils mindestens zwölf deutsche Profis stehen müssen. Die Münchner hatten diese Zahl unterschritten, nachdem Andreas Ottl (zum 1. FC Nürnberg) und Alexander Baumjohann (Schalke 04) den Verein verlassen hatten.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat den Vorschlag von Berlins Innensenator Erhart Körting begrüßt, die für den 1. Mai geplanten Bundesligaspiele um einen Tag zu verschieben. "Endlich erkennt die Politik, dass die Polizei schlicht und einfach nicht an allen Orten gleichzeitig für Sicherheit sorgen kann", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Es sei unmöglich, "am 1. Mai sämtliche Bundesligapartien abzusichern und zur selben Zeit den Mob auf den Straßen in Berlin-Kreuzberg in Schach zu halten". In den vergangenen Jahren waren am 1. Mai in Berlin rund 6000 Polizeibeamte im Einsatz. Zur Sicherung der Bundesliga-Partien werden jede Woche einige Tausend Beamte eingesetzt.
Der italienische Profi Francesco Flachi ist erneut positiv auf Kokain getestet worden. Der langjährige Kapitän von Sampdoria Genua, der derzeit beim Zweitligisten Brescia Calcio spielt, flog bei einer Doping-Kontrolle am Ende der Serie-B-Partie zwischen Brescia und Modena am 19. Dezember auf. Der 34-Jährige war bereits 2007 erwischt und für zwei Jahre gesperrt worden. Flachi hatte damals angegeben, das Rauschgift sei in einer Zigarette gewesen, die ihm ein Unbekannter angeboten habe.
Juventus zahlt für seine Fans
Die rassistischen Parolen seiner Fans kommen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin erneut teuer zu stehen. Nach beleidigenden Sprechchören gegen den dunkelhäutigen Gäste-Torhüter Dida im Heimspiel gegen den AC Mailand (0:3) muss Juventus 40.000 Euro Geldstrafe bezahlen. Juve-Fans hatten im Turiner Stadion zudem Spruchbänder und Sitzschalen in Brand gesteckt, Knallkörper und Rauchbomben landeten auf dem Platz. Juventus war bereits wegen rassistischen Anfeindungen gegen Inter Mailands Stürmer Mario Balotelli mit Geldstrafen belegt worden. Auch der AC Mailand wurde bestraft: Weil Milan-Fans die Anhänger von Juventus mit Feuerwerkskörpern beschossen hatten, muss der Verein muss 20.000 Euro Strafe zahlen.
Leon Andreasen von Hannover 96 hat sich erneut verletzt und fällt rund vier Wochen aus. Nach Angaben seines Trainers Andreas Bergmann zog sich der dänische Nationalspieler einen Muskelfaserriss zu. Der 26-jährige Mittelfeldspieler war zuvor bereits monatelang verletzt und hat in dieser Saison noch kein Punktspiel absolviert.
Der FSV Mainz 05 hat den Vertrag mit Innenverteidiger Nikolce Noveski vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Der 30-Jährige unterschrieb am Mittwoch einen Kontrakt bis Juni 2013. Dagegen verlässt Daniel Gunkel Mainz. Der Mittelfeldspieler wechselt mit sofortiger Wirkung zum Zweitliga-Vorletzten TuS Koblenz.
ceb/sid/dpa
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