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20.01.2010
 

Kurzpässe

Zico betroffen, Tevez trifft doppelt

Trainer Zico: "So etwas habe ich noch nie erlebt"Zur Großansicht
AFP

Trainer Zico: "So etwas habe ich noch nie erlebt"

Griechische Verhältnisse: Zico hat sich bitterlich über die Umstände seiner Entlassung in Piräus beschwert. Die Kündigung bekam der Brasilianer von einem Gerichtsbeamten. Carlos Tevez schoss seinen Ex-Club ab, ein kolumbianischer Manager soll nach Deutschland ausgeliefert werden.

Hamburg - Carlos Tevez hat Manchester City zum Sieg im Stadtderby gegen seinen früheren Club Manchester United geschossen. Im Halbfinal-Hinspiel des englischen Ligapokals erzielte der argentinische Nationalspieler beim 2:1 (1:1) über den Lokalrivalen beide Treffer der "Citizens". Zunächst hatte Ryan Giggs (17.) Titelverteidiger Manchester in Führung gebracht, kurz vor der Pause glich Tevez per Foulelfmeter zum 1:1 aus (42.). Im der 65. Minute war Tevez, der im Sommer von United zum Stadtrivalen gewechselt war, zum zweiten Mal erfolgreich.

Das Rückspiel im Old Trafford findet am 27. Januar statt. Den Gegner für das Finale am 28. Februar in Wembley ermitteln die Blackburn Rovers und Aston Villa. Das Hinspiel am vergangenen Donnerstag hatte der fünfmalige Titelgewinner Villa auswärts 1:0 für sich entschieden.

Mit großer Verbitterung hat Zico auf seinen Rauswurf beim griechischen Meister Olympiakos Piräus reagiert. "Ich bin traurig und enttäuscht. Es ist nicht mehr sicher, im Fußball zu arbeiten", sagte der 56-Jährige, der wegen der ungewöhnlichen Art und Weise seiner Entlassung sogar über eine längere Auszeit nachdenkt.

Auf seiner eigenen Homepage berichtet der Brasilianer, dass er über seine Freistellung zunächst auf der Internetseite des Clubs erfahren habe. Kurz darauf habe dann ein Gerichtsmitarbeiter mit den Kündigungspapieren bei ihm vor der Tür gestanden. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich wurde von einem Justizbeamten entlassen, als hätte ich etwas Rechtswidriges gemacht", echauffierte sich Zico.

Der ehemalige Weltstar mit Trainerstationen in Japan, Usbekistan, Russland und der Türkei war am Dienstag von Olympiakos, das immerhin im Achtelfinale der Champions League steht, nach nur vier Monaten wegen ausbleibender Siege in der Liga vor die Tür gesetzt worden. Zico kündigte eine Klage gegen Griechenlands erfolgreichsten Verein an.

Die deutsche Staatsanwaltschaft hat die Auslieferung eines prominenten kolumbianischen Fußballmanagers beantragt. Stimmt der kolumbianische Staatspräsident Alvador Uribe dem Antrag zu, wird Jaime Enrique Acosta Artunduaga, 39, in Kürze den deutschen Behörden übergeben. Acosta war von 2006 bis 2009 als Geschäftsführer des Proficlubs Deportivo Pereira tätig. Nach Angaben des kolumbianischen Radiosenders RCN wird Acosta alias "El Padrino" vorgeworfen, in dieser Zeit mehr als eine Tonne Kokain nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

Spielertransfers, die möglicherweise zum Zwecke der Geldwäsche abgewickelt wurden, untersucht die kolumbianische Staatsanwaltschaft. Ob diese mit Hilfe deutscher Spielerberater vonstatten gingen, geht aus den Ermittlungsakten nicht hervor. Deportivo Pereira verkaufte in dem entsprechenden Zeitraum keine Profis nach Deutschland. Der beschuldigte Manager streitet alle Vorwürfe ab und gibt an, nie in Deutschland gewesen zu sein.

Zwei positive Dopingproben auf Kokain innerhalb nur eines Monats haben dem brasilianischen Profi Jobson eine Sperre von zwei Jahren eingebracht. Von einem lebenslangen Ausschluss, der in der Anti-Doping-Ordnung für Wiederholungstäter vorgesehen ist, sah das Oberste Sportgericht Brasiliens im Fall des 21-Jährigen jedoch ab.

Jobson, der in der Verhandlung die mehrmalige Einnahme vom Kokainderivat Crack zugegeben hatte, war in den Diensten von Botafogo Rio de Janeiro am 8. November sowie am 6. Dezember nach Erstligaspielen aufgefallen. Schon vor dem Urteil hatte der letztjährige Libertadores-Cup-Finalist Cruzeiro Belo Horizonte von der bereits als perfekt vermeldeten Verpflichtung des Stürmers Abstand genommen.

goe/sid/dpa

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