Mit diesen "neuartigen Instrumenten" hätte seine Mannschaft die Partie beim SC Freiburg vermutlich gewonnen. Denn kurz nach der Halbzeitpause, in der 47. Minute, köpfte S04-Innenverteidiger Marcelo Bordon den Ball nach einer Freistoßflanke aus vier Metern an die Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball hinter der Torlinie auf und in die Arme von SC-Keeper Simon Pouplin. Für die Fernsehzuschauer war das klar zu erkennen, für Schalkes Angreifer Kevin Kuranyi ebenfalls - er riss seine Arme zum Jubeln in die Höhe.
Doch zu früh gefreut: Das Schiedsrichtergespann um Jochen Drees und den zuständigen Assisten Torsten Bauer gab den Treffer nicht. Aus Kuranyis Jubel- wurde eine Protestgeste. Nach dem torlosen Remis wollte er die Schuld für die verlorenen Punkte aber nicht beim Referee suchen: "Wir haben in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht." Auch Magath hegte keinen Groll auf die Unparteiischen: "Ich mache dem Assistenten und dem Schiedsrichter keinen Vorwurf. Letzte Woche sind wir bevorteilt worden, heute der Gegner, so etwas gleicht sich im Laufe der Saison eben immer aus." Damit spielte Magath auf den 2:0-Erfolg gegen Hoffenheim an, bei dem 1899 ein klarer Strafstoß verweigert worden war.
Unterstützung erhielt Magath auch von seinem Freiburger Kollegen Robin Dutt: "Es wäre ganz einfach, technische Hilfsmittel zu installieren. Es heißt immer, ohne die technischen Hilfsmittel würde der Fußball menschlich bleiben. Stattdessen wird er aber unmenschlicher."
Für das seit sieben Spielen ungeschlagene Schalke bedeutet das 0:0 einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft - zumal der FC Bayern in Wolfsburg gewann. In der Tabelle liegt Schalke mit 42 Punkten auf Platz drei, drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen (1:1 in Bochum) und Bayern München. Die Freiburger stellten einen Negativrekord auf: Die schlechteste Heimmannschaft der Liga, die in der laufenden Saison erst einen Sieg zu Hause feierte, wartet seit nunmehr fünf Heimspielen auf ein Tor.
Freiburg zu Beginn klar besser
Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion waren die Gastgeber in der Anfangsphase das klar bessere Team. Sie drängten die Schalker mit ihrer aggressiven Spielweise in die Defensive und sorgten dafür, dass der unzufriedene Magath immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie auftauchte. Die Freiburger, die auf Pavel Krmas, Hamed Namouchi (beide Muskelfaserriss) und Daniel Caligiuri (Sehnenreizung) verzichten mussten, konnten sich aber trotz ihrer Überlegenheit zunächst keine hochkarätigen Torchancen erarbeiten. In den entscheidenden Momenten fehlte es an der nötigen Präzision im Passspiel.
Die Gäste, bei denen Zugang Alexander Baumjohann den Vorzug vor dem grippegeschwächten Peruaner Jefferson Farfan erhielt, konnten sich erst nach knapp 25 Minuten vom Druck der Freiburger befreien. Von einem guten Offensivspiel waren die Königsblauen, bei denen Heiko Westermann (Meniskusoperation) fehlte, aber auch in dieser Phase weit enfernt. Für Gefahr sorgte lediglich Kuranyi, der nach einer Flanke Baumjohanns mit einem Kopfball den Pfosten traf (32.).
Auf der anderen Seite landete ein Kopfball des agilen Kameruners Mohamadou Idrissou nach einem Freistoß von Julian Schuster an der Latte des Schalker Gehäuses (41.).
Kurz nach der Pause wechselte Magath Farfan für Baumjohann ein (53.). Zehn Minuten später vergab Kuranyi nach einem Patzer von Julian Schuster die große Möglichkeit zur Schalker Führung. "Letztendlich bin ich nicht ganz glücklich mit dem Ausgang des Spiels. Auch wenn die Freiburger in der ersten Halbzeit besser waren, sind wir in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen und hatten auch die größere Anzahl der Torchancen", sagte Magath - und dachte dabei wohl auch an Bordons nicht gegebenen Kopfballtreffer.
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Na ja, es gibt schon einen Unterschied zwischen Uruguay (3,5 Mill. Einwohner) und dem anachronistischen Fürstengebiet Liechtenstein mit 30.000 Einwohner und 10 x soviel Briefkästen. Ich würde es eher für unwahrscheinlich [...] mehr...
Unabhängig davon, ob es Lichtenstein gibt oder nicht, ist Uruguay zweimal Weltmeister geworden. Auch nicht gerade das allergrößte Land, weder nach Fläche noch nach Einwohnern. Li(e)chtenstein hat also Hoffnung. mehr...
Na,na, die haben immerhin gegen die Schweiz gewonnen; die sind im Kommen...2050 sind sie vielleicht dabei. Schade, dass ich es nicht mehr erlebe. mehr...
Die Punkte werden ausreichen und die Bushaltestelle(Hoffenheim) wird dann im nächsten Spieljahr im 2.Versuch einen qualifizierten Abstieg vollenden. Und das ist gut so, denn es ist nicht gut, das so ein Örtchen in der Ersten [...] mehr...
Wahrscheinlich nicht. Deshalb mussten die Hoffe-Spieler ja in die Weltstadt Heidelberg um dort die Nachtszene aufzumischen :-) mehr...
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