Hamburg - Wolfgang Wolf wird neuer Trainer des Drittligisten Kickers Offenbach. Der 52-Jährige, der zuletzt den griechischen Erstligisten AO Xanthi trainiert hatte, wird damit Nachfolger von Steffen Menze, von dem sich der Club am Montag getrennt hatte. In Deutschland war Wolf unter anderem beim VfL Wolfsburg, dem 1. FC Nürnberg und beim 1. FC Kaiserslautern tätig. In Offenbach soll er die Talfahrt des Traditionsvereins stoppen und die derzeit auf Platz vier liegenden Kickers zurück in die Zweite Liga führen.
Der Offenbacher Ligakonkurrent SV Wehen Wiesbaden hat sich von Trainer Hans Werner Moser getrennt. Nun soll dessen Nachfolger Gino Lettieri den Club aus der Krise führen. Der 43-Jährige hat beim Zweitliga-Absteiger einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben. "Gino Lettieri ist erfolgsbesessen und weiß aus den gegebenen Möglichkeiten das Maximale rauszuholen", sagte Wehens Geschäftsführer Wolfgang Gräf. Lettieri war bislang beim Regionalligisten SpVgg Weiden tätig, wo er seinen Vertrag als Cheftrainer und Sportlicher Leiter nun auflöste. Wehen Wiesbaden liegt aktuell auf Platz 15 der dritten Liga.
Der Hamburger SV muss weiterhin auf Zé Roberto verzichten. Der 35-jährige Brasilianer steht nach seiner Sprunggelenkverletzung zwar wieder im Training, wird aber auch am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) noch nicht spielen können. "Die Muskulatur ist so weit wieder hergestellt, aber das Spiel kommt vielleicht ein wenig zu früh", sagte Zé Roberto. Der Routinier spielte zuletzt Anfang November im Nordderby bei Hannover 96.
Stevens verlängert in Salzburg
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Huub Stevens hat seinen Vertrag bei Österreichs Meister Red Bull Salzburg vorzeitig bis 2012 verlängert. "Ich habe immer betont, dass ich mich in Salzburg sehr wohlfühle, sportlich wie privat", sagte der 56-Jährige. "Der Club befindet sich in einer spannenden, reizvollen und vielversprechenden Phase. Und dabei möchte ich mich einbringen." In der Bundesliga hatte der Niederländer zwischen 1996 und 2008 bei Schalke 04, Hertha BSC, dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV gearbeitet.
Reinhard Rauball wird im August für eine weitere Amtszeit als Präsident des Ligaverbands kandidieren. Das bestätigte der 63-Jährige der "Sportbild Online". "Ich habe mir Gedanken gemacht und die Entscheidung getroffen, für weitere drei Jahre zu kandidieren", sagte der Präsident von Borussia Dortmund. "Ligaverband und DFL sind in guter Verfassung, und die Vereine verhalten sich zunehmend solidarischer, unter Einschluss von Bayern München", so Rauball. Es habe zuletzt keine Verteilungskämpfe mehr wie in der Vergangenheit gegeben, viele schwierige Themen seien ordentlich abgearbeitet worden.
Gullit leitet WM-Bewerbung
Ruud Gullit, ehemals Europas Fußballer des Jahres, ist zum Leiter der Bewerbung Belgiens und der Niederlande für die Weltmeisterschaften 2018 oder 2022 ernannt worden. Das "Wissen und der fußballerische Hintergrund" des 47-Jährigen werde den Ambitionen großen Auftrieb geben, sagte Harry Been, Chef der gemeinsamen Bewerbungsgesellschaft. Gullit führte die Niederlande 1988 zum EM-Titel in Deutschland. Außer Niederlande und Belgien bemühen sich Russland, die USA, Australien, England, Japan sowie Spanien gemeinsam mit Portugal um eines der nächsten WM-Turniere. Der Weltverband Fifa entscheidet im Dezember über den Zuschlag.
hut/mpl/dpa/sid
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