Dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Prince Tagoe (73. Minute) ließ Hugo Almeida in der 76. Minute den erneuten Führungstreffer für Werder folgen - am Ende blieb es beim 2:1 (1:0) für die Gastgeber, die damit im Halbfinale des DFB-Pokals stehen. "Wir haben heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht und sind ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Es sind in der Liga noch einige Spiele zu machen, wir wollen uns nicht nur auf den Pokal konzentrieren", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf nach der Partie.
Beide Teams waren unter ähnlichen Vorzeichen in die Partie gegangen. Nach jeweils sieben Spielen in Folge ohne Sieg in der Liga hatten Werder ( 2:1 gegen Berlin) und Hoffenheim ( 2:1 gegen Hannover) am vergangenen Wochenende ihre Negativserien beendet. Beiden bot der Pokalwettbewerb die Chance, eine enttäuschende Saison doch noch mit einem Titel abzuschließen.
Nach neun Minuten, in denen Werder deutlich mehr Ballbesitz hatte, tauchten die Gastgeber im Bremer Schneegestöber erstmal gefährlich vor dem Hoffenheimer Tor auf. Auf der linken Seite hatte sich Mesut Özil durchgesetzt. Sein Zuspiel auf Angreifer Claudio Pizarro in der Mitte geriet aber zu schwach, Verteidiger Chrstian Eichner klärte zur Ecke.
Auch in der Folge beherrschte Bremen die Partie souverän. Offensivaktionen der Gäste gab es kaum, Werder-Schlussmann Tim Wiese blieb in den ersten 20 Minuten nahezu beschäftigungslos. Trotz der Dominanz von Özil und Co. brachte erst eine Standardsituation den Führungstreffer durch Naldo - der dafür umso sehenswerter geriet.
Mit dem knappen Vorsprung im Rücken beschränkte sich Werder bis zur Halbzeit eher auf die Verteidigung und ließ die Gäste so besser ins Spiel kommen. Vehement forderte Bremens Trainer Thomas Schaaf an der Seitenlinie eine offensivere Ausrichtung seiner Mannschaft. Stattdessen musste er mit ansehen, wie Per Nilsson (33. Minute), Vedad Ibisevic (39.) und Boris Vukcevic (43.) für Hoffenheim vielversprechende Chancen zum Ausgleich vergaben.
Zwei Joker-Tore in der zweiten Halbzeit
Den zweiten Durchgang begannen die Gastgeber mit einem neuen Mann zwischen den Pfosten. Keeper Wiese hatte sich bei einer Abwehraktionen gegen Ende der ersten Halbzeit einen Nerv im Rücken einklemmt und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Christian Vander in die Partie. Schon wenige Sekunden nach Wiederanpfiff stand jedoch zunächst sein Hoffenheimer Pendant Hildebrand im Mittelpunkt. Nach starker Einzelaktion überwand Bremens Marko Marin den Torwart mit einem Heber, der aber neben dem Tor landete.
Im weiteren Verlauf verflachte die Partie, Chancen auf beiden Seiten wurden immer seltener. Dabei war Werder dem zweiten Tor meist näher als Hoffenheim dem Ausgleich. Erst die Einwechslung von Angreifer Tagoe erwies sich für 1899-Coach Ralf Rangnick als Glücksgriff. Zwei Minuten war der Stürmer erst auf dem Platz, als er eine Hereingabe von Eichner am Fünfmeterraum per Kopf zum 1:1 verwerten konnte.
Doch auch Schaaf konnte sich über ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner Einwechselspieler freuen. In der 71. Minute war Almeida ins Spiel gekommen, fünf Minuten später schloss er einen Bremer Konter mit einem Gewaltschuss aus 17 Metern zur erneuten Führung ab. Den Vorsprung brachten die Bremer souverän über die Zeit, echte Torchancen konnte sich Hoffenheim in der Schlussphase nicht mehr herausspielen.
Rangnick zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden. "Wir haben ein klasse Spiel gemacht. Mit der Mannschaft, die wir zur Verfügung hatten, konnten wir nicht besser spielen." Ohne sieben Stammspieler habe man Bremen phasenweise nicht nur beherrscht, sondern auch spielerisch kontrolliert. "Auf so einer Leistung müssen wir aufbauen."
Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:0)
1:0 Naldo (27.)
1:1 Tagoe (73.)
2:1 Hugo Almeida (76.)
Werder Bremen: Wiese (46. Vander) - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Niemeyer, Frings - Marin, Özil (71. Hugo Almeida), Hunt (90.+2 Borowski) - Pizarro
1899 Hoffenheim: Hildebrand - Ibertsberger, Vorsah, Nilsson, Eichner - Carlos Eduardo, Luiz Gustavo, Salihovic - Vukcevic (71. Tagoe), Ibisevic - Maicosuel
Schiedsrichter: Sippel
Zuschauer (in Bremen): 25.753
Gelbe Karten: Hunt - Carlos Eduardo, Salihovic, Vorsah
jok/sid
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Seltsam, was hier einige Menschen von sich geben. Offensichtlich hat ganz Deutschland ein anderes Spiel gesehen als dieser Fachmann... Ach jetzt habe ich 's: Es ist Ralf Rangnick, der sich hinter diesem Pseudonym heimlich [...] mehr...
Das war ein verdienter Sieg der Bremer mit Hoffnung auf weiteren Erfolg. mehr...
„Leider hat sich mal wieder das bewahrheitet, was schon seit mehr als 30 Jahren gilt: Werder Bremen darf einfach alles. Da "übersieht" der Schiedsrichter wohl als Einziger - nein, Und...“ jedenfalls einer mit [...] mehr...
*g* ---Zitat--- Der Sieg von SVW geht in Ordnung ---Zitatende--- Richtig. ---Zitat--- Ach ja, und piss mir den Scholli nicht an. Der Typ quatscht wenigsten locker aus der Hose und bringt keine verquast-normierten [...] mehr...
@aqualung: Dem ist nichts hinzuzufuegen. Das Spiel war in etwa das, was man erwarten konnte von 2 Mannschaften, die ausser Form sind und bei diesem Wetter spielen muessen. Kampf und etwas Krampf, aber unterhaltsam war es doch [...] mehr...
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