Hamburg - Mit einem verbalen Ausbruch und teilweise derbem Vokabular hat sich Trainer Michael Krüger von Zweitligist Alemannia Aachen am Montagabend Luft verschafft. "Was ich hier an Rückschlägen erleben muss, tut richtig, richtig weh", sagte der Coach nach der 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf: "Das Trainer-Team reißt sich Woche für Woche den Arsch auf bis zur Hutkrempe und am Ende stehen wir oft mit leeren Hände da."
Dies liege vor allem an der personellen Situation, "denn kaum ist Aimen Demai von der Scheißerei genesen, sitzt Cristian Fiel in der Kabine und übergibt sich". Trotz der Personalnot blieben die hohen Ansprüche beim Tabellenelften aber dieselben. "Mir ist die wirtschaftliche Lage ja auch bewusst. Schließlich kostet unser Postkasten hier ein paar Euro sechzig", sagte Krüger mit Blick auf das im Sommer erbaute gelbe Stadion.
Das Gerede vom Niemandsland könne er jedenfalls nicht mehr hören, sagte Krüger, "denn ich will noch ein paar Prämien gewinnen. Mein Gehalt ist nämlich eh kein Gehalt, das ist Schmerzengeld".
Aachen sah Krüger als Chance an, sich bei einem deutschen Traditionsclub durchzusetzen und vielleicht den Sprung in die Bundesliga zu schaffen, "aber diese ständigen Nackenschläge sind auf Dauer unglaublich frustrierend".
fsc/sid
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Alemannia Aachen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH