Von Peter Ahrens
Hamburg - Manfred Amerell hat die nächste Runde der Eskalation in der Auseinandersetzung mit dem Deutschen Fußball-Bund eingeläutet. Nur wenige Stunden nach dem außergerichtlichen Vergleich, den der ehemalige Schiedsrichter-Funktionär mit dem DFB geschlossen hatte, legte er im Fernsehen nach.
Der Verband habe ihn "erpresst, zurückzutreten", sagte Amerell in der Sat.1-Sendung "Kerner". Der 63-Jährige wird beschuldigt, mehrere Schiedsrichter sexuell belästigt zu haben und war deswegen im Februar von all seinen Ämtern beim DFB zurückgetreten. Dass dieser Rücktritt jedoch freiwillig erfolgt sei, sei eine "Lüge", sagte er.
Amerell kündigte zudem an, die Schiedsrichter, die ihn belasten, wegen Verleumdung zu verklagen. "Mit allen vier wird sich in kürzester Zeit der Staatsanwalt beschäftigen", sagte Amerell. "Wir haben die Namen und die Namen werden dieser Tage zum Staatsanwalt gehen."
Der Beschuldigte hatte am Donnerstag erstmals die Namen weiterer Referees außer dem Schiedsrichter Michael Kempter erfahren, die ihn bezichtigen, sich sexuell an sie herangemacht zu haben. Dies war Teil der juristischen Vereinbarung, die der DFB und Amerell am Donnerstag vor dem Münchener Landgericht geschlossen hatten.
Amerell: Michael Kempter war vielleicht eifersüchtig
Schwere Vorwürfe hat Amerell gegen DFB-Boss Theo Zwanziger erhoben. " Er hat zwei Menschen auf dem Altar seines Amtes ausgeliefert", sagte er. Der DFB-Präsident hatte sich frühzeitig auf Amerells Schuld festgelegt und dessen Rücktritt als "notwendig" bezeichnet. Amerell sagte bei "Kerner", Zwanziger habe "kein Interesse an Menschen".
Der ehemalige Schiedsrichter-Sprecher nahm in der Sendung ausführlich zu der Beziehung zu Fifa-Schiedsrichter Michael Kempter Stellung. Der 27-jährige Kempter hatte die Affäre ins Rollen gebracht, in dem er Amerells vermeintliche Annäherungsversuche dem DFB gemeldet hatte. Die Beziehung zu Kempter sei "einvernehmlich" gewesen, so Amerell in der Fernsehsendung.
Er bezeichnete sich auf Kerners Nachfrage selbst als bisexuell: "Das könnte man so ausdrücken." Er betonte, dass er mit Kempter "keine Liebesbeziehung" gehabt habe, sagte aber auch: "Ich mochte ihn sehr, sehr gern. Ich glaube, im Umkehrschluss war es genauso." Dreimal sei es zwischen ihnen zu "körperlichen Beziehungen" gekommen. Dass Kempter an die Öffentlichkeit gegangen sei, erklärte sich Amerell so: "Vielleicht war er eifersüchtig."
Die Schlammschlacht geht weiter.
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Wenn man seine Anschuldigungen auch nur ein bißchen hinterfragt, fallen sie schnell auf ihn selbst zurück. Wenn er die falsch eingetragenen Leistungsdaten beobachtet hat, warum hat er dann nicht eingegriffen? Ist doch [...] mehr...
er meldet jetzt einen Vorgang von 2008 an den DFB, um Kempter zu verunglimpfen? Wenn, dann hätte er es 2008 machen müssen. Das zeigt doch, dass er nicht objektiv war, solange Kempter alles geschluckt hat, hat Amarell ihm alles [...] mehr...
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/523779/artikel_Amerell-zeigt-Kempter-an.html Ich glaube, es wird Zeit mich zu outen. Gott sei Dank ist alles verjährt: 1. Über die gesamte gymnasiale Oberstufe habe [...] mehr...
... lässt sich in vier Prinzipskategorien einordnen: 1. Gewaltenteilung 2. Berechenbarkeit staatlichen Handelns 3. Grundrechte und 4. Sicherungsmechanismen. (siehe auch [...] mehr...
haben Sie sich schon mal gegen Ihren Chef gewehrt, solange er nicht eindeutig eine Straftat begeht? Und Hr. Kempter ist der Öffentlichkeit überhaupt keine Antwort über seine Sexualität schuldig, das geht schlicht niemand was an. [...] mehr...
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