Hamburg - Zwei Tore von Wayne Rooney sowie Treffer von Ji-Sung Park und Darren Fletcher sorgten dafür, dass Manchester United den AC Mailand förmlich abschoss und im heimischen Old-Trafford-Stadion 4:0 (1:0) siegte. Nachdem die Engländer bereits das Hinspiel bei Milan 3:2 gewonnen hatten, steht die Mannschaft von Trainer Alex Ferguson im Viertelfinale der Champions League.
Ein anderer Favorit auf den Titel ist dagegen ausgeschieden: Real Madrid ging zwar durch Cristiano Ronaldo gegen Olympique Lyon in Führung und hatte somit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wett gemacht; der französische Spitzenclub glich jedoch durch Miralem Pjanic aus und zog ebenso in die Runde der letzten acht Teams ein wie Manchester, der FC Bayern und der FC Arsenal, die sich bereits am Dienstag qualifiziert hatten. Real ist damit zum sechsten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden.
Dabei hatte die Partie für Madrid gut begonnen. Nach sechs Minuten war das 0:1 aus dem Hinspiel durch einen Treffer des früheren Weltfußballers Cristiano Ronaldo bereits egalisiert. Der Portugiese, der sein siebtes Tor im laufenden Wettbewerb erzielte, ließ dabei Lyon-Keeper Hugo Lloris mit einem Beinschuss schlecht aussehen.
Traum vom Finale im eigenen Stadion beendet
In der Folgezeit drängten die "Königlichen", bei denen der ehemalige HSV-Star Rafael van der Vaart erst in der 62. Minute eingewechselt wurde, auf den zweiten Treffer und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Die beste Chance im ersten Durchgang besaß der Argentinier Gonzalo Higuain, der mit seinem Schuss aber nur den Pfosten traf (25.). Der Schock für Real folgte in der 75. Minute, als Pjanic den Ausgleichstreffer erzielte. Damit ist für Madrid der Traum vom Finale im eigenen Stadion frühzeitig beendet.
Weiterträumen vom Endspiel darf hingegen Manchester United, das gegen den AC Mailand zu Höchstform auflief. Insbesondere Wayne Rooney zeigte eine herausragende Leistung. Der Nationalspieler war wie im Hinspiel zweimal zur Stelle (13. und 46.), die weiteren Treffer für den englischen Meister erzielten Ji-Sung Park (59.) und Darren Fletcher (87.). Als die Partie entschieden war, durfte auch David Beckham an seiner einstigen Wirkungsstätte ran. Erst in der 64. Minute kam er ins Spiel und wurde von den United-Anhängern begeistert gefeiert. Von 1992 bis 2003 hatte Beckham 265 Spiele für Manchester bestritten und dabei die großen Erfolge des Clubs wie dem Champions-League-Sieg 1999 miterlebt.
Manchester erreichte damit zum vierten Mal in Folge das Viertelfinale, die beiden vergangenen Jahre stand der Club jeweils im Endspiel. Dagegen lichtet sich nach dem Aus von Milan bei den Italienern das Feld, was Deutschland in der Fünf-Jahres-Wertung zugute kommt. Nachdem Florenz am Dienstag an den Bayern gescheitert war, ruhen im Land des Weltmeisters die letzten Hoffnungen auf Inter Mailand, das Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim FC Chelsea seinen 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen muss.
ham/sid
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Nennt es Charakterschwäche, aber... bei mir ist die Schadenfreude groß. Ein frustrierter Cristiano Ronaldo ist fast so schön wie ein wütender Uli Hoeneß - es versüßt einfach den Abend. mehr...
Robben hat recht mit der Begründung für seine kolportierte Empfehlung an Ribery, in München zu bleiben: der Abstand zu Real Madrid sei schließlich nicht so groß. Genau das konnte man gestern im Bernabeu-Stadion auch sehen. Die [...] mehr...
Nö. Bayern schafft es wenigstens immer in das Viertelfinale. mehr...
Ich freue mich, dass die Geldsäcke von Madrid draußen sind. Das haben sie nun davon, dass sie alles kaufen, was zwei Beine hat. Viel Geld um nichts. Und vielleicht lassen sie ja jetzt den Ribery in Ruhe. Er wäre zumindest gut [...] mehr...
Madrid hat in der ersten HZ einen wirklich guten Fußball gespielt. Aber durch die Leistung in der zweiten HZ scheiden Sie verdient aus. Schadenfreude empfinde ich dabei nicht. Wenn Madrid einmal los legt dann spielen die jede [...] mehr...
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