Hamburg - Franz Beckenbauer will im Falle eines Rücktritts von DFB-Präsident Theo Zwanziger nicht dessen Nachfolge antreten. "Ich sollte schon Fifa- und Uefa-Präsident werden und habe es nicht gemacht", sagte der 64-Jährige. "Ich habe auch keine Lust auf den Präsidentenposten im DFB." Außerdem sei die Nachfolge im Falle eines vorzeitigen Rücktritts klar geregelt.
Zur Kritik an Zwanziger sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern: "Da wurden einige Dinge in der letzten Zeit sehr aufgebauscht. Er wird jetzt nicht entnervt aufgeben", sagte Beckenbauer. "Er ist ein guter und starker Präsident, ich stehe zu hundert Prozent hinter ihm." Einen Tag vor der DFB-Präsidiumssitzung sprach sich auch DFL-Präsident Reinhard Rauball für Zwanziger aus. "Theo Zwanziger ist alternativlos", sagte Rauball im "Kicker".
Am Freitag findet in Frankfurt die Präsidiumssitzung des DFB statt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) um Rauball wird dabei auf eine größere Einflussnahme und mehr Transparenz im Schiedsrichterwesen des DFB pochen. Zwanziger sieht sich derzeit großer Kritik ausgesetzt. Im Zuge des neuen Wettskandals, bei der geplatzten Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw und auch bei der Vorgehensweise im Schiedsrichter-Skandal hatte der 64-Jährige in der Öffentlichkeit zuletzt an Ansehen verloren.
klu/dpa/sid
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