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12.03.2010
 

Kurzpässe

Auszeichnung für Drogba, Wartezeit für Rangnick

Ivorer Drogba: Afrikas BesterZur Großansicht
AFP

Ivorer Drogba: Afrikas Bester

Bester Spieler Afrikas: Didier Drogba vom FC Chelsea erhielt eine hohe Auszeichnung. Dessen Club-Kollege Michael Ballack hat sich noch nicht auf einen neuen Vertrag in London geeinigt. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick wird erst im Sommer über seine Zukunft verhandeln.

Hamburg - Didier Drogba vom FC Chelsea ist Afrikas "Fußballer des Jahres 2009". An seinem 32. Geburtstag wurde der Angreifer von WM-Teilnehmer Elfenbeinküste im ghanaischen Accra die Auszeichnung des Afrikanischen Verbandes verliehen. Drogba setzte sich bei der Wahl der Nationaltrainer vor seinem Club-Kollegen Michael Essien aus Ghana und dem kamerunischen Stürmer Samuel Eto'o von Inter Mailand durch. Drogba hatte diesen Preis bereits 2006 gewonnen.

Der kriselnde Bundesligist 1899 Hoffenheim und Trainer Ralf Rangnick werden erst nach der Saison über eine Vertragsverlängerung verhandeln. Das sagte Rangnick nach einem zweistündigen Gespräch mit Mäzen Dietmar Hopp der "Bild"-Zeitung. "Wir wünschen beide, dass wir länger zusammenarbeiten. Eine mögliche vorzeitige Vertragsverlängerung haben wir aber auf Sommer verschoben." Hopp bezeichnete das Treffen mit Rangnick als "gutes Gespräch" und setzt auf eine weitere Zusammenarbeit. "Es war ja viel spekuliert worden. Zum Beispiel, dass Herr Rangnick keine Lust mehr habe. Aber ich habe gespürt, dass dem nicht so ist und dass er alles wieder in den Griff kriegt. Das traue ich ihm auch zu", sagte Hopp, der aber auch kritisierte. "Die Zahlen sind erschreckend. Wir haben einen Abwärtstrend ohnegleichen." Nach nur sieben Punkten in der Rückrunde ist Hoffenheim in der Tabelle auf Platz elf abgerutscht.

Die Zukunft von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack beim FC Chelsea ist auch drei Monate vor seinem Vertragsende noch unklar. "Es ist richtig, dass wir uns zurzeit mit Chelsea in Vertragsgesprächen befinden, es ist aber nicht richtig, dass bereits eine Einigung erzielt wurde", sagte Berater Michael Becker. Der 33-jährige Mittelfeldspieler will seine Karriere in England beenden. Daher wird auch über einen Wechsel innerhalb der Premier League spekuliert. Der 98-malige Nationalspieler hatte aber erklärt, dass Chelsea sein erster Ansprechpartner sei. "Ich denke, dass ich hier die nächsten zwei Jahre noch auf höchstem Niveau spielen kann. Grundsätzlich habe ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Gedanken ans Aufhören, weder im Verein noch in der Nationalmannschaft", hatte er bereits zu Beginn des Jahres gesagt.

Brasiliens Sportgericht STJD hat die Rekordstrafe von 30 Spielen Stadionsperre für den Erstliga-Absteiger Coritiba FC in der Revisionsverhandlung auf zehn Heimspiele heruntergesetzt. In der im Mai beginnenden Zweitligarunde darf der Club aus der südbrasilianischen Stadt Coritiba ab September im eigenen Stadion spielen. Am 6. Dezember vergangenen Jahres waren Fans nach dem feststehenden Abstieg auf den Platz gestürmt und mit Gegenständen wie Sitzschalen und Kameraständern auf das Schiedsrichtergespann, die Gästespieler und die Polizei losgegangen. Bei der Strafmilderung berücksichtigte das Sportgericht die neue Rechtsprechung, die keine Anhäufung von Strafen mehr vorsieht.

Die Spieler der Major League Soccer (MLS) haben sich für einen Streik ausgesprochen, sollte der neue Arbeitsvertrag mit der Liga nicht vor Beginn der neuen Saison am 25. März abgeschlossen sein. "Die jüngsten Aussagen der Profis haben gezeigt, dass sie in dieser Sache vereint sind. Die Abstimmung hat ergeben, dass sie die Saison nicht beginnen werden, solange es keine neue Übereinkunft mit der Liga gibt", sagte Bob Foose, Direktor der Spielergewerkschaft der US-Fußballprofis. Hauptargument der Profis ist der Wunsch nach mehr Rechten für ablösefreie Spieler und eine höhere Prozentzahl an garantierten Einnahmen. Der fünfjährige Arbeitsvertrag zwischen Spielern und der Liga endete ursprünglich am 31. Januar. Aufgrund von Unstimmigkeiten bei den Neuverhandlungen wurde der Kontrakt jedoch zweimal verlängert und endete schließlich am 25. Februar, nachdem die Spielergewerkschaft eine weitere Fristverlängerung abgelehnt hatte. Erneute Treffen in dieser Woche waren ergebnislos geblieben.

mpl/dpa/sid

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