Hamburg - Eindrucksvoller hätte sich Bayer Leverkusen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft kaum zurückmelden können. Eine Woche nach ihrer ersten Niederlage zeigte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes eine starke Leistung und schlug den Hamburger SV am Sonntagabend im Topduell des 26. Spieltags 4:2 (1:1). Damit bleibt Leverkusen zum einen am Spitzenduo FC Bayern und Schalke 04 dran und hat zum anderen den HSV auf Distanz gehalten.
"Wir haben ruhig und präzise gespielt und hochverdient gewonnen", sagte der zufriedene Heynckes. "Es war wichtig, um die Distanz nach unten zu bewahren." Hamburgs Trainer Bruno Labbadia, der erst vor wenigen Tagen davon gesprochen hatte, mit seiner Mannschaft in die Champions League zu wollen, wird sich von diesem Ziel wohl verabschieden müssen: Acht Spieltage vor dem Saisonende trennen seine Mannschaft und die auf Platz drei liegenden Leverkusener zehn Punkte.
Es ist noch keine zwei Wochen her, da wurde René Adler zur Nummer eins für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer erklärt. Seitdem leistet sich der Torhüter von Bayer Leverkusen regelmäßig Aussetzer - im Länderspiel gegen Argentinien, bei der Niederlage seines Clubs in Nürnberg und nun auch gegen den Hamburger SV.
In der 33. Minute faustete der 25-Jährige eine von der Mittellinie in seinen Strafraum getretene Flanke genau zu HSV-Mann Zé Roberto, der den Ball ungefährdet aus 18 Metern ins Tor hob. "Wenn einer in der Schülermannschaft so einen Fehler macht, sagt man ihm: 'Suche dir eine andere Sportart'", kommentierte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer. "Adler ist ein klasse Torhüter, aber seitdem er weiß, dass er die Nummer eins ist, macht er einen Fehler nach dem anderen. Für einen Nationaltorwart war es in der Häufigkeit zuletzt schon sehr viel." Heynckes sagte dazu: "Man kann René keinen Vorwurf machen. Ich mache mir keine Sorgen, er hat ein gutes Nervenkostüm."
Fehler in der HSV-Abwehr
Neun Minuten vor Zé Robertos Tor hatten sich aber auch schon die Gäste einen Patzer geleistet: Das Innenverteidiger-Duo Joris Mathjisen und David Rozehnal spielte vergeblich auf Abseits, Nationalstürmer Stefan Kießling lief allein auf HSV-Torhüter Frank Rost zu und schob den Ball flach links ins Tor zum 1:0. Weitere Chancen vor der Pause? Noch jeweils eine auf beiden Seiten: Hamburgs Stürmer Mladen Petric spitzelte den Ball nach feinem Anspiel durch Eljero Elia nur knapp am Tor vorbei, auf der anderen Seite parierte Rost einen Schuss des Brasilianers Renato Augusto.
Nach der Pause bekamen die Leverkusener das Spiel besser unter Kontrolle. Vom HSV war kaum noch etwas zu sehen. Nach 54 Minuten hatten die Gäste noch Glück, als ein Kopfball von Bayer-Kapitän Manuel Friedrich - der bei dieser Aktion allerdings knapp im Abseits stand - erst an die Latte, dann an den Pfosten und schließlich zurück ins Spielfeld sprang.
Eine Minute später aber stand es 2:1 für Leverkusen: Eine präzise Flanke des jungen Rechtsverteidigers Daniel Schwaab drückte Angreifer Eren Derdiyok ins Toreck. Nur sieben Minuten später das 3:1. Augusto setzte sich gekonnt auf der rechten Seite gegen Hamburgs Dennis Aogo durch, und die anschließende Flanke wuchtete Kießling mit dem Kopf ins Tor - das Spiel war entschieden. Wahrscheinlich wechselte Labbadia deswegen auch Stürmerstar Ruud van Nistelrooy nach 70 Minuten aus. Der Holländer, Hoffnungsträger der HSV-Fans, blieb diesmal blass.
Zwar gelang Rozehnal in der 83. Minute der Anschlusstreffer für die Hamburger, doch im Gegenzug stellte Gonzalo Castro mit einem gewaltigen Schuss von der Strafraumgrenze zum 4:2 den Zwei-Tore-Abstand wieder her (84.).
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WENN ich nicht falsch informiert bin, ist die Stadiongesellschaft zu 100% ein Tocherdings der Stadt. mehr...
Viel kommt da aber auch nicht zusammen... Aber in Punkto Eintracht (Hallo Christian W.?!) mal eine Frage: hängt die Eintracht eigentlich als Gesellschafter in der Stadiongesellschaft mit drin oder ist das eine städtische GmbH? mehr...
Vielleicht hat man in Berlin das ganze Geld aus dem UEFA-Cup verpulvert, um nicht abzusteigen! Dies ist ja schon mal Geld, welches der Eintracht nicht zur Verfügung steht. mehr...
Ottl als Beispiel wäre vielleicht schlecht. Aber bei Gekas sieht es anders aus: Gekas und Skibbe kennen sich sehr gut, Frankfurt ist finanziell und sportlich stärker als Hertha, aber letzendlich ließ man den Abstiegskonkurrent [...] mehr...
Wenn du meinen Beitrag richtig liest, habe ich von Skepsis und Hoffnung geschrieben. Optmismus hört sich anders an. Worauf du diese Theorie gründest, ist mir ein Rätsel. Was soll an Hecking so negativ sein? Und welche [...] mehr...
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