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20.03.2010
 

Kurzpässe

Mordermittlungen gegen PSG-Fans, Eto'o bestohlen

PSG-Fans vor dem Stadion: Rivalisierende GruppenZur Großansicht
AFP

PSG-Fans vor dem Stadion: Rivalisierende Gruppen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Fans von Paris St. Germain - sie sollen für den Tod eines rivalisierenden Anhängers verantwortlich sein. Samuel Eto'o wurde ein teures Auto gestohlen. Mauro Zarate dementiert Sympathien für den Faschismus. Die Partie zwischen Dortmund und Bremen ist verlegt worden.

Hamburg - Im Fall des getöteten Anhängers des französischen Erstligisten Paris St. Germain sind gegen drei Mitglieder einer rivalisierenden PSG-Fangruppe Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet worden. Dies erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft. Die drei Personen waren am Mittwoch festgenommen worden, ein vierter Verdächtiger wurde von der Polizei freigelassen. Ende Februar war es im Umfeld des Spiels zwischen Paris St. Germain und Olympique Marseille zu schweren Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Pariser Fangruppen gekommen.

Dabei war ein Mann so schwer verletzt worden, dass er ins Koma fiel und am vergangenen Donnerstag seinen Verletzungen erlag. Nach den Ausschreitungen hatte die französische Fußball-Liga (LFP) den früheren Europapokalsieger zu einem Spiel vor leeren Zuschauerrängen verurteilt. PSG hat auf die Vorfälle reagiert und bekanntgegeben, den eigenen Fans keine Tickets mehr für Auswärtsspiele zu verkaufen.

Die Europäische Fußball-Union Uefa hat im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals den ukrainischen Schiedsrichter Oleg Orechow auf Lebenszeit gesperrt. Das gab der Verband am Samstag bekannt. Orechow ist der zweite Referee, der mit einer lebenslangen Sperre belegt wurde. Im Februar hatte die Uefa bereits den bosnischen Schiedsrichter Novo Panic gesperrt. Laut Uefa seien die Maßnahmen, die auf die Ermittlungen der deutschen Polizei zurückzuführen sind, unabhängig von den laufenden Untersuchungen und möglichen Anklagen durch die Bochumer Staatsanwaltschaft zu sehen. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Ende November den größten Wett- und Manipulationsskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs öffentlich gemacht. In Deutschland sollen mindestens 32 Spiele von der zweiten Bundesliga bis in den Juniorenbereich manipuliert worden sein.

Stürmerstar Samuel Eto'o vom italienischen Meister Inter Mailand ist Opfer eines Diebstahls geworden. Die Diebe entwendeten in Mailand ein teures Luxusauto, das der Kameruner seinem österreichischen Teamkollegen Marko Arnautovic für einen Abend geliehen hatte. Arnautovic erstattete Anzeige. Das Auto ist nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" einige hunderttausend Euro wert.

Der argentinische Mittelfeldspieler Mauro Zarate vom italienischen Erstligisten Lazio Rom hat den Vorwurf der Sympathie für den Faschismus zurückgewiesen. Im Internet war ein Bild veröffentlicht worden, auf dem der Mannschaftskollege des deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger beim Punktspiel gegen den AS Bari am vergangenen Sonntag inmitten von Lazio-Fans auf der Tribüne des Olympiastadions einen faschistischen Gruß zeigt. "Mauro weiß nicht einmal, wer Hitler und Mussolini sind", sagte Zarates Manager. Das Bild von Zarates "römischem Gruß" mit gestrecktem rechtem Arm wurde von allen großen italienischen Zeitungen veröffentlicht.

Drittligist Dynamo Dresden hat die drohende Insolvenz vorerst abgewendet. Der Stadtrat der sächsischen Landeshauptstadt hat einer Erhöhung des Zuschusses an die Stadion Dresden Projektgesellschaft um 1,2 Millionen Euro zugestimmt. Damit erhielt der Club für die teure Nutzung des modernisierten Rudolf-Harbig-Stadions die gewünschte Entlastung. Der Rat gab der Dresdner Oberbürgermeisterin zudem den Auftrag, dem Verein eine Bürgschaft in Höhe von 100.000 Euro zur Absicherung des Lizenzverfahrens beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zur Verfügung zu stellen. Die Entlastungen gelten nur für ein Jahr, bis zum Herbst soll über mögliche Zahlungen im kommenden Jahr nachverhandelt werden.

Das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen findet bereits am 3. April (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und damit einen Tag früher als geplant statt. Nachdem die Bremer im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden sind, machte die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Spielverlegung bekannt. Ursprünglich sollte die Partie des 29. Spieltags einen Tag später, am Ostersonntag, ausgetragen werden.

jar/sid/dpa

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