Hamburg - Der Hamburger Angreifer Paolo Guerrero hat nach dem 0:0 gegen Hannover 96 für einen Eklat gesorgt: Vor dem Gang in den Kabinentunnel warf der Peruaner eine gefüllte Plastikflasche nach einem Zuschauer auf der Tribüne und traf diesen im Gesicht. Im Anschluss mussten Ordner den 26-Jährigen davon abhalten, weiter auf den Fan zuzulaufen.
"Das darf nicht passieren", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann im Anschluss dem TV-Sender Sky. "Egal, was es vorher für einen Wortwechsel gegeben hat - so etwas hat in einem Fußballstadion nichts verloren." Man habe dies dem Spieler mitgeteilt und werde entsprechend reagieren, so Hoffmann weiter. Über die Schärfe der Sanktionen gegen den Stürmer wollte Hoffmann keine Angaben machen. Es war Guerreros erstes Spiel in der Hamburger Arena seit seinem Kreuzbandriss vor rund sieben Monaten.
"So etwas darf natürlich nicht passieren, auch wenn es extreme Beschimpfungen gab. Wir werden mit dem Spieler reden", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia.
Nach dem Abpfiff hatten die rund 57.000 Zuschauer die Leistung des HSV mit einem Pfeiffkonzert quittiert und damit offenbar für Unmut bei den Hamburger Profis gesorgt. "Wir brauchen auch die Unterstützung der Fans. Die hat uns heute gefehlt", sagte Verteidiger Dennis Aogo nach dem Spiel.
Trotz über 30 Minuten in Überzahl war es den Gastgebern aus Hamburg zuvor nicht gelungen, das Nordderby gegen Hannover für sich zu entscheiden. 96 musste ab der 59. Minute mit zehn Spielern auskommen, Angreifer Jiri Stajner hatte innerhalb von sieben Minuten erst die Gelbe, dann die Gelb-Rote Karte gesehen. Der HSV bleibt mit 45 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz, Hannover belegt Rang 17 (24 Punkte).
Drei Tage nach dem Hinspiel im Europa-League-Viertelfinale gegen Standard Lüttich zeigte die Mannschaft von Trainer Labbadia eine schwache Leistung. Wenig war von den Ankündigungen zu sehen, den Schwung des 2:1-Sieges gegen die Belgier mitzunehmen.
Hannover, das sich unter der Woche in einem Trainingslager in Bad Segeberg auf die Partie vorbereitet hatte, hatte wenig Mühe, die HSV-Stürmer aus dem eigenen Strafraum fernzuhalten. Die Gäste hatten sogar Raum, eigene Angriffsaktionen zu starten, agierten dabei aber zunächst zu harmlos. Hannovers Schlussmann Fromlowitz konnte sich erstmals in der sechsten Minute auszeichnen, als er einen Kopfball von Marcus Berg mit den Fingerspitzen parierte.
In der 23. Minute klärte Fromlowitz erneut nach einem Fernschuss des Schweden, der für den an Leistenproblemen leidenden Mladen Petric aufgeboten wurde. Gegen den 22-Meter-Schuss von Dennis Aogo (27.) war auch Fromlowitz chancenlos, der Ball landete jedoch an der Latte und Ruud van Nistelrooy schob den Abpraller aus Abseitsposition am Tor vorbei. Zur Halbzeit quittierten die HSV-Fans die schwache Leistung ihres Teams mit lauten Pfiffen. Van Nistelrooy wurde nach der Pause durch Guerrero ersetzt.
Dieser hatte auch gleich eine sehenswerte Aktion, als er sich im 96-Strafraum durchsetzte, Berg seinen Rückpass aber nicht verwerten konnte. Auch in Überzahl nach Stajners Platzverweis fiel den Gastgebern gegen die schwächste Abwehr der Bundesliga nicht viel mehr ein. Hannover zog sich noch konsequenter zurück und ließ den HSV vergeblich anrennen.
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Vielleicht hatte Guerrero Glück das diese Polizistin nicht anwesend war. http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/national-hessenpokal-zuschauerattacke-auf-fussballerinnen_aid_498804.html mehr...
Im vorherigen Post habe ich von Notwehr stand Notstand geredet. Das ist falsch. Zitieren wollte ich: § 34 Rechtfertigender Notstand = http://bundesrecht.juris.de/stgb/__34.html ergänzend auch. § 35 Entschuldigender Notstand = [...] mehr...
Bitte lesen sie noch einmal Aufmerksam den Paragraphen zur Selbstverteidigung/Notwehr. Ein Angriff auf die Ehre ist dort ausdrücklich durch Notwehr gedeckt. Durch "moderne" Auslegung wird aber eine Beleidigung kaum [...] mehr...
Nimm doch die ökonomische Vernunft zur Hilfe, dann passt das schon. Was kostet Herr Zumwinkels Freiheit? mehr...
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