Von Philipp Köster
Seit dem Confederations Cup in Südafrika 2009 gilt die Fantrompete Vuvuzela als lautestes, zumindest aber nervtötendstes Lärminstrument der Sportgeschichte. Das nicht enden wollende Gedröhne, einer jämmerlich verendenden Elefantenkuh nicht unähnlich, hinterließ auch bei den europäischen Fernsehzuschauern einen nachhaltigen Eindruck.
"Es wäre gut, sie zu verbannen. Sie machen es uns Spielern schwer, auf dem Platz zu kommunizieren und uns zu konzentrieren", sagte Xabi Alonso, der als früherer Profi des FC Liverpool von der Anfield Road eigentlich lautstarke Anfeuerung durch die Anhänger gewohnt sein sollte. Aber: "Sie sind ein Ärgernis und tragen nicht zur Stimmung bei", so der Mittelfeldspieler, der wie viele Aktive und TV-Sender von den Fantrompeten schwer genervt ist. Und Fifa-Boss Joseph Blatter sagte: "Sie machen ziemlich viel Lärm." Verboten werden die Vuvuzelas aber nicht.
Nun wurde erstmals wissenschaftlich untersucht, ob die Vuvuzela rein dezibeltechnisch nicht herkömmlichen Stadioninstrumenten unterlegen ist. Der Schweizer Kuhglocke etwa, der klassischen Ratsche, der brasilianischen Sambatrommel und natürlich der guten alten Gasfanfare, die in früheren Jahrzehnten zur Standardausstattung jedes Anhängers gehörte.
Im Labor des Hörgeräteherstellers Phonak in Fellbach bei Stuttgart wurde mit sogenannten Schalldruckpegel-Messgeräten getestet, wie laut die jeweiligen Fan-Utensilien tatsächlich sind. Der Abstand der Geräuschquelle zum Messgerät betrug dabei zehn Zentimeter.
Werte im Bereich eines Düsenjets im Probelauf
Wer nun in den achtziger Jahren schon einmal von humorvollen Kollegen eine Gashupe ans Ohr gedrückt bekommen hat, den wird das Ergebnis der Untersuchung überraschen: Nur ein enttäuschender zweiter Platz für den Ozonkiller mit 123,2 Dezibel. Dahinter rangieren Fangesänge (ausgeführt von einem engagierten Anhänger des VfB Stuttgart), gefolgt von einer Schweizer Riesenkuhglocke und einer Sambatrommel brasilianischer Provenienz.
Mit immer noch stattlichen 109,8 Dezibel auf dem sechsten und letzten Platz landete die Riesen-Holzratsche, die allerdings eher bei Randsportarten wie Badminton oder Handball zum Einsatz kommt. Der Gewinner hingegen kommt tatsächlich aus Südafrika: Die Vuvuzela erreicht mit 123,9 Dezibel Werte im Bereich eines Düsenjets im Probelauf.
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Sie meinen Leberwurst? Nö. Ich hab Bock auf die WM. Hab Lust auf Fußball. Dem gefährlich werden könnten höchstens Hooligans und Ausschreitungen, aber von ein paar Tröten - oder Pfeifen, die sich drüber aufregen - lass' ich mir [...] mehr...
Ich finde den Artikel sehr unterhaltsam. Das sogar Studien zu den Vuvuzela-Geräuschekulissen durchgeführt und Verbote in die Überlegungen einbezogen wurden, erachte ich für ein typisch "deutsches" Mecker-Verhalten. Die [...] mehr...
Sie führen sich hier auf wie die beleidigte Bratwurst. Wenn Sie so für interkulturellen Austausch sind, dann sollten auch zugelassen werden, dass es im Station klangtechnisch Farbenfroh wird. Mir tuen vor allem die [...] mehr...
Ich verstehe voll und ganz, was Sie mir hiermit sagen wollen, nicht. ---Zitat--- Es ist nunmal so, dass so ein permanentes und penetrantes Hintergrundgeräusch wie diese Tröten einfach nur nervtötend sind, wenn man z.B. [...] mehr...
Jaja, die bösen bösen Deutschen, hier in Form von Xabi Alonso, die sich trauen, das Kind beim Namen zu nennen und sich dann auch noch erdreisten, für die spanische Nationalmannschaft zu spielen. Es ist nunmal so, dass so ein [...] mehr...
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