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08.07.2010
 

DFB-Kapitän Lahm

"Das Team braucht einen guten Trainer - und unserer ist gut"

Foto: REUTERS

Philipp Lahm will seinen Anspruch auf das Kapitänsamt nicht als Angriff auf Michael Ballack verstanden wissen. Er erklärte nach der Niederlage gegen Spanien aber erneut, Spielführer bleiben zu wollen - und sprach sich für Bundestrainer Joachim Löw aus.

Hamburg - Auf der Pressekonferenz am Tag nach der Halbfinalniederlage gegen Spanien hat Philipp Lahm seinen Führungsanspruch in der Nationalmannschaft bestätigt. "Das ist doch klar, dass man sein Amt behalten will, wenn man Spaß an so einer Aufgabe hat. Und ich habe Spaß daran, die Mannschaft zu führen", so Lahm. "Es wäre schlimm, wenn ich dieses Amt nicht weiter ausführen wollen würde."

Er betonte aber, dass sein dauerhafter Anspruch auf die Kapitänsbinde in der deutschen Nationalmannschaft "kein Angriff" auf Michael Ballack sei. "Es ist auch überhaupt kein Machtkampf, denn die Macht liegt nur bei einer Person, und das ist der Trainer", sagte Lahm.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall Ballacks war Lahm von Bundestrainer Joachim Löw zum WM-Kapitän ernannt worden. Eine dauerhafte Lösung des Problems soll nach der Weltmeisterschaft gefunden werden. Sollte Ballack das Amt zugesprochen werden, "habe ich keine Probleme damit", so Lahm. "Unser Verhältnis wird so sein wie vorher auch."


Ein weiterer möglicher Konflikt wurde unterdessen schon ohne das Zutun des Bundestrainers entschärft - die Frage nach der künftigen Nummer eins im deutschen Tor. Leverkusens Keeper René Adler, der vor der WM zum Stammtorwart der DFB-Elf erklärt worden war, sieht sich nach den starken Leistungen von Manuel Neuer bei der WM nur noch als Nummer zwei. "Manuel hat nun einen Vorsprung. Es ist okay, dass ich mich jetzt erst mal ins zweite Glied stelle. Alles andere wäre Quatsch", sagte Adler der "Bild"-Zeitung. Der 25-Jährige hatte seine Teilnahme wegen eines Rippenbruchs absagen müssen. "Man muss die Leistung von Manuel Neuer und der ganzen Mannschaft honorieren und respektieren."

Auch Lahm sprach auf der Pressekonferenz von einem sehr guten Turnier und großer Qualität in der Mannschaft. Allerdings betonte er auch die große Enttäuschung, die derzeit vorherrsche. "Nun müssen wir weiter daran arbeiten, um Titel mitspielen zu können."

Unter wessen Leitung dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, daran ließ Lahm keinen Zweifel. "Das Team braucht einen guten Trainer - und unser Trainer ist gut." Letztlich sei dies die Entscheidung Löws und des DFB-Präsidiums. "Aber jeder weiß, was wir von ihm halten."


Co-Trainer Hans-Dieter Flick sagte zu den Gründen für die Niederlage: "Spanien hatte schnellere Passfolgen, unser Mittelfeld hatte keinen Zugriff. Und wenn wir mal in Ballbesitz waren, wurden die Angriffe nicht so abgeschlossen wie in den vorigen Spielen."

Im Spiel um Platz drei gegen Uruguay am Samstag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) überlegt das DFB-Trainerteam "dem ein oder anderen eine Belohnung zu geben, der bis jetzt nicht gespielt hat". Das hätten sich die Spieler verdient.

Anschließend kehrt das Team zunächst ins Mannschaftshotel "Velmore Grande" zurück, um dann die Heimreise nach Deutschland anzutreten. Anders als 2006 und 2008 wird es aber bei der Rückkehr keinen großen Empfang geben. Der Mannschaftsrat hatte sich zuvor gegen einen Auftritt am Brandenburger Tor in Berlin ausgesprochen, falls man nicht in das Endspiel einziehe.

jar/dpa/sid

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insgesamt 1748 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
20.07.2010 von ray4901: Der arme Zwanziger

Der arme Dr. Zwanziger, wo er sich doch schon mit Rücktrittsgedanken beschäftigt. "Bierhoff, Löw und Co" paktieren also mit Spielerberatern. SIe können das sicher sauber belegen. Spekulieren können Sie dann, ob auch [...] mehr...

20.07.2010 von communist: Genau

und wenn erst rauskommt, dass der DFB von Scientology unterwandert ist, bleibt nur eine Wahl: Tom Cruise muss Bundestrainer werden! Natürlich nur, um mit anzusehen, wie der unorganisierteste, erfolgloseste, kleinste [...] mehr...

20.07.2010 von dongiovanni25:

Komm, komm, Daum hatten wir doch schon abgehakt, obwohl ich ihn als Fachmann sehe, aber wohl doch eher als Vereinstrainer, wo er dann schnell, nach 2-3 Jahren abfackelt. Nein, aber ein Magath, Hitzefeld, Schuster oder Rangnick, [...] mehr...

20.07.2010 von Keine Panik:

Das ist vielleicht der kritische Punkt daran. Jetzt kommt es auf die EM an! Schneidet die Mannschaft nicht gut genug ab, dann ist Löw wohl nicht mehr halten. Dann bleiben für den Nachfolger nur 2 Jahre für die WM. mehr...

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