Hamburg - Weltmeister Carles Puyol ist aus der spanischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Bereits vor einigen Monaten hatte der 32-Jährige, der mit seinem Tor zum 1:0 im Halbfinale gegen Deutschland das Aus der DFB-Elf besiegelte, diese Entscheidung getroffen. Auch Versuche von Verbandsseite, den Kapitän des spanischen Meisters FC Barcelona zum Weitermachen zu bewegen, seien vergeblich gewesen. Puyol bestritt in seiner Nationalmannschaftskarriere 90 Länderspiele und erzielte dabei drei Tore.
Puyols Nationalmannschafts-Teamkollege Fernando Torres hat sich im WM-Finale gegen die Niederlande eine Leistenverletzung zugezogen. Das teilte sein Verein FC Liverpool am Mittwoch mit. Der Stürmerstar fällt etwa vier Wochen aus, damit ist sein Einsatz im ersten Saisonspiel der Premier League am 15. August gegen den FC Arsenal gefährdet.
Der Wechsel des französischen Nationalspielers Thierry Henry zu den New York Red Bulls ist perfekt. Wie der Verein aus der Major League Soccer (MLS) am Mittwoch bekannt gab, einigte man sich mit dem Stürmer auf eine längerfristige Zusammenarbeit. Über die genaue Vertragslaufzeit wurden keine Angaben gemacht. Henry soll erstmals am 22. Juli in einem Testspiel in New York gegen den englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur auflaufen.
Der 32-Jährige begann 1993 beim AS Monaco seine Karriere. Nach einem halben Jahr bei Juventus Turin, wechselte er 1999 zum FC Arsenal in die englische Premier League. Mit 226 Toren wurde Henry zum Top-Torjäger der Club-Historie. 2007 folgte der Wechsel zum FC Barcelona, mit dem er 2008 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League gewann. Für die franzöische Nationalmannschaft erzielte er in bislang 124 Spielen 51 Tore. Bei der WM in Südafrika kam er in der enttäuschenden Equipe Tricolore allerdings nur zu zwei Kurzeinsätzen.
Bundesligist VfL Wolfsburg hat den Brasilianer Cicero von Absteiger Hertha BSC Berlin verpflichtet. Der 25-jährige Mittelfeldspieler wird nach übereinstimmenden Medienberichten zunächst für ein Jahr ausgeliehen, die Transferrechte sollen beim brasilianischen Club Tombense liegen. Die Wolfsburger haben sich zudem eine Kaufoption gesichert.
Bayern München hat den Rechtsstreit mit Lokalrivale TSV 1860 München gewonnen. Bei der mündlichen Verhandlung am Mittwoch vor dem Landgericht München I wurden "die Löwen" dazu verurteilt, die angefallenen Schulden von 542.344 Euro zuzüglich Zinsen und Prozesskosten vollständig zu bezahlen. Der FC Bayern hatte den Zweitligaclub wegen nicht vertragsgemäßer Bezahlung der Bewirtungskosten in der Allianz Arena in Höhe von 500.000 Euro verklagt. "Der Vorstand der FC Bayern München AG zeigt sich durch dieses Urteil in seiner Rechtsauffassung bestätigt", teilten die Bayern nach der Urteilsverkündung mit.
Für die finanziell ohnehin deutlich angeschlagenen "Löwen" könnte das Urteil verheerende Folgen haben. 1860 muss, sofern der Club nicht noch Berufung einlegt und in der nächsthöheren Instanz vor dem Oberlandesgericht Recht bekommt, zu den bisherigen Konditionen Mieter in der Arena bleiben. Weil die Löwen sich die Arena in der Zweiten Liga dauerhaft jedoch nicht leisten können, bleiben ihnen noch zwei Auswege: Umzug ins Olympiastadion, was frühestens 2011 möglich wäre - oder die Pleite.
Vorstandschef Bernd Hoffmann und der Aufsichtsrat des Bundesligisten Hamburger SV mussten sich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstagabend massive Kritik gefallen lassen. Auf der Versammlung, an der knapp tausend Mitglieder teilnahmen, stellte Hoffmann das umstrittene Investorenmodell "Anstoß 3" vor. Die Kritiker warfen ihm vor allem fehlende Informationen und mangelnde Transparenz im Vorfeld vor.
Viele befürchten zudem, dass der Verein durch das Modell seine Handlungsfreiheit bei Transfers verliere. Mit "Anstoß 3" will der Vorstand externe Gelder für Spielerverpflichtungen und Vertragsverlängerungen generieren. Bislang ist ein Vertrag mit dem Hamburger Unternehmer Klaus-Michael Kühne abgeschlossen worden. Kühne stellte dem Club 7,5 Millionen Euro für Vertragsverlängerungen zur Verfügung und erhält dafür ein Drittel möglicher zukünftiger Transfererlöse der Spieler Dennis Aogo, Marcell Jansen und Paolo Guerrero. Weitere 7,5 Millionen gibt Kühne für den Kauf neuer Spieler und ist dafür an deren möglichem Weiterverkauf ebenfalls mit 33,3 Prozent des zukünftigen Transfererlöses beteiligt (siehe Infokasten linke Spalte).
Bundesliga-Absteiger Hertha BSC hat den australischen Nationalspieler Nikita Rukavytsya verpflichtet. Der 23-jährige Stürmer, der unter anderem im Gruppenspiel bei der WM 2010 gegen Deutschland zum Einsatz kam, unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis 2013 und kommt ablösefrei. Nikita Rukavytsya, der in Mykolaiv in der Ukraine geboren ist, besitzt sowohl einen australischen wie einen ukrainischen Pass. Bisher bestritt er sechs Länderspiele für Australien. Er kommt vom niederländischen Meister Twente Enschede, war aber zuletzt an das belgische Team KSV Roeselaere ausgeliehen.
mib/dpa/sid
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