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17.07.2010
 

Kurzpässe

Völler stützt Ballack, Ex-Berater verklagt Villa

Weltmeister Villa: Ärger mit dem Ex-BeraterZur Großansicht
dpa

Weltmeister Villa: Ärger mit dem Ex-Berater

Ärger für den Weltmeister: Ein ehemaliger Berater fordert von Spaniens Nationalspieler David Villa Entschädigung in Millionenhöhe. Rudi Völler hat im Streit um das DFB-Kapitänsamt für seinen Spieler Michael Ballack Partei ergriffen. In Nigeria stehen Funktionäre unter Korruptionsverdacht.

Hamburg - Nationalspieler Michael Ballack hat in der Diskussion um das Kapitänsamt in der DFB-Elf Rückendeckung von Rudi Völler erhalten. "Es steht außer Frage, dass Philipp (Lahm, d. Red.) das Amt während der WM sehr gut ausgefüllt hat. Trotzdem besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass Michael zurückkommen wird, sobald er wieder fit ist, und - auch das ist klar - auch wieder der Kapitän der Nationalmannschaft sein wird", sagte Völler "ran.de".

Der 50-Jährige ist Sportdirektor von Bayer Leverkusen - Ballacks neuem Club. In der verletzungsbedingten Abswesenheit des 33-Jährigen war Lahm während der WM in Südafrika Kapitän der Nationalelf. Der Außenverteidiger von Meister Bayern München hatte auch für die Zeit nach der WM Ansprüche auf die Binde angemeldet. Ballack sieht das jedoch anders: " Ich bin der Kapitän", sagte Ballack am Mittwoch bei seiner Vorstellung in Leverkusen.

Weltmeister David Villa droht Ärger: Sein ehemaliger Berater Jose Luis Tamargo hat den spanischen Angreifer bei einem Gericht in Aviles auf eine Entschädigung von sechs Millionen Euro verklagt. Hintergrund der Forderung ist der Wechsel des Torjägers für 40 Millionen Euro vom FC Valencia zum FC Barcelona. Tamargo hatte den Transfer nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Jahr eingeleitet. Am 19. April dieses Jahres kündigte Villa den seit 2003 bestehenden Vertrag mit dem Berater. Einen Monat später war der Wechsel nach Barcelona perfekt.

Die U20-Fußballerinnen Südkoreas haben sich bei der WM in Deutschland vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Die Asiatinnen lösten in der Gruppe D ihr Ticket für die Runde der letzten Acht mit einem 4:2 (1:1) gegen Ghana. Deborah Afriyie (28.) und Elizabeth Cudjoe (56.) schossen Ghana in Dresden zweimal in Führung. Die Südkoreanerinnen glichen jedoch durch Ji So Yun (41.) und Kim Narae (62.) jeweils aus, ehe Kim Jin Young (70.) und erneut Ji mit ihrem fünften Turniertor in der 87. Minute für die Entscheidung sorgten. Südkorea ist das dritte Team nach WM-Gastgeber Deutschland und Nordkorea, das sich bereits einen Platz in der K.o.-Runde gesichert hat.

Auf Viertelfinalkurs sind Titelverteidiger USA und Mexiko. Die Amerikanerinnen, die zum Auftakt gegen Ghana nicht über ein 1:1 hinausgekommen waren, besiegten in der Gruppe D die Schweiz mühelos 5:0 (3:0). Für die USA traf Sydney Leroux dreimal (23., 52. und 76.), die weiteren Tore erzielten Kristie Mewis (4.) und Zakiya Bywaters (25. ). Die Mexikanerinnen haben in der Gruppe C nach dem 1:0 (0:0) gegen England ebenfalls vier Punkte. Den mexikanischen Sieg schoss Renae Cuellar (62.) heraus.

Titelkandidat Japan muss dagegen nach einem 1:2 (0:2) gegen Nigeria mit nur einem Zähler um den Turnierverbleib bangen. Amarachi Okoronkwo (6.) und Desire Oparanozie (17.) erzielten in Augsburg die Führung für die Afrikanerinnen. Mehr als der Anschlusstreffer durch Mana Iwabuchi (62.) gelang den Japanerinnen nicht mehr.

Martino bleibt Paraguays Nationatrainer

Gerardo Martino bleibt Nationaltrainer Paraguays. Der Argentinier hat mit dem nationalen Verband APF eine Vereinbarung bis zur nächsten WM 2014 in Brasilien getroffen. Nach der Copa America im Juli 2011 in Argentinien wollen sich beide Seiten aber noch einmal zu Verhandlungen an den Tisch setzen. Martino übernahm die Nationalmannschaft im Februar 2007 und führte sie bei der Endrunde in Südafrika zum ersten Mal in der Fußballhistorie des Landes bis in ein WM-Viertelfinale. Dort scheiterte Paraguay am späteren Titelträger Spanien.

Die Anti-Korruptions-Einheit Nigerias hat den Pass von Bolaji Ojo-Oba, Generalsekretär des nationalen Fußball-Verbandes (NFF), beschlagnahmt. Auch die Dokumente mehrerer Ex-Funktionäre wurden eingezogen, darunter der Pass des früheren Verbandspräsidenten Sani Lulu. Ein Sprecher erklärte, am vergangenen Montag seien die NFF-Büros fünf Stunden lang durchsucht worden. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Gelder der Nationalmannschaft veruntreut oder als Bestechungsgelder eingesetzt zu haben. Ojo-Oba hinderte der Eingriff der Behörde an einer Reise nach Deutschland, wo der Generalsekretär die U20-Juniorinnen Nigerias bei der WM besuchen wollte.

hut/sid/dpa

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