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19.07.2010
 

Kandidatur für DFL-Spitze

Rote Karte von Familie Hoeneß

Bayern-Präsident Hoeneß: "Ich würde in zu viele Interessenskonflikte geraten"Zur Großansicht
ddp

Bayern-Präsident Hoeneß: "Ich würde in zu viele Interessenskonflikte geraten"

Das war eine schnelle Kehrtwende: Noch am Wochenende hat sich Uli Hoeneß als perfekter Kandidat für den Job des Liga-Chefs angepriesen - jetzt zieht er zurück. Unter anderem habe seine Familie ihr Veto eingelegt, sagt der Bayern-Boss.

Hamburg - Was für eine Wende: Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird nun doch nicht für den Posten als Ligaverbandschef kandidieren. "Nach intensiven Gesprächen mit meiner Familie am vergangenen Wochenende bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich nicht für das Amt des DFL-Präsidenten zur Wahl stelle", wurde Hoeneß in einer Pressemitteilung des Deutschen Meisters zitiert.

Der 58-Jährige wollte eigentlich bei der Abstimmung am 18. August in Berlin gegen Amtsinhaber Reinhard Rauball antreten. Davon ist nun keine Rede mehr. "Diese Entscheidung habe ich Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball persönlich am Telefon mitgeteilt", erklärte Hoeneß. "Ich würde in zu viele Interessenskonflikte geraten. Es sind in erster Linie drei Gründe, die mich dazu bewogen haben, keine Bewerbung abzugeben", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung".

Neben dem Veto der Familie würden außerdem viele Bayern-Fans befürchten, dass Hoeneß in einer Tätigkeit für die gesamte Liga "zu viel FC-Bayern-Know-How" weitergeben könne. Als dritten Punkt nannte der Vereinschef des FC Bayern München, dass er für einen DFL-Vorsitz seine sozialen Ambitionen für Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen stark reduzieren müsse, wozu er "nach reiflicher Überlegung" nicht bereit sei.

"Wenn ich gewählt werde, wird es allen besser gehen"

Noch am Wochenende hatte Hoeneß sich als perfekte Lösung präsentiert: "Wenn ich gewählt werde, wird es allen besser gehen", hatte er der "Bild am Sonntag" gesagt. "Vor allem die zweite Liga würde von mir sehr stark profitieren, weil ich dazu beitragen würde, dass mehr Geld akquiriert wird. Dann kann man den Kleinen mehr Geld geben, ohne es den Großen wegzunehmen." Er sei viel näher an den Leuten dran, dies sei sein großer Vorteil.

Nach der Bekanntgabe der Kandidatur hatte es auch kritische Stimmen gegeben. Hans Joachim Watzke, Geschäftsführer von Rauballs Club Borussia Dortmund, hatte sich irritiert gezeigt: "Reinhard Rauball wirkt seit drei Jahren erfolgreich, sachorientiert und mit großer Kompetenz. Und er hat sich - wenn nötig - nicht gescheut, Liga-Interessen über die Interessen von Borussia Dortmund zu stellen", hatte der 51-Jährige den "Ruhr Nachrichten" gesagt. "Es wäre der falsche Weg, Hoeneß kampflos das Feld zu überlassen", so Watzke.

Damit der FC Bayern weiter in der DFL vertreten ist, schlug der Verein für das Amt als Vorstand im Ligaverband Karl Hopfner vor. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG hat sich bereit erklärt, im Falle seiner Wahl das Amt anzunehmen.

Rauball, der bei einer Kampfabstimmung Gegenkandidat des Bayern-Präsidenten gewesen wäre, nahm den Rückzug von Hoeneß "mit Respekt" zur Kenntnis. Gleichzeitig begrüße ich es im Sinne der Liga, dass sich der FC Bayern in Person von Hopfner weiter im Ligavorstand engagieren möchte. Ich werde seine Wahl unterstützen." Für das Gesamtinteresse der Liga sei es "von Bedeutung, dass der Branchenführer auch in den kommenden drei Jahren verantwortlich im Ligavorstand vertreten ist."

fsc/dpa/sid

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insgesamt 10 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
20.07.2010 von ratzfatzz: gewissenlos

"dass er für einen DFL-Vorsitz seine sozialen Ambitionen für Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen stark reduzieren müsse, wozu er "nach reiflicher Überlegung" nicht bereit sei." Das sagt ein Mann, der [...] mehr...

20.07.2010 von Torch: Angstbeißer?!

Oho, die große bayerische Fußball-Weltverschwörung mit dem dunklen Illuminaten Uli Hoeneß an der Spitze *schauder*. Das personifizierte Böse *grusel*. Großes Kino! Wer gegenüber einem Fußball-Manager so viel Hass entwickelt, [...] mehr...

19.07.2010 von Pedro1000: Familie

Aber hallo! ULI hat wohl gewusst, dass er die Abstimmung verliert. Die kleinen Klubs lieben doch den grossen FC Bayern. Was für ein Sommerspielchen! mehr...

19.07.2010 von heuwender: ja gehts noch?

Dummheit ist auch eine Gabe Gottes,aber man sollt sie nicht permanent mißbrauchen,gelle Uli.Bitte an Hoenes,erst das Gehirn einschalten ,dann reden,aber das wird er nie lernen. mehr...

19.07.2010 von lemming51: Gut so

Gut, dass der unerträgliche Metzgerbengel Hoeneß, mit dem Kaiser offenbar der Erfinder des Fußballs, der Liga als Präsident erspart bleibt. mehr...

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