Hamburg - Südkoreas U20-Fußballerinnen sind bei der WM Halbfinal-Gegner von Gastgeber Deutschland. Die Asiatinnen setzten sich im Viertelfinale in Dresden gegen Mexiko 3:1 (2:0) durch und zogen damit in das Semifinale am Donnerstag (15.30 Uhr) in Bochum gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein.
Südkoreas Matchwinnerin war Lee Hyun-Young mit zwei Treffern (14. und 67.). Das Tor zum vorentscheidenden 2:0 erzielte Ji So-Yun (28.). Mexikos Anschlusstreffer durch Natalia Gomez Junco sieben Minuten vor dem Abpfiff kam zu spät. Die deutsche Mannschaft war bereits am Samstag mit einem 2:0-Sieg gegen Nordkoreains Halbfinale eingezogen.
Das zweite Halbfinale des Turniers bestreiten ebenfalls am Donnerstag (18.30 Uhr) Nigeria und Kolumbien. Die Afrikanerinnen gewannen am Sonntag in Augsburg gegen Titelverteidiger USA 4:2 im Elfmeterschießen und sorgten damit für eine große Überraschung. WM-Debütant Kolumbien hatte sich durch einen 2:0-Sieg gegen Schweden für das Halbfinale qualifiziert.
Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung hatte es zwischen Nigeria und den USA 1:1 gestanden. Im Elfmeterschießen verwandelten alle vier Schützinnen aus Nigeria. Beim US-Team trafen dagegen Spielführerin Christine Nairn sowie zum Abschluss Sydney Leroux nicht. Die USA waren durch Amber Brooks in der neunten Minute in Führung gegangen. Für Nigeria glich Helen Ukaonu aus (79.).
Guti geht nach Istanbul
Guti verlässt Spaniens Rekordmeister Real Madrid. Am Sonntag verkündete der 33-Jährige, der seit 1984 bei den Königlichen spielt und sämtliche Jugendmannschaften durchlief, wie erwartet seinen Abschied. "Ich verlasse Madrid mit dem Wissen, dass die Real-Familie mich liebt. Das ist enorm wichtig für mich", sagte er auf einer Pressekonferenz. Jose Maria Gutierrez Hernandez, wie er mit vollständigem Namen heißt, wechselt zum türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul. Dort trifft Guti auf Trainer Bernd Schuster, der bereits zwischen 2007 und 2008 sein Coach war.
Uruguays Nationalspieler Diego Forlán ist von den Sportjournalisten seines Landes zum zweiten Mal in Folge zum Sportler des Jahres gekürt worden. Der 31 Jahre alte Stürmer von Atletico Madrid hatte sein Land bei der WM in Südafrika mit fünf Toren zum vierten Platz und damit zum besten Abschneiden seit 40 Jahren geführt. Bei der Weltmeisterschaft war Forlán als bester Spieler der Endrunde mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet worden. Uruguays Sportjournalisten ehrten in Luis Suarez (bester Sportler Uruguays im Ausland) und Sebastian Abreu (herausragende sportliche Leistung) zwei weitere Fußballer aus der WM-Mannschaft.
Im Dauerstreit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist der ehemalige deutsche Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell zu einer außergerichtlichen Einigung bereit. "Bei vernünftigen Gesprächen ist Manfred Amerell bereit, den Fall so abzuschließen, dass es für beide Seiten eine befriedigende Lösung gibt", sagte sein Anwalt Jürgen Langer am Sonntag. Am Freitag hatte jedes Mitglied des DFB-Präsidiums die schriftliche Aufforderung bekommen, innerhalb von zehn Tagen Amerells Schadensersatzansprüche gegen den Verband "materiell und immateriell" anzuerkennen. Sonst würde geklagt, sagte Langer.
ulz/sid/dpa
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