Hamburg - Theo Zwanziger hat sich dazu entschieden, weiter Präsident des Deutschen Fußball-Bundes bleiben zu wollen. "Ich freue mich auf die künftigen Aufgaben", sagte Zwanziger im Anschluss an die Präsidiumssitzung am Freitag in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. Die Wahl findet im Rahmen des DFB-Bundestages am 21. und 22. Oktober in Essen statt.
Nach der Weltmeisterschaft in Südafrika hatte Zwanziger noch Amtsmüdigkeit angedeutet und von einer Phase des Nachdenkens gesprochen. Im Umfeld des DFB hatte es aber spätestens nach der verspätet gelungenen Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw wenig Zweifel daran gegeben, dass Zwanziger sich im Oktober beim DFB-Bundestag für drei weitere Jahre zur Wiederwahl stellen werde. Ihn reizt vor allem die Frauenfußball-WM 2011 im eigenen Land, zudem sieht er mit Trainer Löw und dessen jungem Nationalteam offenbar genug Perspektiven, um sich 2012 oder spätestens 2014 doch noch als Präsident mit einem wichtigen Turniersieg schmücken zu können.
"Es muss legitim sein, sich am Ende einer Legislaturperiode intensive Gedanken über die zukünftige Lebensplanung zu machen", sagte Zwanziger. Gespräche mit der Familie, der große Rückhalt aus den unterschiedlichsten Bereichen des Fußballs, der Politik und Gesellschaft sowie die anstehenden Herausforderungen des Verbandes hätten ihn zur festen Überzeugung geführt, noch einmal für das Ehrenamt zu kandidieren. Der Jurist führt den größten Sportverband der Welt seit 2004. Zuerst gemeinsam mit Gerhard Mayer-Vorfelder, seit dem 8. September 2006 als alleiniger Präsident.
Vertragsverlängerung mit Löw als Rückendeckung
Nicht unwesentlich in der Entscheidungsfindung sei auch die Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw gewesen. "Das Verhalten des Bundestrainers hat mir gezeigt, das mein Vertrauen gerechtfertigt war. Auf dieser Basis können wir weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten", sagte Zwanziger.
"Sein gesellschaftspolitisches Engagement kommt auch unserer Nationalmannschaft zugute. Der Präsident hat uns immer den Rücken gestärkt", erklärte Löw. Auch Teammanager Oliver Bierhoff fand lobende Worte: "Das ist eine gute Nachricht. Viele neue Ideen hat er unterstützt und dabei wichtige Weichen gestellt." Die Deutsche Fußball Liga (DFL) freut sich ebenfalls über das Weitermachen des obersten Fußball-Funktionärs. "Der Liga-Verband begrüßt den Wunsch nach einer weiteren Amtszeit ausdrücklich", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball.
Allerdings droht Zwanziger noch Ungemach im Schiedsrichter-Skandal: Der ehemalige Bundesliga-Referee Kempter hatte im Februar Amerell der sexuellen Nötigung bezichtigt, die der Beschuldigte stets bestritten hat. Zwanzigers Aufklärungsarbeit wurde heftig kritisiert. Ihm wurde vorgehalten, er fahre einen Zickzack-Kurs und habe sich allzu schnell auf die Seite Kempters geschlagen.
Mit der Affäre beschäftigte sich auch das DFB-Präsidium. Einzelheiten teilte der DFB allerdings nicht mit. Vor der Sitzung hatte es allerdings bereits Irritationen gegeben, weil das vermeintliche Opfer des Skandals, Referee Michael Kempter, bereits an diesem Wochenende wieder ein Spiel der Dritten Liga pfeifen solle. An sich gab es die Verabredung, dass Kempter erst dann wieder pfeifen sollte, nachdem das Präsidium den neuen Schiedsrichter-Obmann Herber Fandel zu der Affäre befragt habe.
mti/sid
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.... die kontinuität haben wir doch jetzt, das ist der rücktritt von der amtsmüdigkeit. mehr...
dass der Schwadroneur Zwanziger dem DFB weiter vorsteht. Erst kokettiert er mit seiner Amtsmüdigkeit, was nach den Patzern und Aussetzern der letzen Jahre zu verstehen ist, und dann drängt er sich plötzlich wieder auf. Es [...] mehr...
Noch sind mir die Diskussionen in Erinnerung, als Bundestrainer Jogi Löw samt Kollegen mit dem DFB im Streit war. Die Fronten waren so hart, dass Löw bis zum letzten Moment eine Fortsetzung seines Vertrages in Disposition gestellt [...] mehr...
Es wäre so schön gewesen ohne Sie. Lassen Sie doch mal die Jungen ran, zum Busseln können Sie ja immer noch zu den Spielen von Silvia Neid und ihren Mädels. mehr...
Wohl wahr - aber eben doch: wahr. mehr...
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