Hamburg - Wochenlang schwelte der Streit um das Kapitänsamt der Nationalmannschaft vor sich hin, jetzt hat Bundestrainer Joachim Löw ihn vorerst beendet. Seine Entscheidung: Michael Ballack wird das Amt des Spielführers übernehmen, wenn er wieder entsprechend in Form kommt, für die Nationalelf nominiert zu werden. Ansonsten werde Bayern-Spieler Philipp Lahm, der Ballack während der WM in Südafrika vertreten hat, das Amt ausfüllen, verkündete Löw am Mittwoch auf einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt.
"Ich bin zu der Entscheidung gekommen, dass Michael Ballack der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft bleibt", so Löw. Er habe dies dem Spieler in einem mehrstündigen Gespräch mitgeteilt. Auch Lahm habe die Entscheidung akzeptiert, so Löw. Solange Ballack nicht im Kader stehe, fungiere Bastian Schweinsteiger als Vize-Spielführer.
Damit bricht Löw mit dem Grundsatz, dass der formale Kapitän auch unumstrittener Stammspieler der Nationalelf ist. Ballack hatte sich zuletzt bei Bayer Leverkusen in sehr schwacher Form präsentiert und ist am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach bereits nach 60 Minuten ausgewechselt worden.
"Im Moment sehe ich Michael nicht in der Verfassung, der Mannschaft zu helfen. Er ist derzeit keine Verstärkung. Ich denke, das weiß er auch selbst", so der Bundestrainer weiter. Er habe auch mit Ballacks Trainer in Leverkusen, Jupp Heynckes, über die körperliche Verfassung des Profis gesprochen.
Ob Ballack bei einer Nominierung für den Kader zukünftig gesetzt sei, oder von der Bank kommen könnte, wollte Löw vorerst nicht entscheiden. Auch das Team sei informiert worden, er erwarte keine weitere Unruhe im Mannschaftsgefüge.
Entscheidung für Neuer im Tor
Der Bundestrainer hatte mit Hinblick auf Ballacks fehlende Fitness darauf verzichtet, den 98-fachen Nationalspieler für die beiden EM-Qualifikationspiele gegen Belgien (3. September) und Aserbaidschan (7. September) zu nominieren.
Das deutsche Tor wird in beiden Partien wie bei der WM Manuel Neuer hüten. Der Schalker erhält den Vorzug gegenüber dem genesenen René Adler. Dieser hatte das Turnier in Südafrika wie Ballack wegen einer Verletzung verpasst und teilt sich die Rolle der Nummer zwei mit Tim Wiese. "Manuel Neuer hat ein hervorragendes Turnier gespielt, wo wir mit seinen Leistungen sehr zufrieden waren", sagte Löw.
aha/jok/dpa/sid
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Ich kenne ihn nicht so, aber mir scheint dieser Frei ein schwieriger Typ zu sein. Bei BVB, mochte ihn Klopp auch nicht. Na ja, dass er Liebling in Dortmund war...das ist mir entgangen... Der sieht ja immer so aus, als wäre er [...] mehr...
sehr her, auch die Schweiz, resp. unser Otti Hitzfeld hat ein Capitano Problem. Alexander Frei, Rekordnationaltorschütze und vor nicht allzu langer Zeit auch Liebling beim BVB, wird von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen [...] mehr...
Du bist ein Ehrenmann. Ich achte Deinen Schmerz. Lieben Gruss. Ray mehr...
@Haio und ray! Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich habe mich nie derartig geäußert, dass ich die Spanier schwach reden wollte. Ich erkenne ihre Qualität durchaus an. Ich meine nur, dass die deutsche Taktik (oder [...] mehr...
Gegen die Spanier schiessen alle, alle, seit Jahren, nur Böcke. Das hat doch System, meinst Du nicht? Und wenn die Iberer mit dem zweitschönsten Fussball der Welt die Weltbesten sind, ist das doch auch zu akzeptieren. Es [...] mehr...
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