Von Jan Reschke
Am 1. März dieses Jahres standen drei Dinge fest: Deutschland spielt bei der WM in Südafrika. Michael Ballack würde das Team als Kapitän anführen. Und René Adler als Nummer eins das Tor der Nationalmannschaft hüten. Keine drei Monate später war klar: Weder Ballack noch Adler würden bei der WM spielen können. Vermisst wurden sie nicht. Ballack nicht, weil Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira perfekt harmonierten. Bot diese Personalie immerhin noch Anlass zu Diskussionen, wurde das Fehlen Adlers hingegen kaum wahrgenommen. Der Grund: Manuel Neuer.
Als Folge von Adlers Verletzung hatte ihn das Trainerteam ins Tor beordert - obwohl er zu diesem Zeitpunkt erst drei Länderspiele absolviert hatte. Er rechtfertigte das Vertrauen und spielte ein gutes Turnier.
Chance bekommen, Chance genutzt.
Der Lohn: Am Mittwoch hat Bundestrainer Joachim Löw erklärt, dass der Schalker Keeper auch nach der WM die Nummer eins im Tor bleiben wird. Nicht nur in den EM-Qualifikationsspielen an diesem Freitag gegen Belgien (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und am Dienstag gegen Aserbaidschan. Sondern auch in den kommenden zwei Jahren, inklusive der Endrunde in Polen und der Ukraine - sofern Neuer seine Form hält. Doch davon ist auszugehen: Neuer kann mit Druck umgehen. Schon seine Bundesliga-Karriere hatte so begonnen. Selten stand ein junger Keeper derart im Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Chance bekommen, Chance genutzt.
Seinen heutigen Stellenwert hat sich Neuer nie durch forsche Aussagen nach Spielen oder provokante Interviews erarbeitet. Ein Gehabe wie von Bremens Tim Wiese, der häufig öffentlichkeitswirksam seinen Einsatz fordert, ist ihm fremd. Der zurückhaltende Keeper weiß allein durch seine Qualitäten als Torwart zu überzeugen. Auch in der Nationalmannschaft. "Manuel Neuer hat eine hervorragende WM gespielt. Es war sein erstes großes Turnier, und es waren die ersten wichtigen Länderspiele. Da gab es überhaupt keine Zweifel an seiner Leistung", sagt Löw.
Schalke, Schalke, Schalke
Neuer ist bodenständig. Durch und durch Schalker. Geboren am 27. März 1986 in Gelsenkirchen. Aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, unweit des Parkstadions. Sein Vater war aus Baden-Württemberg nach Gelsenkirchen gezogen, er wollte dort einen Friseurladen eröffnen, wurde später aber Oberkommissar bei der Polizei. Mit seiner Jugendclique, der "Buerschenschaft", von der er noch heute T-Shirts unter seinem Torwarttrikot trägt, besuchte Neuer junior regelmäßig das Schalker Stadion. Gespielt hat er nie für einen anderen Club als Schalke 04: Seit seinem fünften Lebensjahr in der Jugend. In der zweiten Mannschaft im Alter von 18 Jahren. Schließlich bei den Profis. Es folgte der Ruf der Nationalmannschaft. Und die Beförderung zur Nummer eins.
"Wenn ich weiter Leistung bringe, sehe ich keinen Grund, warum der Bundestrainer etwas ändern sollte", sagt Neuer. Für seine Verhältnisse eine fast schon unverschämt offensive Aussage. Löw hatte zuvor Neuers Konkurrenten Adler und Wiese zur gemeinsamen Nummer zwei erklärt und ihnen lediglich in Aussicht gestellt, bei Freundschaftsspielen das Tor zu hüten.
Neuer hat viele Fürsprecher. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer lobt ihn bei jeder Gelegenheit. Und kaum eine Transferperiode vergeht, in der der Name Neuer nicht bei den großen europäischen Clubs gehandelt wird.
Bescheiden ist er trotzdem. Dem Magazin "Schalker Kreisel" sagte er einmal: "Als ich zum Beispiel in der C-Jugend spielte, war es mein Ziel, in die B-Jugend übernommen zu werden, denn diese Jungs durften Balljungen in der Arena sein."
Chance bekommen, Chance genutzt.
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Auch hier sind wir wieder absolut nicht einer Meinung. Die ganz kleinen Zwerge gibt es bei keiner WM mehr. Das sieht man auch an den Ergebnissen. Kantersiege gibt es keine mehr. Das letzte ganz hohe Ergebnis war, wenn ich mich [...] mehr...
Sie vermischen da zwei Sachen.., bzw. bringen unnötig die Politik darein. Also, dass es ein Integrationsproblem draußen besonders in Großstädten in den sogennanten Ghettos gibt, das gibt es. Inzwischen haben es auch die Grünen [...] mehr...
Kroatien, Irland und Tschechien werden das EM-Teilnehmerfeld vervollständigen. Nur bei Bosnien-H. - Portugal fällt die Prognose schwer. Ich tippe mal auf Dzeko & Co., die waren gegen die Franzosen schon ganz nah dran. mehr...
Doch, das EM-Turnier wird interessanter werden und ich würde sagen, vielleicht einen Tick schwieriger. Denn, so krasse Aussenseiter wie bei einer WM, wo es immer so Teams wie Jamaica, Trinidad & Tobago, etc..gibt, wird es [...] mehr...
Stimmt Götze spielt ja nie für die deutsche NM und daran ist nur Özil Schuld, oder? Hach nein stimmt ja gar nicht er spielt.. Und sei meinen den Schürrle, der beim letzten Spiel zusammen mit Özil gespielt hat? ---Zitat--- [...] mehr...
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