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04.09.2010
 

EM-Qualifikation

Frankreich und Portugal blamieren sich

Frankreichs Nationalspieler Hoarau: Auftaktniederlage gegen WeißrusslandZur Großansicht
AP

Frankreichs Nationalspieler Hoarau: Auftaktniederlage gegen Weißrussland

Spanien, England und die Niederlande feierten am ersten Spieltag der EM-Qualifikation lockere Siege. Italien konnte einen Fehlstart gerade noch vermeiden, Portugal hingegen leistete sich einen Ausrutscher gegen Zypern. Am heftigsten erwischte es aber wieder einmal Frankreich.

Hamburg - Frankreich hat nach der missratenen Weltmeisterschaft die nächste Blamage erlebt. Die "Equipe Tricolore" verlor zum Auftakt der EM-Qualifikation in Paris 0:1 (0:0) gegen Weißrussland. Der eingewechselte Sergej Kisljak machte in der 86. Minute den Sieg der Gäste perfekt. Frankreichs neuer Nationaltrainer Laurent Blanc musste dabei auf einige vom Verband gesperrte Spieler verzichten, darunter Franck Ribéry von Bayern München. In Frankreichs Gruppe D siegte außerdem Bosnien 3:0 (3:0) in Luxemburg, Rumänien und Albanien trennten sich 1:1 (0:0).

Ebenfalls eine Blamage erlebte Portugal - dafür bekamen die heimischen Zuschauer beim 4:4 (2:2) in Guimaraes gegen Zypern wenigstens viele Tore zu sehen. Die Gäste waren durch Efstathios Aloneftis (3.) in Führung gegangen, der Bremer Profi Hugo Almeida (8.) glich zum 1:1 aus. Michalis Konstantinou (11.) traf zum 2:1 für Zypern, Raul Meireles (29.) glich für die Gastgeber zum 2:2 aus. Dann lief es andersrum: Danny (50.) brachte die Portugiesen erstmals in Führung, Yiannis Okkas (57.) erzielte den Ausgleich für Zypern. Manuel Fernandes' (60.) Treffer zum 4:3 hatte bis zum Ende der regulären Spielzeit Bestand, Portugal sah bereits wie der sichere Sieger aus - und kassierte durch Andreas Avraam (90.) noch den 4:4-Ausgleich. Im zweiten Spiel der Gruppe H siegte Norwegen 2:1 (0:1) auf Island.

In der deutschen Qualifikations-Gruppe A kam die Türkei zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg in Kasachstan, das vom deutschen Trainer Bernd Storck betreut wird. Den zweiten Treffer erzielte Hamit Altintop vom FC Bayern in der 28. Minute. Nur zwei Minuten zuvor hatte Arda Turan die Gäste in Astana in Führung gebracht. Zum Endstand traf Nihat Kahveci (76.). Der Frankfurter Halil Altintop wurde vom neuen türkischen Auswahltrainer Guus Hiddink in der Schlussphase eingewechselt.

Auch Spanien löste seine Aufgabe souverän. Der Weltmeister gewann in der Gruppe I 4:0 (2:0) in Liechtenstein. Der bei der WM noch enttäuschende Torjäger Fernando Torres meldete sich mit zwei Toren in der 18. und 54. Minute zurück. David Villa (26.) und David Silva (62.) markierten die weiteren Tore. Im zweiten Gruppenspiel trennten sich Litauen und Schottland 0:0.

Noch deutlicher als Spanien gewann WM-Finalgegner Niederlande. In San Marino siegte das Oranje-Team 5:0 (2:0). Mann des Abends im Team von Bondscoach Bert van Marwijk war der Neu-Schalker Klaas-Jan Huntelaar mit drei Treffern in der 38., 48. und 67. Minute. Die Führung hatte Dirk Kuyt (16.) per Elfmeter erzielt, den Schlusspunkt setzte der Hamburger Ruud van Nistelrooy (90.+1.). Außerdem spielte in der Gruppe E Schweden gegen Ungarn 2:0 (0:0), Moldau besiegte Finnland ebenfalls 2:0 (0:0), wobei Finnlands Kapitän Sami Hyypiä von Bundesligist Bayer Leverkusen in der 36. Minute die Rote Karte sah, nachdem er Viorel Frunza an den Beinen festgehalten und zu Fall gebracht hatte.

Der viermalige Weltmeister Italien hat einen Fehlstart in Gruppe C knapp vermieden. Die Squadra Azzurra siegte nach einem 0:1-Rückstand noch 2:1 (0:1) in Estland. Nach der Führung der Gastgeber durch Sergej Senjow (31.) schafften Antonio Cassano (60.) und Leonardo Bonucci (63.) mit einem Doppelschlag die Wende. Zudem siegte Serbien bei den Färöer-Inseln 3:0 (2:0), Slowenien unterlag Nordirland daheim 0:1 (0:0).

Einen Auftakt nach Maß erwischte England mit dem 4:0 (1:0)-Heimsieg über Bulgarien. Jermain Defoe überragte im Londoner Wembley-Stadion mit drei Toren in der 2., 61. und 86. Minute. Das vierte Tor für die Schützlinge von Trainer Fabio Capello gelang Adam Johnson (83.). Zudem gewann in der Gruppe G Montenegro daheim gegen Wales 1:0 (1:0).

Pawel Pogrebnjak schoss Russland beim glanzlosen 2:0 (1:0) in Andorra zum Sieg in der Gruppe B. Der Angreifer vom VfB Stuttgart erzielte in der 14. und 64. Minute mit einem Foulelfmeter beide Tore. Zudem siegte Irland in Armenien 1:0 (0:0), die Slowakei schlug Mazedonien daheim 1:0 (0:0).

Zwei andere Bundesligaspieler schossen Kroatien zum 3:0 (1:0)-Sieg in Lettland: Mladen Petric vom Hamburger SV (43.) und Ivica Olic von Bayern München (51.) brachten die Kroaten 2:0 in Front, Dario Srna (82.) stellte den Endstand her. In den weiteren Spielen der Gruppe F gewann Israel gegen Malta 3:1 (1:1), Griechenland und Georgien trennten sich 1:1 (0:1).

ham/dpa/sid

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